Klosterbergegarten
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Ein Aufsehen erregender Entwurf Peter Joseph Lennés war die Schaffung eines Volksgartens auf dem Gelände des ehemaligen Benediktinerklosters Berge. Die Realisierung seines Planes für den ersten Volkspark in Deutschland folgte in den Jahren 1825 bis 1829.

Gesellschaftshaus © Andreas Lander
Klosterbergegarten © MMKT
Klosterbergegarten © MMKT

Lenné verwirklichte mit der Gestaltung Ideale der Harmonie zwischen Mensch, Kunst und Natur; einbezogen wurden eine Vielfalt an Pflanzen, das Elbufer und die Stadtsilhouette. Das von Karl Friedrich Schinkel entworfene Gesellschaftshaus war zentraler Mittelpunkt. 

Das ursprünglich 30 Hektar große Parkgelände ist durch Inanspruchnahme von Industrie- und Verkehrseinrichtungen auf nur noch 10 Hektar verkleinert worden. Ab 1880 gab es dann umfangreiche Änderungen der Parkgestaltung und Umbauten am Gesellschaftshaus. 

Seit 1896 finden sich am Rand des Klosterbergegartens die Gruson-Gewächshäuser. Der 1821 in Magdeburg geborene Maschinen­bauunternehmer Hermann Gruson trug von den 1860er Jahren bis zu sei­nem Tode 1895 eine sehr umfangreiche Sammlung exotischer Pflan­zen zusammen. Seinem Wunsch entsprechend ging die Pflan­zensammlung zusammen mit einem Geldbetrag zur Errichtung der Ge­wächshäuser in das Eigentum der Stadt Mag­deburg über. Seitdem wurde die Anlage mehr­fach erweitert, umgebaut und renoviert.

Erst im Jahre 1921 erfolgte die Umbenennung des Parks in „Klosterbergegarten“. Ein Jahr später wurde der Schinkel-Saal des Gesellschaftshauses durch den Maler Wilhelm Höpfner neu ausgestaltet und 1924 konnte die Treppenanlage vom Inselteich des Klosterbergegartens zum neugeschaffenen Südbrückenzug der Friedrich-Ebert-Brücke, die heutige Sternbrücke, errichtet werden.

Der Volkspark stand seit den 70er Jahren unter Denkmalschutz; zum 200. Geburtstag von Peter Joseph Lenné (1989) erfolgte die Aufstellung der von Heinrich Apel geschaffenen Lenné-Büste. Heute ist der Park durch gärtnerische liebevolle Pflege wieder ein Kleinod in der Stadt. Das Gesellschaftshaus, das seit 2005 nach Rekonstruktionsarbeiten wieder im vollen Glanz erscheint, ist Sitz des Telemann-Zentrums. Im wunderschönen Schinkelsaal finden Konzerte und Liederabende statt.

Spazieren Sie virtuell durch den Klosterbergegarten

Das Projekt „Gartenträume 360 Grad“ wurde durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert. Panoramen von fast 50 Parks finden Sie unter: www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de/360Grad.