Etappe 4: Eilsleben - Magdeburg
Hilfsnavigation

76,6 km - Eilsleben

-

81,2 km

Das imposante, ursprünglich als Gutshaus 1899 erbaute und später als Gewerkschaftsschule, Krankenhaus und Pflegeheim genutzte Herrenhaus Ovelgünne ist heute wieder ein Wohnhaus in Privatbesitz.

Zwischen Ovelgünne und Magdeburg fahren Sie durch die fruchtbare Landschaft der Magdeburger Börde – hier im westlichen Teil als Hohe Börde bezeichnet. Der Blick hat Weite: Gelb, grün und braun breitet sich die sanft hügelige Landschaft vor Ihnen aus. Große Felder bestimmen das Bild. Die waldarme Landschaft besteht größtenteils aus unverfestigtem Moränenmaterial der Saaleeiszeit. Die ertragreichsten Böden Deutschlands ermöglichen bis heute eine intensive landwirtschaftliche Nutzung der Region.

82,5 km

Kurz hinter Ovelgünne passieren Sie – nur erkennbar an einem kleinen Auf und Ab – eine der großen Wasserscheiden Mitteleuropas: die Grenze zwischen dem Flusssystem der Weser und dem Einzugsgebiet der Elbe. Alle Grund- und Oberflächenwasser der westlich gelegenen Regionen entwässern – zunächst über die Aller und nach deren Mündung – in die Weser. Alle östlich gelegenen Flächen fließen in die Elbe ab.

89,1 km

Inmitten des Dorfes Drackenstedt auf dem zentralen Dorfplatz lädt die Kirche St. Nicolai zu einem Besuch. Ihre ältesten Bauteile stammen aus der Zeit der Spätromanik – dem 12. Jahrhundert. Das heutige Kirchenschiff entstand 1750 aus Bruchsteinen. Das zurückhaltend ausgestaltete Kircheninnere wird von einer Holztonnendecke überspannt.

93,6 km

Die St. Petri-Kirche ist Mittelpunkt des Dorfes Ochtmersleben. Die bereits 1418 urkundlich erwähnte Kirche wurde zunächst im romanischen Stil erbaut, erhielt allerdings nachträglich ein barockes Gewölbe.

96,8 km

Der Turm der St. Christophorus-Kirche in Wellen wurde schon im 13. Jahrhundert als Schutz- und Festungsturm gebaut. Nach umfangreichen Sanierungen in den vergangenen Jahren erstrahlt er heute in neuem Glanz. Erst im Jahre 1548 wurde die steinerne Kirche an den Turm angebaut und dem Heiligen Christophorus geweiht.

101,1 km

Nahezu alle Bestandteile des Holunderbusches fanden früher Eingang in die Bördeküche und in Urgroßmutters Hausapotheke. Diese Tradition und ihre Hintergründe sind Thema des Holunderradwegenetzes, das auf 100 Kilometern Radfahrer durch die Bördelandschaft führt. Von Ochtmersleben bis Magdeburg folgt der Wegeverlauf dem Städtepartnerschaftsradweg. Herzstück ist das Holunderkontor in Niederndodeleben. In einer 200 Jahren Bauernscheune informiert das weltweit erste Dokumentationszentrum über die Küche, die Kultur und die Geschichte des Holunders.

Der Große Wartberg ist mit 145,7 m die höchste Erhebung der Hohen Börde im Umland von Magdeburg. Von der Bismarckwarte genießen Sie einen herrlichen Rundblick über die weite Hügellandschaft der Hohen Börde.

105,2 km

Die sanften Schwünge der Hohen Börde hinabgleitend in das Tal des Bächleins Schrote wird die Stadtgrenze von Magdeburg erreicht. Von den Feldern der letzten Anhöhe ergibt sich ein weiter Blick auf das Panorama der Landeshauptstadt mit den jeweils rund 100 Meter hohen Doppeltürmen des Domes zu Magdeburg St. Mauritius und Katharina, einer der ersten Kirchbauten des neuen Baustils der Gotik nach französischem Vorbild sowie die am frühesten fertiggestellte Kathedrale der Gotik auf deutschem Boden. Das noch sehr ländlich geprägte Diesdorf, einst ein stolzer Ort mit noch immer prächtigen Anwesen der „Zuckerbarone“, wird entlang der Schrote gequert, um sich der Innenstadt zu nähern. Hier zweigt der Börde-Radweg in Richtung Oschersleben nach Südwesten ab.

107,4 km

Ein Abstecher in die Hermann-Beims-Siedlung, eines bedeutenden Flächendenkmals des Neuen Bauwillens der 20er Jahre mit seinen bemerkenswerten Wohnbauten, seinen kleinen Plätzen und Grünzügen sowie dem markanten Beimsplatz mit der wieder aufgebauten Beimsbank ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Licht, Luft, Sonne und damit bessere Wohnverhältnisse, darum ging es bei allen Siedlungen der „Magdeburger Moderne“. Das Ziel war ein sozialer Wohnungsbau, der größeren Teilen der Bevölkerung gesunde Wohnungen zu günstigen Preisen zur Verfügung stellen sollte.

108,3 km

Der Schrote weiter folgend taucht der Weg in den ebenfalls sehenswerten Stadtteil „Stadtfeld Ost“ ein. Dieser großflächige, gründerzeitlich geprägte Teil von Magdeburg weist viele noch sehr gut erhaltene Wohngebäude auf. Der Grünzug entlang der Schrote wurde als stadtteilgliedernder Park mit im Jugendstil errichteten Brücken angelegt. Nunmehr alte und große Bäume sowie malerische Sitzgelegenheiten geben diesem parkähnlichen Grünzug seinen besonderen Charakter. Am Ende des Stadtteils wird der Damaschkeplatz – das Tor zur Innenstadt – mit dem Hauptbahnhof und dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) erreicht. Entlang der Magistrale Ernst-Reuter-Allee mit ihren beeindruckenden Bauten geht es weiter in Richtung Altes Rathaus

111,9 km - Magdeburger Altstadt

Magdeburg liegt an der sachsen-anhaltischen Straße der Romanik, die zu den bedeutendsten romanischen Baudenkmälern der Region führt. Neben dem Dom und dem Kloster Unser Lieben Frauen finden sich in Magdeburg mehrere weitere Zeugnisse der romanischen Baukunst: die St. Sebastian-Kirche, die Wallonerkirche und die St. Petri-Kirche.

Die Johanniskirche – älteste Kaufmannskirche – ist mit ihrem Erscheinungsbild prägend für das Stadtbild. Das 1945 stark beschädigte Bauwerk wurde in den 1990er Jahren wieder aufgebaut. Hier hielt Martin Luther 1524 die für den Anschluss Magdeburgs an die Reformation entscheidende Predigt. Vom Südturm in 52 Meter Höhe erschließt sich ein wunderschöner Rundblick über die Stadt. Heute ist das restaurierte Gebäude ein bedeutender Veranstaltungs- und Tagungsort.

Die malerische Stadtsilhouette Magdeburgs lässt sich am besten vom Elbufer aus genießen. Auf fast vier Kilometern flanieren Sie hier entlang der Elbuferpromenade am westlichen Ufer. Zahllose Parks und Grünanlagen machen die Stadt zu einer der grünsten Deutschlands. Der Stadtpark Rotehorn ist mit seinen Grünflächen und einem sehenswerten Gebäudeensemble der 20er Jahre aus Stadthalle, Aussichtsturm und Pferdetor beliebtes Ausflugsziel.

Rotehorn, aber auch der Landschaftspark Herrenkrug, der von Peter Joseph Lenné angelegte Klosterberge-Garten mit den Gruson-Gewächshäusern sowie das grüne Idyll des Elbauenparks mit Wasserspielen, Jahrtausendturm und tropischem Schmetterlingshaus sind Teil des Projektes „Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt“.

Am Petriförder starten Ausflugsfahrten unter anderem zum Wasserstraßenkreuz mit der längsten Trogbrücke der Welt. Hier wird der Mittellandkanal über die Elbe geführt. Nicht nur für Technikfreunde ist das Schiffshebewerk mit dem sehenswerten Tauchschwimmkörper etwas ganz Besonderes