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Musiktheater

Facettenreich ist das Musiktheater des Theaters Magdeburg: von der Oper über die Operette bis zum Musical reicht das Spektrum. Breit gefächert ist auch das Repertoire: von der Barockoper – mit einem Schwerpunkt auf den Werken Georg Philipp Telemanns insbesondere während der Magdeburger Telemann-Tage – über die Klassik und Romantik bis zu zeitgenössischen Werken.
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Autor: NILZ BOEHME
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Das Musiktheater präsentiert häufig Uraufführungen oder Deutsche Erstaufführungen, so unter anderem Werke von Hans Werner Henze, Marc Neikrug, Harrison Birtwistle und Philip Glass, zuletzt „Grete Minde“ von Eugen Engel. In der Spielzeit 22/23 wird die Oper „Alice im Wunderland“ als deutschsprachige Erstaufführung in Magdeburg gezeigt.

Aber auch Ausgrabungen oder selten gespielte Opern bereichern immer wieder den Spielplan. Die Operette erhält mit Werken von Eduard Künnecke, Carl Millöcker, Johann Strauss, Franz Lehár bis zu Jacques Offenbach ihren Platz im Repertoire.

Das Theater Magdeburg hat sich seit einigen Jahren einen hervorragenden Ruf im Bereich des Musicals erworben. Ob im Opernhaus (zuletzt mit „Anatevka“ und „Fast normal“) oder seit 2008 beim DomplatzOpenAir (zuletzt mit „Rebecca“, 2023 gefolgt von „Catch Me If You Can“ nach dem Spielberg-Film).

Das Musical lockt mit höchstem Niveau ein großes Publikum aus Nah und Fern!

Vielzahl wichtiger Regisseure und Regisseurinnen

Neben Generalintendant Julien Chavaz und Schauspieldirektorin Clara Weyde inszenieren so wichtige Regisseure und Regisseurinnen wie Christian von Götz, Stephen Lawless, Aron Stiehl, Ulrich Schulz, Aniara Amos und Vera Nemirova, 2022 auch Felix Seiler, James Bonas und Dietrich Hilsdorf am Theater Magdeburg.

Hervorragende Stimmen und Musiker:innen

Bekannt ist das Theater Magdeburg für seine hervorragende Stimmen: Gäste für spezielle Rollen lassen genauso aufhorchen wie das 13-köpfige Ensemble des Musiktheaters auf der Bühne des Opernhauses, gelegentlich auch des Schauspielhauses. Im Orchestergraben ist – auch bei den Produktionen für die Magdeburger Telemann-Tage – die Magdeburgische Philharmonie zu hören.

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Die Magdeburgische Philharmonie

Die Magdeburgische Philharmonie ist das Opern- und Konzertorchester der Geburtsstadt Georg Philipp Telemanns. Die Geschichte des Orchesters begann offiziell 1897 mit der Übernahme des Magdeburger Theaterorchesters in städtische Dienste. Doch schon zuvor war der Klangkörper bestimmend für das traditionsreiche Musikleben der Elbestadt.
Magdeburgische Philharmonie_©_Nilz Boehme © www.nilzboehme.de
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Autor: www.nilzboehme.de
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Die Magdeburgische Philharmonie glänzte seitdem mit Uraufführungen wie zum Beispiel Wagners „Liebesverbot“, Lortzings „Undine“, d’Alberts „Tiefland“ (in der heute üblichen Fassung), Dinescus „Effi Briest“ und Engels „Grete Minde“.

Im Laufe seiner Geschichte hat das Orchester mit zahlreichen renommierten Dirigenten zusammengearbeitet, unter ihnen Richard Strauss, Hermann Abendroth, Bruno Walter und Hans Pfitzner. Bis heute nehmen die Wagner- und die Strauss-Pflege einen breiten Raum im Repertoire ein.

Generalmusikdirektoren wie Roland Wambeck, Mathias Husmann, Christian Ehwald, Gerd Schaller, Francesco Corti und Kimbo Ishii haben das künstlerische Profil des Orchesters in den letzten Jahrzehnten geprägt. Mit der Spielzeit 2019/2020 wurde mit Anna Skryleva erstmals eine Generalmusikdirektorin ans Theater Magdeburg engagiert.

Neben je rund 10 Musiktheaterpremieren, Wiederaufnahmen und diversen Gastspielen im In- und Ausland ist die Magdeburgische Philharmonie pro Spielzeit in 10 Sinfonie-, 6 Kammer- und einer Reihe von Sonderkonzerten in Magdeburg und dem Umland zu erleben.

Im Jahr 2022 ist die Magdeburgische Philharmonie seit 125 Jahren musikalische Botschafterin der Stadt Magdeburg. Diese erfolgreiche Arbeit wurde im Rahmen eines Festkonzerts gewürdigt und gefeiert.

Breites Spektrum an Aufnahmen

Das Orchester nahm in den letzten Jahren ein breites Spektrum von Werken auf. Zuletzt erschienen Einspielungen von Brahms’ 4. Sinfonie und Wagners „Liebesverbot“-Ouvertüre, von Hermann Goetz’ Klavierkonzerten mit dem Solisten Davide Cabassi bei Naxos, von Zdeněk Fibichs „Die Braut von Messina“ und Dvořáks Cellokonzert mit dem Solisten Adolfo Gutiérrez Arenas.

Innovativstes Orchester

Im Oktober 2019 gewann die Magdeburgische Philharmonie  für ihr von Komponistinnen geprägtes Konzertprogramm den Sonderpreis „Innovatives Orchester“ der Deutschen Orchesterstiftung.

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Ballett Magdeburg

1907 eröffnete das Opernhaus am Universitätsplatz als Centraltheater für Varieté und Operetten. Schon damals gehörte eine Tanzcompagnie zum festen Ensemble des Hauses. Über Jahrzehnte hinweg tanzte das Ballett vorrangig in den Produktionen des Musiktheaters. Nach der Wende entwickelte es sich zur eigenständigen Sparte des inzwischen fusionierten Theaters Magdeburg.

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© Nilz Böhme

Ballettdirektorin Irene Schneider (1991–2006) verhalf dem Ballett zu großer Beliebtheit und schuf mit ihrem Ensemble unvergessliche Ballettabende und zahlreiche Uraufführungen. Von 2006 bis 2022 prägte Gonzalo Galguera das Ballett Magdeburg und verhalf der Compagnie zu großen, auch international anerkannten Erfolgen. Seit der Spielzeit 2022/2023 ist Jörg Mannes Ballettdirektor und Choreograf des Balletts Theater Magdeburg. teil seines Teams sind Monica Caturegli als choreografische Assistentin und Olga Ilieva als Trainingsleiterin.

Das Ballett Theater Magdeburg vereint heute 22 Tänzer:innen aus 9 Nationen. In der Eröffnungspremiere „Verklärte Nacht / Mahler 4“ stellt das Ensemble seine stilistische Vielfalt und Virtuosität in den Mittelpunkt der Interpretation zweier Meisterwerke der spätromantischen Musik.

Ein Fokus der neuen Leitung ist die stilistische Weiterentwicklung und Positionierung des Ensembles in der heutigen Tanzlandschaft sowohl durch Eigenproduktionen als auch Gastchoreographen von Format. Mit Edward Clugs „Le Sacre du Printemps“ kommt eine tänzerisch und stilistisch bahnbrechende Interpretation dieses Klassikers der Ballettliteratur nach Magdeburg, die seit ihrer Uraufführung 2012 bereits von zahlreichen Compagnien weltweit einstudiert wurde. Clug ist einer der wichtigsten Choreografen unserer Zeit. Seine Choreografie wird im zweiten Ballettabend mit einer Neukreation des aufstrebenden Choreografen Philippe Kratz kombiniert.

In Jörg Mannes’ „Was ihr wollt“ schließlich werden die schauspielerischen und erzählerischen Fähigkeiten der Tänzer:innen herausgefordert. Die Tänzerpersönlichkeiten vermitteln tänzerisch das komplexe Geflecht aus Gefühlen und Irrtümern, das Shakespeares Komödie bestimmt.

Das Ballett Theater Magdeburg ist darüber hinaus an Produktionen des Musiktheaters und am DomplatzOpenAir beteiligt.

Mit verschiedenen Formaten wie „Nah dran“, einer Einladung in den Ballettsaal zu kommen und die entstehenden Produktionen intensiv zu erleben, und der Serie „Wir, das Ballett“, in der Hintergründe und Probenentwicklungen besprochen werden, wollen wir in den Dialog mit dem Publikum treten.

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Das Schauspielhaus als Sparte des Theaters Magdeburg

Das Schauspiel ging 2004 aus der Fusion des Theaters der Landeshauptstadt und der Freien Kammerspiele als neue Sparte des Theaters Magdeburg hervor. Die Freien Kammerspiele Magdeburg hatten ihren Sitz bereits zuvor im heutigen Schauspielhaus an der Otto-von-Guericke-Straße.

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Der damalige Intendant der Freien Kammerspiele, Tobias Wellemeyer, wurde im Zuge der Fusion Generalintendant und Schauspieldirektor des Theaters Magdeburg. Nach einer Renovierungsphase wurde es dann 2005 zum neuen Schauspielhaus mit Schauspielensemble. Seit der Spielzeit 2022/23 wird das Schauspiel am Theater Magdeburg vom Dreierteam Clemens Leander, Bastian Lomsché und Clara Weyde geleitet.

Modernes Repertoiretheater

Als modernes Repertoiretheater widmet sich die Schauspielsparte neben Klassikerinszenierungen auch der zeitgenössischen in- und ausländischen Dramatik sowie performativen Stückentwicklungen. Das Schauspielhaus öffnet sich der freien Szene und wirkt zudem mit vielen offenen Angeboten und Zusatzformaten direkt in die Stadt.

Der Spielplan vereint dabei ganz unterschiedliche Regiehandschriften und Ästhetiken. Aufführungen finden auf der großen Bühne (Kammer 1) mit Platz für 199 Zuschauer, im flexibel einrichtbaren kleinen Bühne (Kammer 2) mit Platz für bis zu 73 Zuschauer sowie im architektonisch reizvollen Kasino statt.

Das Schauspiel des Theaters Magdeburg versteht sich als Ensembletheater für die Stadt und richtet sich mit seinem Programm an alle Generationen. So gibt es auch zahlreiche Angebote im Bereich des „Jungen Theaters“ – wie dramatische Stücke für Kinder- und Jugendliche, experimentelle Stückentwicklungen sowie theaterpädagogische Klubs für Theaterbegeisterte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Bürger*innen-Ensemble

Für theaterbegeisterte Erwachsene verschiedener Generationen, die selber spielen wollen, hält das seit der Spielzeit 2014/15 bestehende Bürger*innen Ensemble Magdeburg eine Bühne zur Erarbeitung von eigenen Theaterproduktionen bereit. 

"Sidekicks"

Theater beginnt nicht zwangsläufig mit dem dritten Gong und endet nicht, wenn der Vorhang fällt. Zusammen mit dem Ensemble, den Künstler:innen vor Ort, Mitarbeiter:innen und Gästen verwandelt sich das Schauspielhaus auch abseits des Repertoirebetriebes in einen Raum der Kunst und Begegnung, des Dialogs und der Zerstreuung. Mit Show- und Kneipenformaten, Improvisationen, Diskursveranstaltungen, Salons, Musik, Lesungen, Gesprächen und Partys soll der Ort über die Grenzen des Bühnenraumes hinaus belebt werden.

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Junges Theater

Das Team "Vermittlung" freut sich, zahlreiche Stücke und Angebote für ein junges Publikum vorstellen zu können. Hierbei lässt sich das Musiktheater von stimmungsvollen Nachmittagen zum Krabbeln und Träumen für die Jüngsten, über Konzertformate mit der Magdeburgischen Philharmonie und deren Einbindung in Unterrichtseinheiten für Ältere bis hin zu pädagogisch begleiteten Musiktheaterproduktionen in seiner ganzen Bandbreite erleben und entdecken.

Die Magdeburgische Philharmonie kümmert sich um den Nachwuchs nicht nur in den beiden Kinderkonzerten, sondern auch in der Reihe „Klassik für…“ um eine anschauliche, altersgerechte Musikvermittlung für Zuhörer*innen ab 1 Jahr. Im Rahmen des Angebots „Musik-Machen: Instrumentenkunde live“ kommen die Musiker*innen gerne auch in Schulen und stellen dort ihre Instrumente vor. Lehrkräfte können diese und andere Module in ihre Unterrichtseinheit integrieren.

Vorbereitungs-Workshops

Zu diesen und weiteren Produktionen bieten bietet das Theater begleitende 90-minütige Vorbereitungs-Workshops an und in Verbindung mit einem Vorstellungsbesuch werden Schulklassen hinter die Kulissen unseres Opernhauses geführt.

Selbst aktiv mitwirken

Kinder und Jugendliche können im Theater Magdeburg auch selbst aktiv mitwirken: Im Teensclub (12-14 Jahre) und im Jugendclub (15-18 Jahre) entwickeln alle Spielwütigen ein eigenes Stück.

Für Menschen mit körperlich-geistiger Behinderung bietet das Junge Theater mit den „Pipers“ eine eigene Theatergruppe zum Mitgestalten an.


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