Etappe 1: Braunschweig - Königslutter
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0 km - Braunschweig

Ihren Beinamen „Löwenstadt“ verdankt Braunschweig dem Welfen Heinrich dem Löwen, der Braunschweig im 12. Jahrhundert als Residenz wählte – was die Stadt mit einer Unterbrechung bis ins 20. Jahrhundert blieb. Das Erbe der Herrscherfamilie ist noch heute sichtbar: unter anderem auf dem Burgplatz, am ursprünglich 1841 fertiggestellten und 2006 wiedererrichteten Residenzschloss mit dem Schlossmuseum sowie in der Sammlung des Herzog Anton Ulrich-Museums, einem der Top-Kunstmuseen Deutschlands, dessen Anfänge auf das Jahr 1754 zurückgehen.

Charakteristisch für das Stadtbild Braunschweigs ist die Okerumflut mit ihren Wallanlagen. Vom Mittelalter an war der Fluss Oker, der rund um die wie eine Insel gelegene Innenstadt fließt, ein wichtiger Teil der Stadtbefestigung. Jeder, der in die Stadt wollte, musste den Fluss überqueren – so auch viele weitgereiste Händler. Denn Braunschweig war wichtiges Mitglied in der Hanse, was der Stadt zu großem Reichtum und den Bürgern zu zahlreichen Rechten verhalf.

Heinrich der Löwe veranlasste 1173 den Bau des Doms St. Baseilii und wurde dort 1195 neben seiner Gemahlin Mathilde bestattet. Auch die Grabstätte seines Sohnes, Kaiser Ottos IV., befindet sich im Dom. Die Krypta dient als Ruhestätte welfischer Fürsten. Hochbedeutend ist die historische Ausstattung: Imervardkreuz, siebenarmiger Leuchter, Marienaltar, Grabmal Heinrichs und Mathildes sowie kunstvolle Wandmalereien.

2,5 km

Bei der Ausfahrt aus Braunschweig fahren Sie durch das gründerzeitliche Östliche Ringgebiet, eine der beliebesten Wohngegenden Braunschweigs, und vorbei am Prinzenpark – Abstecher sind in jedem Fall lohnend!

5,4 km

Im Jahr 1145 wurde in Riddagshausen von Zisterziensermönchen ein Kloster gegründet, das unter dem Schutz Herzog Heinrichs des Löwen und Kaiser Ottos IV. schnell wuchs und gedieh. Heute verdanken wir dem Wirken der Mönche eine Teichlandschaft, die zum ersten Naturschutzgebiet Deutschlands erklärt wurde und inzwischen den Rang eines Europareservates hat.

Die 1275 geweihte Klosterkirche ist neben dem Dom zu Magdeburg der erste gotische Bau auf deutschem Boden und erhebt sich in einzigartiger Weise inmitten der Teichlandschaft. Das Torhaus beherbergt das Zisterziensermuseum, das die Baugeschichte der Klosterkirche sowie die Geschichte und Lebensweise der Zisterziensermönche dokumentiert.

9,9 km

Die katholische Kirche St. Bonifatius zu Weddel wurde im Jahr 1991 eingeweiht. Die Architektur des Kirchengebäudes greift ein Element der christlichen Symbolik auf – den Fisch. Der Weg zum Kircheneingang führt über einen kleinen Wasserlauf. Dieser mündet in einen neben der Kirche befindlichen Teich. Auch im Inneren der Kirche erinnert manches Detail an einen Fisch. Als Baustoff zeigt sich, außen wie innen, überwiegend Holz, in Teilbereichen auch unverputztes Mauerwerk. Zur Ausstattung gehören 15 Kreuzwegstationen, eine Statue der hl. Maria und eine Orgel sowie eine Statue der hl. Therese von Lisieux, die sich zuvor in der profanierten Cremlinger Kirche befand.

11,7 km

Lohnend ist ein Abstecher zu dem etwas abseits der Route gelegenen vier Kilometer entfernten Tierpark Essehof. Ein Café sorgt für das leibliche Wohl der Besucher.

Ein Gewässerlehrpfad mit fünf Teichen informiert über das Leben in und am Wasser. Attraktion ist eine 30 Meter lange Eichenbrücke und eine Unterwasserstation, die einen Einblick drei Meter unter die Teichoberfläche ermöglicht.

Im Tierpark leben einheimische Wildtiere wie Luchse, Uhus und Damwild sowie einige Haustierrassen in zum Teil begehbaren Gehegen. Aber auch Freunde exotischerer Tierarten kommen auf ihre Kosten. Die Afrika-Anlage beherbergt Strauße, Zebras sowie Watussi-Rinder und im begehbaren Australiengehege sind Emus und Kängurus zu beobachten. Im Südamerikateil werden Nandus, Alpakas und Große Maras gezeigt.

14,3 km

Eine Gedenkstätte etwa drei Kilometer nördlich des Weges erinnert an die Schrecken der Geschichte. Von Mai 1944 bis April 1945 mussten im KZ Schandelah-Wohld über 800 Gefangene unter unmenschlichen Bedingungen Ölschiefer abbauen. Aufgrund extrem schlechter Arbeitsbedingungen, Unterernährung, Misshandlungen und Erschießungen durch das Wachpersonal starben zirka 200 Häftlinge, die heute auf dem Scheppauer Friedhof beerdigt sind. Ein Gedenkstein erinnert an diese Geschichte.

18,5 km

Abbenrode liegt an der Niedersächsischen Mühlenstraße und ist Standort einer 1880 – aus Einzelteilen von verschiedenen älteren Windmühlen aus der Magdeburger Börde – errichteten sehenswerten Windmühle. Sie zählt zu den schönsten Bockwindmühlen Niedersachsens. Bockwindmühlen sind der älteste Windmühlentyp Europas. Früheste Erwähnungen stammen vom Beginn des 12. Jahrhunderts. Das gesamte Mühlenhaus ruht auf einem einzelnen dicken Holzpfahl, der in einem Stützgestell befestigt ist. Auf diesem Bock kann die Mühle in den Wind gedreht werden. Lohnenswert ist auch ein Besuch im kleinen privaten Museum mit landwirtschaftlichen Geräten im ehemaligen Müllerhaus neben der Mühle.

Eine Rundfahrt durch den Kern des Dorfes lohnt sich. Schon vielfach als „Schönstes Dorf“ gekürt, besticht der Ort unter anderem durch seine denkmalgeschützten Hofanlagen. Besonders beeindruckend sind die Dreiseithöfe links und rechts des Rodeweges.

19,6 km

Das Waldgebiet rund um den Roten Berg ist als schutzwürdiges NATURA 2000 Gebiet ausgewiesen. Im artenreichen Eichen-Hainbuchenwald, der in quelligen feuchten Zonen in Eschenwald übergeht, hat sich eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt entwickelt.

28,8 km - Königslutter

Die ehemalige Benediktiner-Abteikirche St. Peter und Paul, Kaiserdom genannt, prägt mit ihren drei spitz aufragenden Türmen die Landschaft am Nordrand des Höhenzug Elm. Der Kaiserdom zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Romanik in Deutschland. Er gilt als sächsisches Gegenstück zum salischen Dom in Speyer und ist wegweisend für die Entwicklung der romanischen Architektur und Baukultur der Region.

Ein Gang durch das Museum Mechanischer Musikinstrumente informiert auf 700 Quadratmetern Ausstellungsfläche über 250 Jahre mechanische Musikinstrumente. Die umfangreiche Sammlung ist von internationalem Rang. Bei einer Führung werden einige der Instrumente angeworfen und versetzen den Besucher in vergangene Zeiten. Im selben Gebäude befindet sich eine Ausstellung über die Hintergründe zur Baugeschichte des Kaiserdoms aus der Sicht der Steinmetzkunst. Anhand von originalen Werkstücken und Abbildungen werden die Arbeitstechniken anschaulich dargestellt.

Im Ausstellungsbereich des Geopark-Informationszentrums wird auf vier Stockwerken anhand von Gesteinen und Fossilien die Natur-, Landschafts- und Erdgeschichte des Braunschweiger Landes veranschaulicht. Die Otto-Klages-Sammlung zeigt eine der schönsten geologischen Privatsammlungen Deutschlands. Gleichzeitig ist das Informationszentrum das Portal zum UNESCO Geopark Harz · Braunschweiger Land · Ostfalen.