Ausstellung »Für Freiheit und Republik!« vom 27. März bis 25. Juni im Kunstmuseum
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Ausstellung »Für Freiheit und Republik!« vom 27. März bis 25. Juni im Kunstmuseum

Ausstellung „Für Freiheit und Republik!“ vom 27. März bis 25. Juni im Kunstmuseum

Die bedeutende Demokratiebewegung des Reichsbanners geht von Magdeburg aus.

Als die Nationalsozialisten auf dem Vormarsch sind, gründet sich 1924 eine parteiübergreifende Organisation zum Schutz der Weimarer Republik und der noch jungen deutschen Demokratie. Seinen Ursprung hat das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold in Magdeburg. Im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen gibt die Ausstellung „Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold im Kampf für die Demokratie, 1924 bis 1933“ jetzt tiefe Einblicke in diese bewegende Zeit.
Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold machte es sich zum erklärten Ziel, eine demokratische und republikanische Staatsgesinnung in der Bevölkerung zu verankern. Die nationalsozialistische Gewalt sollte aufgehalten, die Weimarer Republik geschützt werden. Die Welle dieser Demokratiebewegung ging von Magdeburg aus. Wie keine andere deutsche Großstadt hat sich Magdeburg nach dem Ersten Weltkrieg als Reformstadt der Moderne neu erfunden.

Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold machte es sich zum erklärten Ziel, eine demokratische und republikanische Staatsgesinnung in der Bevölkerung zu verankern. Die nationalsozialistische Gewalt sollte aufgehalten, die Weimarer Republik geschützt werden. Die Welle dieser Demokratiebewegung ging von Magdeburg aus. Wie keine andere deutsche Großstadt hat sich Magdeburg nach dem Ersten Weltkrieg als Reformstadt der Moderne neu erfunden. Hier gründete sich am 22. Februar 1924 der Reichsbanner-Verband.

Magdeburg als Vorbild im Streit für Freiheit und Republik

Der Domplatz wurde zum Ort großer Kundgebungen. "Das Vorbild Magdeburgs im Streit für Freiheit und Republik in den schwierigen 1920er Jahren sollte den Magdeburgern Ansporn sein, auch in den 2020er Jahren für diese Werte auf die Straße zu gehen", sagt Prof. Dr. Christian Antz vom Kulturdezernat Magdeburg. In Hochzeiten zählte die Organisation bis zu drei Millionen Mitglieder. Das Reichsbanner zeichnete sich durch beachtliche Aufmärsche mit Musikkapellen, Demonstrationen, verbandseigene Produkte und eine intensive Jugendarbeit aus. Ihr Markenzeichen: Die in der Weimarer Verfassung verankerten Reichsfarben Schwarz-Rot-Gold, ein Symbol der deutschen Demokratie und Einheit.

Ausstellung bis zum 25. Juni

Die Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand zeigt bis zum 25. Juni im Kunstmuseum beeindruckende Fotos dieser Zeit sowie historische Plakate und Artikel. Mit bewegenden Porträts von Vertretern des Reichsbanners wird die Geschichte erlebbar. Der Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand Prof. Dr. Johannes Tuchel: „Es bleibt ein Rätsel, warum diese Millionenorganisation zur Verteidigung der Republik in den letzten Jahrzehnten so wenig wahrgenommen worden ist.“ Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper ist froh, dass im Jubiläumsjahr der Moderne die Wanderausstellung Halt in Magdeburg macht. „Schon immer gingen wichtige Entwicklungen von hier aus. Die Demokratiebewegung des Reichsbanners ist das beste Beispiel für das Engagement der Bürger vor Ort.“

Breites Begleitprogramm

Die Landeshauptstadt Magdeburg hat gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt ein Begleitprogramm für die Ausstellung entwickelt. Es wird unter anderem eine Diskussion zum Thema Polizei geben (12. April) sowie zum Frauenwahlrecht (6. Mai) und dem Grundgesetz (21. Mai). Für Schulklassen werden kostenfreie Führungen angeboten sowie ein Leitfaden für Lehrer. Erwachsenengruppen können Führungen in der Tourist Information buchen (Kontakt: gruppen@visitmagdeburg.de, 0391 63 601-402).

Die Magdeburger Moderne

Die Ausstellung zum Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold begleitet die Sonderausstellung Reformstadt der Moderne, Magdeburg in den Zwanzigern im Kulturhistorischen Museum (8. März bis 16. Juni) und das wissenschaftliche Kolloquium Die Ära Beims in Magdeburg, Ein Oberbürgermeister als Wegbereiter der Moderne (24. bis 26. April). Sie ist ein Beitrag zu den 100. Jubiläen von Weimarer Republik und Bauhaus.

Viele interessante Informationen zur Magdeburger Moderne erhalten Sie auf unserer Sonderseite und in unserer Broschüre.

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