Otto von Guericke
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Otto von Guericke

Naturforscher, Techniker, Kommunalpolitiker und Diplomat * 20. November 1602 in Magdeburg † 11. Mai 1686 in Hamburg
Der große Sohn der Stadt ist als Diplomat und Wissenschaftler (Universalgenie) in die Geschichte eingegangen. Otto von Guericke stellte sein Leben in die Dienste seiner Vaterstadt Magdeburg und in die Naturwissenschaft. Er war ein begnadeter politisch wirkender Mensch, aber auch mit Leib und Seele Ingenieur und Physiker. Er entstammt einer alteingesessenen wohlhabenden Magdeburger Patrizierfamilie; der Adelstitel wurde ihm 1666 zuerkannt.Otto von Guericke studierte an verschiedenen Universitäten zunächst Jura, seine Ausbildung ergänzte er ab 1623 durch naturwissenschaftliche Studien in Leiden.Im Jahre 1630 wurde er Bauherr in seiner Vaterstadt und erlebte den Untergang Magdeburgs im 30jährigen Krieg. Nach der Erstürmung durch kaiserliche Truppen unter Führung Tillys versank die altehrwürdige mittelalterliche Stadt in Schutt und Asche. Die Tragödie hatte auch Folgen für die Familie; Otto von Guericke gelang die Rettung, sein Sohn stirbt in den Kriegswirren.

Otto von Guericke als Politiker...

Als Ingenieur im Offiziersrang trat er zunächst in schwedische, ab 1636 in kursächsische Dienste. Nachdem Fürst Ludwig von Anhalt durch den schwedischen König zum Statthalter über das Stift Magdeburg eingesetzt wurde, erteilte dieser Otto von Guericke den Auftrag zur Neuordnung und zum Neuaufbau der geschundenen Stadt. Ab 1646 bestimmt er als Bürgermeister die Geschicke Magdeburgs grundlegend mit. Verbürgt ist seine Teilnahme als außenpolitischer Repräsentant an Friedensverhandlungen in Osnabrück, Nürnberg, Wien, Prag und am Regensburger Reichstag. Sein Kampf, der Stadt Magdeburg die Privilegien der Reichsfreiheit zu erhalten, scheitert. Otto von Guericke zieht sich allmählich aus der Politik zurück. Aus eigenem Erleben schreibt er eine Geschichte der Belagerung und Zerstörung Magdeburgs.

...und als Wissenschaftler

Weltruhm erlangte er durch seine naturwissenschaftlichen Experimente. Er zählt zu den Pionieren in der Erforschung des Luftdrucks. Es glückte ihm der experimentelle Nachweis, dass ein Vakuum künstlich herstellbar ist. Er erfand die Vakuumluftpumpe und das Barometer. Die Wirkung des Luftdrucks stellte er im Jahre 1654, wiederholt 1663 am Berliner Hof, eindrucksvoll durch den Magdeburger Halbkugelversuch unter Beweis. Seine Erkenntnisse fasste er 1672 im Werk „Experimenta nova, ut vocantur, magdeburgica de vacuo spatio“ zusammen.

Otto von Guericke ist auch Wegbereiter der Meteorologie. So gelang es ihm 1660 durch systematische Beobachtung von Luftdruckveränderungen Unwetter vorherzusagen. Ein weiteres Arbeitsgebiet war die Reibungselektrizität; er entwickelte die erste Elektrisiermaschine. Er gilt als Vater der Elektrostatik.

Gedenken an Otto-von-Guericke

Seit 1907 erinnert ein Denkmal von Carl Echtermeier am Rathaus an den berühmten Bürgermeister und Naturwissenschaftler. Die Universität von Magdeburg trägt seinen Namen und ihm zu Ehren ist seine Büste in der Walhalla aufgestellt. Viele Bereiche des öffentlichen Lebens sind eng mit von Guericke verbunden. So pflegt die Otto-von-Guericke-Gesellschaft sein Erbe; im Otto-von-Guericke-Museum in der Lukasklause sind seine Experimente originalgetreu nachzuvollziehen.

Lukasklause mit Otto-von-Guericke-Museum

Lukasklause mit Otto-von-Guericke-Museum

Die Lukasklause wunderschön direkt an der Elbe und im Umfeld kann man noch heute den am besten erhaltene Abschnitt der Stadtmauer bewundern.

Lukasklause ©LichtMomenteGunnarGunnarsson
Lukasklause mit Otto-von-Guericke-Museum © MMKT
Lukasklause mit Otto-von-Guericke-Museum ©MMKT
Lukasklause mit Otto-von-Guericke-Museum © MMKT

Geschichtlicher Hintergrund

Die erste urkundliche Erwähnung des Welschen Turmes, eines Teiles der heutigen Lukasklause, erfolgte 1279 in der Schöppenchronik. Der Turm war Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. In der Nähe des Turms drangen 1631 die kaiserlichen Truppen unter Tilly in die Stadt ein, verwüsteten sie völlig und das Werk teilweise. Als Ingenieur in schwedischen Diensten leitete Otto von Guericke ab 1632 den Wiederaufbau der Festungsanlagen und Elbbrücken sowie des Turmes, nunmehr Bastion.

Auch heute noch ist der Turm beeindruckend in seinen Ausmaßen: Die Gesamthöhe beträgt 21,70 Meter und der Durchmesser 11,42 Meter. Im Erdgeschoss ist das Mauerwerk 1,42 Meter stark.

 

Namensgebung Lukasklause

Im Jahre 1900 erwarb der Künstlerverein St. Lukas e.V. zu Magdeburg den Turm, baute ihn aus und versah ihn mit einem Anbau. Das Gebäude wurde nach dem Schutzpatron der Kunstmaler St. Lukas benannt und heißt seit 1904 Lukasklause.

 

Das Otto-von-Guericke-Museum

Seit 29. Juni 1995 befindet sich in der Lukasklause das Otto-von-Guericke-Museum und informiert mit einer ständigen Ausstellung über Leben und Werk von Otto von Guerickes (1602 – 1686), dem berühmten Naturforscher und Bürgermeister. Unter der Leitung der Otto-von-Guericke-Gesellschaft e. V.. wird Guerickes Lebensweg anhand von historischen Gerätenachbauten, Bildern und Dokumenten sowie durch die Vorführung von Experimenten veranschaulicht.

 

Gute Lage und Erreichbarkeit

Die Lukasklause liegt direkt am Elberadweg. Anlässlich des 3. Elberadeltages in Magdeburg wurde am 8. Mai 2005 an der Lukasklause ein Info- und Rastpunkt für Radler eröffnet. - Radstopp beim Erfinder der Luftpumpe Otto von Guericke. - Dort kann man seitdem sein Fahrrad auch in Fahrradboxen eingeschlossen abstellen.

Außerdem ist an der Lukasklause am nahen Elbufer eine Anlegestelle für Sportboote geschaffen worden, so dass sich auch Wassersportfreunde bequem einen Aufenthalt in der Lukasklause gönnen können.

Aber auch als Veranstaltungs-, Ausstellungs- und Tagungsort wird die Klause gern mit seiner zentralen Stadtlage genutzt.

Weitere Informationen:

Veranstaltungen

Ständige Ausstellungen:

 

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