Wie soll der Konrad-Adenauer-Platz künftig aussehen
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Wie soll der Konrad-Adenauer-Platz und dessen Umfeld künftig aussehen?

Die Westseite des Magdeburger Hauptbahnhofes weist derzeit gestalterisch als auch funktionell einige Defizite auf. Mit einer städtebaulich-verkehrlichen Untersuchung sollen die Flächen rund um den Konrad-Adenauer-Platz, einschließlich der Anlagen des Zentralen Omnibusbahnhofes Magdeburg (ZOB) sowie die Taxi- und PKW-Parkflächen südlich des Platzes attraktiver gestaltet werden. Um ein zukunftsfähiges Konzept zu erarbeiten, sind vor allem die Ideen der Bürger*innen gefragt. 

Zukunftsfähige Gestaltung dank Bürgerbeteiligung

Das Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Magdeburg hat Leistungen für eine städtebaulich-verkehrliche Untersuchung zum Konrad-Adenauer-Platz und dessen Umfeld vergeben.  Das städtebaulich-verkehrliche Entwicklungskonzept hat zum Ziel, die Flächen rund um den Konrad-Adenauer-Platz neu zu ordnen, dabei alle Nutzungsanprüche an den Raum zu berücksichtigen und die Flächen attraktiv zu gestalten. 

Um ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, sind vor allem die Ideen und Meinungen der Bürger*Innen gefragt. Daher werden interessierte Bürger*Innen bei der Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes frühzeitig beteiligt. 

Im Rahmen eines ersten Workshops sollen Entwicklungsvorstellungen ausgetauscht werden. Die Ideen aus dieser ersten Stufe der Beteiligung werden bei der Entwicklung von Varianten für die künftige Anordnung und Gestaltung der Flächen auf der Bahnhofs-Westseite berücksichtigt.

Mit dem gleichen Teilnehmerkreis des ersten Workshop soll ein zweiter Workshop stattfinden, in dem die Entwicklungsvarianten vorgestellt und gemeinsam, auch mit Vertretern aus den politischen Gremien, diskutiert werden sollen. 

Die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA GmbH) ist Mitfinanzierer und Unterstützer dieser städtebaulich-verkehrlichen Untersuchung.

1. öffentlicher Bürger-Workshop 15.07.2021

So verlief der erste Workshop am 15. Juli 2021

Bürger*innen engangieren sich für die künftige Gestaltung der Westseite des Magdeburger  Hauptbahnhofes

Die Westseite des Hauptbahnhofs soll in den kommenden Jahren neu gestaltet werden. Hierzu wird derzeit ein städtebaulich-verkehrliches Konzept unter Einbezug aller relevanter Akteur*innen und der Öffentlichkeit erarbeitet.

Ziel des ersten Workshops am 15.Juli 2021, zu dem das Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Magdeburg eingeladen hatte, war der gemeinsame Austausch über Entwicklungsvorstellungen für die Bahnhofswestseite.

Nach vorheriger Anmeldung erschienen rund 40 Teilnehmende in den sanierten Festungsanlagen „Ravelin II“, darunter Vertreter*innen aus der Verwaltung, der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH, der Deutschen Bahn,  der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG sowie weiteren Interessensverbänden und nicht zuletzt etwa 20 Bürgerinnen und Bürger.

Nach einer kurzen Einführung zum Anlass und Ziel des Entwicklungskonzeptes fand ein gemeinsamer Rundgang durch das Untersuchungsgebiet statt, der vom beauftragten Planungsbüro GRUPPE PLANWERK geführt wurde.

Im Anschluss an den Rundgang wurden bestehende Handlungsbedarfe und Rahmenbedingungen für die zukünftige Entwicklung der Bahnhofswestseite im Rahmen eines Impulsvortrages zusammengefasst und somit die Überleitung zu einer Diskussion in Arbeitsgruppen geschaffen. In drei Kleingruppen wurden Vorschläge für die Gestaltung des zukünftigen Zentralen Omnibusbahnhof Magdeburg (ZOB), für die Neuordnung der Fahrrad- und Pkw-Stellplätze, für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität sowie für neue Nutzungen erarbeitet und diskutiert.

Die Ergebnisse des Workshops wurden durch das Planungsbüro aufbereitet und können unter dem Abschnitt Ergebnisdokumentation heruntergeladen und eingesehen werden.

Ein zweiter Workshop ist für den 14.10.2021 geplant. An diesem Termin werden die durch das Planungsbüro erstellten Entwurfsvarianten vorgestellt und gemeinsam im gleichen Teilnehmer*innenkreis sowie Vertreter*innen der politischen Gremien diskutiert.

Ergebnisdokumentation

Impressionen

A_61_4_städtebaulich-verkehrliches Entwicklungskonzept_Workshop am 15.07.2021 im Ravelin II
A_61_4_KAP_Workshop 15.07.21 im Ravelin II_Vortrag
A_61_4_KAP_Workshop am 15.07.21 im Ravelin II_Vortrag II
A_61_4_KAP_Workshop am 15.07.21 im Ravelin II_Spaziergang I
A_61_4_KAP_Workshop am 15.07.21 im Ravelin II_Spaziergang II
A_61_4_KAP_Workshop am 15.07.21 im Ravelin II_Spaziergang III
A_61_4_KAP_Workshop am 15.07.21 im Ravelin II_Spaziergang IV
A_61_4_KAP_Workshop am 15.07.21 im Ravelin II_Kleingruppen I
A_61_4_KAP_Workshop am 15.07.21 im Ravelin II_Kleingruppen II
A_61_4_KAP_Workshop am 15.07.21 im Ravelin II_Kleingruppen III
A_61_4_KAP_Workshop am 15.07.21 im Ravelin II_Kleingruppen IV
A_61_4_KAP_Workshop am 15.07.21 im Ravelin II_Ideen Bürger auf Tafel I
A_61_4_KAP_Workshop am 15.07.21 im Ravelin II_Ideen Bürger auf Tafel II
A_61_4_KAP_Workshop am 15.07.21 im Ravelin II_Ideen Bürger auf Tafel III
A_61_4_KAP_Workshop am 15.07.21 im Ravelin II_Ideen Bürger auf Tafel IV
A_61_4_KAP_Workshop am 15.07.21 im Ravelin II_Ideen Bürger auf Tafel V
A_61_4_KAP_Workshop am 15.07.21 im Ravelin II_Aufsteller Verkehrsplanung
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2. öffentlicher Bürger-Workshop 14.10.2021

So verlief der zweite Workshop am 14. Oktober 2021

Ideen der Bürger*innen für die künftige Gestaltung der Westseite des Magdeburger Hauptbahnhofes nehmen Form an 

Nach einem erfolgreichen ersten Workshop zur Ideenfindung für die künftige Gestaltung der Westseite des Magdeburger Hauptbahnhofes am 15.07.2021, ging es am 14.10.2021 im  Baudezernat der Landeshauptstadt Magdeburg mit den aus dem ersten Workshop eingeladenen und anwesenden Teilnehmern bei einem 2. Bürger-Workshop in die nächste Phase der Konzeptentwicklung: Aus den vielversprechenden Ideen der Bürger*innen aus dem ersten Workshop wurden durch das Planungsteam , dem Berliner Ingenieurbüro Gruppe Planwerk, gemeinsam mit der Stadtverwaltung und weiteren  Vertreter*innen aus dem  Steuerungsteam , der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA GmbH) als Mitfinanzierer, den Magdeburger Verkehrsbetrieben GmbH & Co. KG (MVB) und der Deutschen Bahn AG (DB AG), drei Varianten für die künftige Gestaltung der Westseite des Magdeburger Hauptbahnhofes entwickelt.  Nach einer kurzen Einführung  und einem Rückblick zum Prozess der Variantenentwicklung wurden diese drei Varianten durch das beauftragte Planungsteam  den interessierten Bürger*innen unter Beisein von Vertreter*innen aus dem Steuerungsteam sowie eingeladenen und anwesenden Vertreter*innen aus dem Stadtrat der Landeshauptstadt Magdeburg  vorgestellt. Die vorgestellten Varianten  sollen die städtebaulich-verkehrliche Situation auf der Westseite des Magdeburger Hauptbahnhofes  mit dem Konrad-Adenauer-Platz und dem Westeingang des Hauptbahnhofes, dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) Magdeburg, den Taxi- und Kurzeit-Pkw-Stellplätzen sowie mit dem Park-& Ride-Parkplatz südlich des Platzes verbessern.

Varianten zeigen verschiedene Lösungsansätze

Die entwickelten Varianten zeigten dabei sehr verschiedene Lösungsansätze zur Neugestaltung und Neuordnung der Flächen und reichten von einer eher bestandsorientierten Herangehensweise mit Beibehaltung des derzeitigen ZOB-Standortes  (Variante 3) bis hin zu einer völligen Neuordnung von Flächen und Funktionen im Untersuchungsgebiet (Variante 1 und 2). In allen Varianten neu integriert wurde die Funktion eines separaten und vom ZOB losgelösten Fernbus-Terminals sowie eines Fahrradparkhauses, um insgesamt dem Leitgedanken der Stärkung des Umweltverbundes, d.h. des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs, des Fahrradfahrens und des zu Fußgehens, Rechnung zu tragen.  


Vorzugsvarianten identifiziert

Nach der Vorstellung der Varianten durch das Planungsbüro wurden diese im Plenum gemeinsam mit Vertreter*innen aus dem Steuerungsteam mit den Bürger*innen diskutiert. Nachdem sich so jeder und jede Beteiligte eine Meinung zu den drei Varianten für die städtebaulich-verkehrliche Entwicklung des Areals bilden konnte, waren die Teilnehmenden erneut gefragt: Die favorisierte Variante eines jeden Teilnehmers bzw. einer jeden Teilnehmerin war zu benennen. Die Auswertung hat eine klare Befürwortung von Variante 1 gezeigt (46 von 60 Stimmen), welche die motorisierten, verkehrlichen Funktionen in Ost-West-Ausrichtung im südlichen Untersuchungsgebiet bündelt. Aber auch Variante 2 erhielt mehrere Stimmen bzw. Punkte (13 von 60 Stimmen), welche inhaltlich ebenfalls eine Bündelung der motorisierten, verkehrlichen Funktionen im südlichen Untersuchungsgebiet vorsieht, jedoch in Nord-Süd-Ausrichtung. Die bestandsorientierte Lösung aus Variante 3 unter Beibehaltung des derzeitigen ZOB-Standortes erhielt eine von insgesamt 60 zu vergebenden Punkten. Insgesamt konnten somit die Varianten 1 und 2 als Vorzugsvarianten identifiziert werden.

Wie geht´s weiter? - Die nächsten Schritte

Im Anschluss an die Meinungsbildung zu den entwickelten Varianten ging es im nächsten Schritt um vertiefende Überlegungen zu den favorisierten Varianten 1 und 2: Die Teilnehmer*innen  identifizierten hierbei Aspekte, welche bei der weiteren Ausarbeitung einer Vorzugsvariante eine Rolle spielen sollen . Hier fielen u.a. Stichworte wie Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualität, Klimaanpassung oder auch Entflechtung der einzelner Verkehrsarten.

Die Erkenntnisse aus dem zweiten Workshop zur Bürgerbeteiligung,  als auch die gesamte Dokumentierung wurden durch das Planungsbüro aufbereitet und können unter dem Abschnitt Ergebnisdokumentation heruntergeladen und eingesehen werden.

Im weiteren Verlauf der Bearbeitung werden die Erkenntnisse aus dem 2. Workshop mit in die gutachterliche Bewertung der Varianten einfließen. Die Bewertung der Varianten stellt die Grundlage für die Ermittlung einer Vorzugsvariante dar. Diese Vorzugsvariante wird ,einschließlich eines Umsetzungskonzeptes, ausgearbeitet. 

Ergebnisdokumentation

Workshop-Dokumentation 14.10.2021 zum Entwicklungskonzept Konrad-Adenauer-Platz [PDF-Dokument: 9,6 MB]

Impressionen

61_4_KAP_Workshop am 14.10.2021 im Baudezernat
61_4_KAP_Workshop am 14.10.2021 im Baudezernat
61_4_KAP_Workshop am 14.10.2021 im Baudezernat
61_4_KAP_Workshop am 14.10.2021 im Baudezernat
61_4_KAP_Workshop am 14.10.2021 im Baudezernat
61_4_KAP_Workshop am 14.10.2021 im Baudezernat
61_4_KAP_Workshop am 14.10.2021 im Baudezernat
61_4_KAP_Workshop am 14.10.2021 im Baudezernat
61_4_KAP_Workshop am 14.10.2021 im Baudezernat
61_4_KAP_Workshop am 14.10.2021 im Baudezernat

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Varianten-Entwicklung

"Völlige Flächen-Neuordnung" versus "Bestandsorientierter Umgang"

Rückblick: Vorstellung von drei Varianten für die städtebaulich-verkehrliche Entwicklung des Areals zum 2. Workshop am 14.10.2021

Am 14.10.2021 fand der 2. öffentlichen Workshop  zur Bürgerbeteiligung im Rahmen der Aufstellung des städtebaulich-verkehrlichen Entwicklungskonzeptes Konrad-Adenauer-Platzes statt.  Hier wurden drei Varianten für die künftige Gestaltung des Areals rund um den Konrad-Adenauer-Platz in Magdeburg vorgestellt.  Entwickelt wurden die Varianten unter Berücksichtigung der Ideen der Bürger*innen aus dem ersten Workshop am 15.07.2021 vom beauftragten Planungsbüro Gruppe Planwerk aus Berlin in Zusammenwirken mit dem Steuerungsteam bestehend aus Vertreter*innen aus Stadtverwaltung,  der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA GmbH),  der deutschen Bahn AG (DB AG) und der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB).

Nach der Variantenvorstellung und Diskussion wurde im Ergebnis des zweiten Workshops ein  Meinungsbild zu den drei Varianten hergestellt. So konnte klar herausgestellt werden, dass die Lösungen der Varianten 1 und 2, die eine völlige Neuordnung der Flächen vorsehen, durch die Teilnehmenden des Workshops favorisiert wurden.  Diese sehen eine Bündelung des motorisierten Verkehrs südlich des Konrad-Adenauer-Platzes vor und damit auch eine Neuverortung des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) und eines separaten Fernbusterminals integriert in einem Parkhaus.


Anlass für die Entwicklung weiterer Varianten

Die im zweiten Workshop am 14.10.2021 favorisierten Varianten 1 und 2 können die im Status quo bestehenden Kreuzungskonflikte zwischen motorisierten und nicht motorisierten Verkehr im Ein- und Ausfahrtbereich des ZOB (in Höhe des City-Hotels) lösen.  Auch die derzeit bestehenden Kapazitätsprobleme des ZOB werden durch Neuverortung  und angemessen Dimensionierung desselbigen gelöst.  Darüber hinaus schafft insbesondere Variante 1 gute Orientierungsmöglichkeiten durch freie Sicht auf die verschiedenen Funktionsbereiche im Untersuchungsraum. Auch der freie Blick zu den denkmalgeschützten Festungsanlagen bleibt erhalten.

Im Rahmen des 2. Workshop wurden während der Variantendiskussion  jedoch auch Nachteile  bei den favorisierten 1 und 2 identifiziert: Die vorgesehene Andienung bzw. Belieferung der Geschäfte des Hauptbahnhofes über die Platzfläche des Konrad-Adenauer-Platzes bei Variante 2 und die Busverkehrsführung über die Maybachstraße für Fahrten zwischen Busbahnhof und Busabstellfläche (Überliegerfläche). 

Somit entwickelte das Planungsteam eine Variante 4, die die Vorteile der Varianten 1 und 2 bündelt und Nachteile auflöst. 

Gegenüber der Variante 4 , der Synthesevariante aus den  im 2. Workshop favorisierten Varianten 1 und 2 mit einer völligen Neuordnung von Flächen und Funktionen,  soll  auch die bestandsorientierte Variante 3 weiterentwickelt werden. Damit wird gewährleistet,  dass in der nächsten Stufe der Konteptentwicklung, der Variantenbewertung,  zwei ebenbürtige Varianten (Variante 4 und 5), einmal mit einer bestandsorientierten  Lösung und einmal mit einer Neurordnung von einzelnen Flächenfunktionen, gegenübergestellt werden.  Unabhängig davon werden alle Varianten 1 bis 5 gegenübestellend bewertet.

Synthese-Variante 4 aus den Varianten 1 und 2 

Eine Synthese aus den Varianten 1 und 2 soll die aufgeführten Nachteile auflösen und die Vorteile aus beiden Varianten kombinieren. Die hieraus entwickelte Variante 4 weist folgende konstituierende Elemente auf:

  • Parkhaus in Ost-West-Ausrichtung im Süden (zur Freihaltung von Sichtachsen)
  • Busabstellfläche (Überliegerfläche) parallel zu den Bahnflächen (Nord-Süd-Ausrichtung)
  • ZOB nördlich des Parkhauses
  • Andienung/ Belieferung der Geschäfte im Hauptbahnhof nicht über den Konrad-Adenauer-Platz

Darüber hinaus gibt es im Vergleich zu den Varianten 1 und 2 Modifikationen hinsichtlich des geplanten Parkhauses: Variante 4 sieht statt einem Hybridparkhaus (Pkw-Parkhaus mit integriertem Fernbusterminal) ein monofunktionales Pkw-Parkhaus vor.  Denn ein Hybridparkhaus wäre sehr kostenintensiv, würde 2 Geschosse an Pkw-Parkdecks zugunsten des im Erdgeschoss liegenden Fernbusterminals verlieren und enorme Rampenlängen für die Pkw-Zufahrten  benötigen. 

Variante 5 als weiterentwicklte Variante 3 

Bei der bestandsorientierten Variante 5 geht es um die Beibehaltung möglichst vieler Elemente im Bestand, deren Optimierung, statt einer völligen Neuordnung von Flächen vor dem Hintergrund eines ressourcenschonenen Ansatzes. Variante 5 weist folgende konstituierende Elemente auf:

  • Erhalt des ZOB
  • Schaffung eines separaten Fernbusterminals südlich des Konrad-Adenauer-Platzes mit 5 Abfahrtsbussteigen
  • Erhalt des City-Hotel-Gebäudes und des Zeltdaches als Eingangssituation zur Personenunterführung des Hauptbahnhofes auf der Westseite
  • Schaffung eines Fahrradparkhauses nördlich zum Eingang zur Personenunterführung des Hauptbahnhofes am Konrad-Adenauer-Platz
  • zusätzliche Schaffung von überdachten Fahrradabstellanlagen südlich zum  Eingang zur Personenunterführung des Hauptbahnhofes am Konrad-Adenauer-Platz
  • Schaffung eines Pkw-Parkhauses entlang der Gleisanlagen im südlichen Untersuchungsraum
  • Anordnung der Belieferung/ Andienung des Hauptbahnhofes und Taxi-Aufstellflächen südlich des Konrad-Adenauer-Platzes
  • Anordnung von Kiss- & Ride-Parkplätzen sowie Busabstellflächen (Busparken) im südwestlichen Untersuchungsraum
  • Erhalt des Baumbestandes im südlichen Untersuchungsraumes

Wie geht´s weiter? - die nächsten Schritte

Im weiteren Verlauf der Bearbeitung werden nach der Variantenentwicklung alle 5 Varianten gegenüberstellend bewertet. Die Bewertung der Varianten stellt die Grundlage für die Ermittlung einer Vorzugsvariante dar. Diese Vorzugsvariante wird , einschließlich eines Umsetzungskonzeptes, ausgearbeitet. 

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Varianten-Bewertung

Ermittlung der Vorzugsvariante 

Rückblick: Varianten für die städtebaulich-verkehrliche Entwicklung des Areals

Im Rahmen von zwei öffentlichen Workshops zur Bürgerbeteiligung am 15.07.2021 und 14.10.2021 wurden  gemeinsam mit einem Expertengremium Ideen der Bürger*innen  entwickelt,  aus welchen dann im Anschluss Varianten durch das beauftragte Planungsbüro Gruppe Planwerk aus Berlin entwickelt wurden. Die drei entwickelten Varianten wurden im 2. Bürger-Workshop am 14.10.2021 vorgestellt, diskutiert und durch die teilnehmenden Bürger*innen durch Punktvergabe bewertet.

Demnach wurde ermittelt, dass eine völlige Neuordnung der Flächen und Funktionen im Untersuchungsgebiet favorisiert wird. Aus den favorisierten Varianten der Bürger*innen wurde eine weiterentwickelte vierte Variante durch das Planungsbüro erstellt und dem gegenüberstellend eine 5. bestandsorientierte Variante mit Beibehalt des ZOB. 

Ziele und Ablauf der Bewertung

Die Varianten-Bewertung stellt die Grundlage für die Ermittlung einer Vorzugsvariante dar.  Die Bewertung soll den Zielerreichungsgrads gemäß Aufgabenstellung  abbilden. Folgende Hauptziele sind mit dem städtebaulich-verkehrlichen Entwicklungskonzept zu erreichen:

  • Verbesserung der Funktionalität und Gewährleistung der Betriebsfähigkeit des ZOB
  • Stärkung des Umweltverbunds (Fahrrad-, Fußverkehr und ÖPNV) und der Umsteigebeziehungen 
  • Ergänzung weiterer Funktionen (Fahrrad- und Pkw-Parkhaus, Fernbusterminal)
  • Einfügung in einen städtebaulichen Gesamtzusammenhang
  • Verbesserung der Aufenthaltsqualität
  • Verbesserung der Orientierung

Vor diesem Hintergrund  wurden durch das beauftragte Planungsbüro gemeinsam mit dem Steuerungsteam in den Aspekten Verkehr, Städtebau und Freiraum sowie Realisierbarkeit verschiedene Bewertungskriterien ermittelt. Die Varianten 1 bis 5 wurden  anhand der verschiedenen Bewertungskriterien gegenüberstellend bewertet.  Die Bewertung erfolgte mittels einer vierstufigen Bewertungsskala 1 bis 4, wobei höchste Zahl die beste Bewertung bedeutet. Nach Summenbildung  der Bewertung in den einzelnen Kategorien Verkehr, Städtebau und Freiraum sowie Realisierbarkeit erfolgte noch ein Ranking. Damit wird gewährleistet, dass Kategorien, bei denen mehr einzelnen Aspekte betrachtet wurden, nicht übervorteilt werden. 

Ergebnis der Bewertung

Im Ergebnis der Bewertung konnte festgestellt werden, dass die Variante 4  als Variante mit einer Neuverortung von Flächen und Funktionen die meisten Punkte erhalten hat und somit als Vorzugsvariante identifiziert werden konnte.  Damit deckt sich die gutachterliche Bewertung mit der Einschätzung der Bewertungen der Bürger*innen aus dem 2. Workshop. Hier wurden ebenfalls Varianten als Vorzugsvarianten gesehen, welche eine völlige Neuordnung der Flächen und Funktionen vorsehen.  Die Vorzugsvariante 4 erfüllt alle Anforderungen, welche an das städtebaulich-verkehrliche Entwicklungskonzept mit Aufgabenstellung gestellt wurden:

  • Lösung der verkehrlichen Konflikte
  • Gewährleistung der Funktionalität verkehrlicher Belange, insbesondere zum Busverkehr 
  • stufenweise Umsetzbarkeit
  • Aufenthaltsqualität stärken

Auf dem 2. Platz liegt die bestandsorientierte Variante 5. 

Die genauen Ergebnisse zur Varianten-Bewertung  können der Bewertungs-Tabelle entnommen werden.

Wie geht´s weiter? - Die nächsten Schritte

Im weiteren Verlauf der Bearbeitung wird die ermittelte Vorzugsvariante 4 weiter zu einem städtebaulichen Entwurf ausgearbeitet. Das bedeutet, dass nun der Fokus auf eine übergeordnete Betrachtung der Gestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes iegt, dieser durch Anordnung und Gestaltung von Elementen mehr Aufenthaltsqualität erlangen soll.

Im Rahmen der Bearbeitung wurde ersichtlich, dass die Vorzugsvariante im südlichen Untersuchungsraum einer Überarbeitung bedarf.  Denn es wurde bekannt, dass hier durch die deutsche Bahn eine Regenrückhaltebecken geplant und gebaut wird. Damit müssen die hier geplanten Funktionen (Pkw-Parkhaus) neu angeordnet bzw. verschoben werden . 

Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Umsetzung entwickelt und unterteilt in kurz-, mittel- und langfristig umzusetzende Maßnahmen.

Damit wird das städtebaulich-verkehrliche Entwicklungskonzept voraussichtlich im Sommer 2022 abgeschlossen und im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert.

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