Veröffentlichung geförderter Investitionsvorhaben der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB)
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Veröffentlichung geförderter  Investitionsvorhaben der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB)

Stand: 2021

Die Landeshauptstadt Magdeburg erhält vom Land Sachsen-Anhalt seit dem Jahr 2020 mit dem dritten Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr im Land Sachsen-Anhalt (ÖPNVG LSA) vom 27. Juni 2019 gemäß § 8b ÖPNVG LSA Fördermittel zur finanziellen Unterstützung von investiven Großbauvorhaben der MVB.

Vor dieser Gesetzesänderung erhielten die berechtigten Verkehrsunternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs die Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt auf direktem  Wege.

Die Neuregelung wurde notwendig, da die bis dato gewährte Förderung des Landes Sachsen-Anhalt auf Grundlage von § 3 Abs. 1 des Gesetzes zur Entflechtung von Gemeinschaftsaufgaben und Finanzhilfen (EntflechtG/Verkehr) zum 31. Dezember 2019 auslief. Durch Ergänzung des § 8b Abs. 3 im ÖPNVG LSA wurde somit eine gesetzliche
Nachfolgeregelung gefunden. 

Die größte finanzielle Unterstützung durch das Land Sachsen-Anhalt aus diesem Fördertopf erhält die MVB für das Großbauvorhaben der 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn in Magdeburg.

Rund 190 Millionen Euro sollen investiert werden. Hier ist das Investitionsvolumen, aber auch gleichzeitig der Nutzen, so groß, dass nicht nur das Land das Vorhaben fördert, sondern auch der Bund. Gesetzliche Grundlage für die Finanzhilfen des Bundes ist das Gesetz zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden (GVFG). Ohne die finanzielle Unterstützung von Bund und Land wäre das Vorhaben nicht umsetzbar. Von den 190 Millionen Euro werden knapp 60% vom Bund und 30% vom Land finanziert. Die restlichen 10% werden von der MVB getragen.

Nicht nur die 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn in Magdeburg wird vom Land gefördert. Auch der Ausbau der Gleisanlagen der Ernst-Reuter-Allee in Verbindung mit der Baumaßnahme Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee sowie der Ersatzneubau von Gleichrichterunterwerken der MVB werden vom Land gefördert. Darüber hinaus gibt es noch weitere geförderte Infrastrukturprojekte der MVB durch das Land Sachsen-Anhalt.

Im Folgenden werden die durch das Land Sachsen-Anhalt geförderten Vorhaben der MVB vorgestellt.

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2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn

2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn in Magdeburg

Stand: 2021

Bisher gibt es in Magdeburg nur eine Straßenbahnstrecke in die nördlichen Stadtteile über den Breiten Weg und die Lübecker Straße. Mit einer leistungsstarken zweiten Nord-Süd-Verbindung, als eines der größten Infrastrukturprojekte der MVB und der Landeshauptstadt Magdeburg, werden weitere Stadtteile und rund 40.000 EinwohnerInnen Magdeburgs an das Straßenbahnnetz angeschlossen. So kommen viele MagdeburgerInnen künftig schneller und komfortabler ans Ziel. Begleitende stadtgestalterische Maßnahmen werten darüber hinaus das direkte Umfeld der Straßenbahntrasse auf.

Die MVB ist Projektträger bzw. Bauherren des Neubauvorhabens.

Gebaut werden 13,5 Kilometer neue Straßenbahnstrecken mit zusätzlichen 37 neuen barrierefreien Haltestellen. Das Großbauvorhaben untergliedert sich in sieben Neubauabschnitte und einen Ausbauabschnitt.

Die einzelnen Bauabschnitte können in folgende drei Teilbereiche gegliedert werden:

Die Süd-West-Querung

Die Bauabschnitte 1, 2 und 7 bilden die Süd-West-Querung und sind nahezu fertiggestellt. Die Trasse verbindet die Stadtteile Neu-Olvenstedt, Stadtfeld, Sudenburg, Leipziger Straße und Buckau mit der Straßenbahn. Seit dem 16. Dezember 2020 ist auch das letzte Teilstück der Süd-West-Querung entlang der Raiffeisenstraße und der Warschauer Straße ab der Leipziger Straße bis zur Schönebecker Straße freigegeben. Es erfolgt noch der Ausbau der bestehenden Straßenbahnstrecke in der anschließenden Schönebecker Straße. Dabei entstehen zwei barrierefreie Haltestellen. Die Bauarbeiten sollen im Jahr 2021 abgeschlossen werden.

Süd-West-Querung der 2. Nord-Süd-Verbindung
© MVB 

Der Süd-Ast

Die Bauabschnitte 2a und 3 bilden den südlichen Teil der 2. Nord-Süd-Verbindung und sind seit Dezember 2012 fertiggestellt. Seitdem können die EinwohnerInnen der Stadtteile Hopfengarten und Reform bequem in die Straßenbahn einsteigen und auch das Einkaufszentrum Bördepark im Süden der Stadt erreichen.

Süd-Ast der 2. Nord-Süd-Verbinduing
© MVB 

Der Nord-Ast

Schließlich bilden die Bauabschnitte 4, 5 und 6 zusammen den Nord-Ast.

Der Straßenbahnbau vom Damaschkeplatz zum Neustädter Feld und vom dortigen Hermann-Bruse-Platz bis zum Kannenstieg wird in den Jahren 2017 bis 2024 realisiert.
Im Ergebnis wird die Buslinie 69 durch die Straßenbahn ersetzt. Die AnwohnerInnen der Stadtteile Kannenstieg, Neustädter Feld und Nordwest erhalten damit künftig eine schnelle und direkte Anbindung an die Innenstadt und den Hauptbahnhof mit der Straßenbahn.

Nord-Ast der 2. Nord-Süd-Verbindung
© MVB 

weitere Informationen

Weiterführende Informationen zu den einzelnen Bauabschnitten der 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn in Magdeburg  finden Sie unter: www.mvbnetzausbau.de

Aktuell werden folgende Bauabschnitte der 2. Nord-Süd-Verbindung vom Land Sachsen-Anhalt gefördert:

BA 4 - Damaschkeplatz bis Hermann-Bruse-Platz

Bauabschnitt 4 - Damaschkeplatz bis Hermann-Bruse-Platz

Stand: 2021

Der Bauabschnitt 4 ist Bestandteil des Nord-Astes der neuen 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn in Magdeburg. Rund 10.000 EinwohnerInnen aus dem Wohngebiet Neustädter Feld erhalten mit dem neuen Streckenabschnitt Anschluss an das Straßenbahnnetz. Darüber hinaus profitieren tausende EinwohnerInnen aus dem nördlichen Stadtfeld, der Standort des Baudezernates, das Editha-Gymnasium am Lorenzweg und die im Bau befindliche Sporthalle von dem Bauvorhaben.

Der Bauabschnitt 4 umfasst den Neubau einer ca. 3,5 Kilometer langen Straßenbahnverbindung ab dem Damaschkeplatz entlang der Bundesstraße 71 („Magdeburger Ring“) bis zum Hermann-Bruse-Platz. Zusätzlich wird die bestehende Gleisanlage im Adelheidring ausgebaut und dort eine neue Haltestelle errichtet. Insgesamt
werden sieben neue barrierefreie Haltestellen im Zuge der Baumaßnahme errichtet.

Künftig wird es möglich sein, vom Hermann-Bruse-Platz bis zur Innenstadt zum Hauptbahnhof direkt, ohne Umweg und ohne Umstieg zu gelangen. Die Fahrzeit verkürzt sich auf weniger als die Hälfte im Vergleich zur heutigen Busverbindung mit Umstieg.

Das Planrecht wurde 2017 erteilt. Die Bauarbeiten haben 2018 begonnen.

Die Bauarbeiten für den gesamten Abschnitt bis zum Hermann-Bruse-Platz sollen bis Ende 2024 abgeschlossen werden.

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG unter www.mvbnetzausbau.de

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BA 5 - Hermann-Bruse-Platz bis Ebendorfer Chaussee

Bauabschnitt 5 - Hermann-Bruse-Platz bis Ebendorfer Chaussee

Stand: 2021

Der Bauabschnitt 5 schließt nördlich an den Bauabschnitt 4 am Hermann-Bruse-Platz an. Dieser neue zweigleisige Streckenabschnitt der Straßenbahn in Magdeburg umfasst eine Länge von circa 1,5 Kilometer und führt bis zur Ebendorfer Chaussee entlang des Burgstaller Wegs und des Milchwegs. Der Bauabschnitt 5 ist Bestandteil des Nord-Astes der neuen 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn in Magdeburg.

Mit dem neuen Streckenabschnitt erhalten EinwohnerInnen der Wohngebiete Birkenweiler und Neustädter Feld direkten und barrierefreien Zugang zur Straßenbahn. Dafür werden im Bauabschnitt 5 zwei neue barrierefreie Haltestellen (Kritzmannstraße und Ringfurther Weg) gebaut. So können ältere Fahrgäste, Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Kinderwagen durch einen stufenlosen Einstieg problemlos die neue Straßenbahnanbindung nutzen.

Nach Prüfung und Abwägung aller öffentlichen und privaten Belange und Einwände, die durch das Vorhaben berührt werden, hat die Planfeststellungsbehörde am 01.10.2020 für den Bauabschnitt 5 den Planfeststellungsbeschluss als Baurechterteilung vorgelegt.

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG unter www.mvbnetzausbau.de

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BA 6 - Ebendorfer Chaussee bis Kannenstieg

Bauabschnitt 6 - Ebendorfer Chaussee bis Kannenstieg

Stand: 2021

Der Bauabschnitt 6 ist der nördlichste Teil des Nord-Astes der 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn in Magdeburg. Dieser neue, ein Kilometer lange, Streckenabschnitt stellt die Verbindung zwischen der Ebendorfer Chaussee und Kannenstieg entlang der Johannes-R.-Becher-Straße her. Der Anschluss an den Bauabschnitt 5 wird durch ein neues Gleisviereck an der Kreuzung Ebendorfer Chaussee / Milchweg und an die bestehende Straßenbahnstrecke der Linie 1 hergestellt.

Vom neuen Streckenabschnitt können mindestens 5.000 AnwohnerInnen des großen Wohngebietes im Kannenstieg profitieren, welche somit einen direkten Zugang zur Straßenbahn erhalten. Es werden vier neue barrierefreie Haltestellen gebaut.

Im Kannenstieg wird künftig die Straßenbahn die derzeit noch dort verkehrende Buslinie 69 ersetzen. Damit werden die AnwohnerInnen aus dem Kannenstieg erstmals ohne Umstieg in die Innenstadt sowie weitere Stadtteile direkt, komfortabel und schneller gelangen.

Der Planfeststellungsbeschluss als Baurechterteilung für den Bau des Streckenabschnittes wurde im Oktober 2017 nach umfangreicher Abwägung aller öffentlichen und privaten Belange erteilt.

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG unter www.mvbnetzausbau.de

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BA 7 - Raiffeisenstraße und Warschauer Straße

Bauabschnitt 7 - Raiffeisenstraße und Warschauer Straße

Stand: 2021

Mit dem Bauabschnitt 7 wurde der östliche und letzte Abschnitt der neuen Süd-West-Querung der Straßenbahn in Magdeburg realisiert. Der Bauabschnitt 7 verbindet auf circa 1,1 Kilometern Länge die Bestandstrecken auf der Leipziger Straße und Schönebecker Straße entlang der Raiffeisenstraße und Warschauer Straße und stellt an der Leipziger Straße die Verbindung zum Bauabschnitt 2 her. Außerdem gehört auch der Ausbau der Bestandsstraßenbahnstrecke auf der Schönebecker Straße zwischen Benediktiner Straße und Budenbergstraße zum Bauabschnitt 7, welcher sich aktuell noch im Bau befindet.

Mit Fertigstellung des Bauabschnittes 7 sind direkte und umsteigefreie Verbindungen zwischen den Stadtteilen Buckau, Leipziger Straße, Sudenburg und Stadtfeld und Innenstadt geschaffen worden. Die Buslinien 52 und 54 sind zwischen Südring und Buckau (Porsestraße) durch die Straßenbahn ersetzt worden.

Vier neue barrierefreie Haltestellen wurden auf dem neuen Streckenabschnitt realisiert. Dabei wird auch der Umstieg zum Eisenbahnverkehr erleichtert, da direkt am S-Bahnhof Buckau eine Straßenbahnhaltestelle hergestellt wurde.

Die Straßenbahngleise werden in Mittellage auf besonderen Bahnkörper geführt. Zwischen den Gleisen wurde Rasen verlegt. Dadurch werden der Kraftfahrzeugverkehr und Straßenbahnverkehr voneinander getrennt geführt und Störungen oder Staus vermieden. Zügiges und sicheres Vorankommen der Fahrgäste in der Straßenbahn ist damit garantiert.

Nicht nur Fahrgäste der MVB profitieren vom neuen Streckenabschnitt der Straßenbahn: Im Zuge des Neubaus der Strecke wurden auch durchgängige Radwege in beide Richtungen in der Raiffeisenstraße, der Warschauer Straße und in der Schönebecker Straße zwischen Benediktiner Straße und Budenbergstraße hergestellt. Um normgerechte Breiten für alle Verkehrsarten, von Fußgängern, über RadfahrerInnen und den Fahrgästen der Straßenbahn, bis hin zum Kraftfahrzeugverkehr (inkl. Parkplätzen am Straßenrand) herstellen zu können, musste im Zuge der Realisierung des Bauabschnittes der Straßenraum insgesamt verbreitert werden.

Am 16. Dezember 2020 wurde der Straßenbahnbetrieb auf dem neuen Streckenabschnitt in der Raiffeisenstraße und der Warschauer Straße aufgenommen.

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG unter www.mvbnetzausbau.de

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Ausbau Gleisanlagen Ernst-Reuter-Allee

Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee – Ausbau der Gleisanlagen der Straßenbahn

Stand: 2021

Mit dem Bauvorhaben „Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee“ werden seit 2015 die Eisenbahnbrücken über der Ernst-Reuter-Allee und die Bahnsteiganlagen des Hauptbahnhofes erneuert und ein Tunnel entlang der Ernst-Reuter-Allee gebaut. Durch diesen Tunnel soll künftig der Kraftfahrzeugverkehr fließen. Über dem Tunnel werden die Straßenbahn sowie der Fuß- und Radverkehr geführt.

Im Zuge dieser Baumaßnahme wurden auch die Betriebsanlagen der Straßenbahn erneuert. Dazu gehören auch die Gleisdreiecke Ernst-Reuter-Allee / Otto-von-Guericke-Straße und Ernst-Reuter-Allee / Willy-Brandt-Platz.

Die Herstellung eines Gleisviereckes am Damaschkeplatz wird dem Bauabschnitt 4 der 2. Nord-Süd-Verbindung der Straßenbahn in Magdeburg zugeordnet.

Aufgrund weiterer Bauaktivität ist die neu geplante Haltestelle Hauptbahnhof Nord am Kölner Platz noch nicht in Betrieb. Zukünftig erreichen Fahrgäste, welche zwischen Straßenbahn und Eisenbahn umsteigen, ihren Anschlusszug auf kürzestem Weg über direkte Aufgänge zu den Bahnsteigen.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass das Gesamtvorhaben im Jahr 2022 fertiggestellt wird.

Weitere Informationen unter: Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee

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Ersatzneubau Gleichrichterunterwerk Ost

Ersatzneubau Gleichrichterunterwerk Ost

Stand: 2021

Mit dem Ersatzneubau des Gleichrichterunterwerks Ost werden nachhaltige Maßnahmen umgesetzt, um bei der Außerbetriebnahme des Betriebshofes Brückfeld die Bahnstrom- und Niederspannungsversorgung zu gewährleisten. Darüber hinaus wird mit dem Ersatzneubau die Voraussetzung für die geplante Spannungsumstellung der MVB auf 750 Volt geschaffen.

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