Festungsanlagen Magdeburg
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Festungsanlagen Magdeburg

Auf einer Gesamtstrecke von 15 Kilometern führt die Route durch Magdeburgs Festungsgeschichte. Entlang altertümlicher Festungsmauern, Kasematten und Kasernen tauchen Sie in die Vergangenheit ein. Magdeburg galt einst als stärkste Festung Preußens. Bereits im Mittelalter wurden hier beeindruckende Schutzmauern errichtet. Längs der Mauern eröffnen sich Aussichten auf historische Parkanlagen. Folgen Sie Magdeburgs „grünem Ring“ und damit der historischen Stadtbefestigung.
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Start:
Sternbrücke

Ziel:
Sternbrücke

Gesamstrecke:
ca. 15 km

Reine Fahrzeit:
ca. 1 Stunden

Reine Gehzeit:
ca. 4 Stunden

Information:
eine barrierefreie Route ist ausgewiesen

Wegbeschaffenheit:
gut ausgebaute Strecken, meis Teil asphaltiert, eben

GPS-Daten:
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Die Route im Faltblatt als PDF

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Route 10
PDF, 2,6 MB »

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Routenbeschreibung

Start des geschichtsträchtigen Rundwegs ist an der Sternbrücke. Werfen Sie auf westlicher Seite einen Blick auf das Kavalier I „Scharnhorst“. Die zweigeschossige kasemattierte Kaserne wurde 1872 bis 1873 erbaut und sollte zur Stärkung der Sternschanze sowie zur Deckung der Hubbrücke dienen. Heute sind zwischen den historischen Mauern moderne Wohnungen entstanden.

Durch den Klosterbergegarten geht es hinab auf den Elberadweg. Es handelt sich um den ersten Volksgarten Deutschland. Hier lohnt ein Abstecher zum klassizistischen Gesellschaftshaus sowie den 1895 errichteten Gruson-Gewächshäusern. Weiter in Richtung Buckau erreichen Sie den Fähranleger für die Überfahrt in den Stadtpark Rotehorn. Auf der Südspitze der Elbinsel liegt das Fort XII. Aufgrund der noch vorhandenen Wallstruktur bleibt der Aufbau und die Funktion dieses sechseckigen Forts für die Verteidigung Magdeburgs erlebbar. Erhalten sind die gedeckten Wege, der Graben sowie unterirdische Festungsgänge. 

Von hier aus führt der Weg auf dem Elberadweg zum Heinrich-Heine-Platz. Bereits von weitem sind der Albinmüller-Aussichtsturm, das benachbarte Pferdetor und die große Stadthalle zu erkennen. Das Ensemble ist Teil des einst errichten Ausstellungsgeländes für die Deutsche Theaterausstellung 1927. Anschließend passieren Sie die Hubbrücke. Die Eisenbahnbrücke wurde 1846 errichtet und zählt damit zu den ältesten Deutschlands. Heute verkehren hier nur noch Fußgänger und Radfahrer.

Entlang des Elbufers erreichen Sie ein freistehendes Backsteingebäude. Hierbei handelt es sich um ein ehemaliges Offizierswohnhaus. Es stellt den letzten oberirdischen Rest des Zitadellengeländes von 1683 dar. Überqueren Sie jetzt auf der Strombrücke die Elbe und genießen Sie den Ausblick auf Magdeburgs Altstadtsilhouette. Zurück am Elbufer sind Sie wieder auf dem Elberadweg unterwegs und begegnen erhaltenen Teilen der Stadtmauer.

Als nächstes erreichen Sie die Bastion Preußen mit Lukasklause. Der Wehrturm stammt bereits aus dem 13. Jahrhundert. Beim Sturm auf die Stadt im Jahr 1631 stand das gesamte Gelände im Brennpunkt des Geschehens. Später wurde es in die neuen Festungswerke einbezogen. Heute hat hier die Otto-von-Guericke-Gesellschaft ein anschauliches Museum eingerichtet. Besucher können anhand von Experimenten die Forschungserfolge des Magdeburger Naturwissenschaftlers Otto von Guericke erfahren.

Durch das teilweise erhaltene Magdeburg-Wittenberger Eisenbahntor geht die Fahrt weiter in Richtung Kaserne Mark. Mitte des 19. Jahrhunderts waren hier bis zu 800 Soldaten untergebracht. Nach einer umfangreichen Sanierung finden in den historischen Gemäuern heute Kulturveranstaltungen statt.

Die Route führt weiter zum Nordpark. Im Jahr 1827 wurde der einstige Nordfriedhof als erster kommunaler Begräbnisplatz außerhalb der Stadtbefestigung angelegt. Von dort aus führt Ihr Weg vorbei am Haydenplatz mit dem Hasselbachbrunnen zum Kaiser-Otto-Ring, den Resten der äußeren Wallstraße. Als Bestandteil der äußeren Stadtumwallung befand sich hier die Bastion Braunschweig. Sie hatte die Aufgabe, das nordwestliche Stadttor zu schützen.

Vorbei am Geschwister-Scholl-Park mit dem nachgebildeten Denkmal der Königin Luise aus dem Jahr 1901 erreichen Sie über die Walther-Rathenau-Straße den Damaschkeplatz. In unmittelbarer Nähe von Magdeburgs Hauptbahnhof sind noch kleine Reste der Kernfestung Nordwest, dem Ravelin III, sichtbar.

Durch die Glacis-Anlagen gelangen Sie zur gut erhaltenen Kernfestung West mit ihren Festungsanlagen.  Die Glacis-Parkanlage ist ein wichtiger Bestandteil des grünen Gürtels, welchen Peter Joseph Lenné um Magdeburgs Innenstadt ziehen ließ. Der General-Gartendirektor der königlich-preußischen Gärten hat mit seinen Planungen außergewöhnliche Erholungsgebiete geschaffen, die bis heute Magdeburg zu einer der grünsten Städte Deutschlands machen.

Das dreieckige Festungswerk des Ravelin II inmitten des Parks wurde in den vergangenen Jahren liebevoll in Stand gesetzt und kann heute besichtigt werden. Neben erlebnisreichen Führungen in den Kasematten finden hier regelmäßig Veranstaltungen statt. Erbaut wurden die Anlagen zwischen 1872 und 1874. Sie gehörten zur Westfront der Festung. Von der Maybachstraße aus lässt sich die Festungsbauweise gut nachvollziehen.

Bevor Sie gleich die Hallische Straße erreichen, können Sie einen Blick auf die Reste des neuen Sudenburger Tores sowie der Ringmauer werfen. Diese bilden die Reste der Kernfestung Südwest. Vor dem Hauptwall der Festungen West und Südwest verläuft der Entwässerungsgraben der Festungsanlagen, die Künette, welche sich bis in die Carl-Miller-Straße erstreckt.

Die Route führt jetzt in Richtung Hegelstraße. Zurück auf dem Elberadweg halten Sie Kurs auf Magdeburgs Wahrzeichen, den gotischen Dom. In unmittelbarer Nähe laden die Überreste des Alten Sudenburger Tores sowie das wieder aufgebaute Sterntor zu einem Besuch ein.

Über die Wallanlage des Fürstenwalls und den Möllenvogteigarten, einer der ersten öffentlichen Grünanlagen Deutschlands sowie der ältesten Gartenanlage der Stadt, führt der Weg zu den ausgegrabenen Teilen der Bastion Cleve. Besteigen Sie hier einen Teil des mittelalterlichen Wehrturms „Cleve“. Entlang der Elbuferpromenade kehren Sie von hier zurück zum Ausgangspunkt unseres Rundkurses, der Sternbrücke.

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Festungsanlagen in Magdeburg

Festungsanlagen in Magdeburg

Nach dem Ende des 30jährigen Krieges, in dem Magdeburg 1631 fast komplett zerstört wurde, wurde die Ottostadt als stärkste preußische Festungsstadt wiederaufgebaut. Auch heute können noch an vielen Orten in der Ottostadt Spuren der Festungswerke gefunden werden.

Bereits für das 13. Jahrhundert können in Magdeburg Festungsanlagen belegt werden. So konnte die Stadt 1550/51 einer längeren Belagerung durch kaiserliche Truppen standhalten.

Der Ausbau zur Festungsstadt begann aber erst nach der Zerstörung im 30jährigen Krieg. 1666 ging Magdeburg in die Herrschaft Brandenburg-Preußens über. Unter der Leitung des Magdeburger Gouverneurs Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau („Der alte Dessauer“) und den Baumeistern Hans Martin von Bosse und Gerhard Cornelius von Walrave wurde Magdeburg bis 1740 zur stärksten Festung Preußens ausgebaut.

Dennoch ergab sich die Ottostadt 1806 fast kampflos den napoleonischen Truppen. Während der acht Jahre der französischen Besetzung wurde Magdeburg weiter befestigt. Besonders die Erweiterung der Glacisanlagen, mit der die Verlegung der Vorstädte Neustadt und Sudenburg stechen hierbei heraus.

Die letzte Phase des Magdeburger Festungsbaus ging mit der Fertigstellung der Bahnstrecke Magdeburg–Leipzig und weiterer Routen einher. Acht Eisenbahntore zum sicheren Einlass der Züge in die Stadt und sieben Kavaliere zur Bewachung der Bahnstrecke wurden bis 1874 errichtet.

Aber schon 1886 wurde der allgemeine Rückbau der Festungen in Deutschland beschlossen. So endete der Festungsstatus Magdeburgs am 23. Januar 1900. Bis 1927 kaufte die Stadt alle Festungen auf und lies viele von ihnen abreißen, um Platz für den Wohnungsbau zu haben. Obwohl viele der danach noch bestehenden Anlagen im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden und weitere dem Bau des Magdeburger Rings zum Opfer fielen, können auch heute noch überall in Magdeburg Spuren der stärksten preußischen Festung gefunden werden.

Magdeburger Festungsanlagen

Bastion Cleve

Bastion Cleve

Die Bastion Cleve ist die südliche Befestigungsanlage an der Elbe und der südöstliche Abschluss der ehemaligen Festung Magdeburg. © © www.AndreasLander.de
Der ...

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Festung Mark

Festung Mark

Einst Teil der größten preußischen Festung sind die ehemaligen Kanonengänge und Kasemattengewölbe heute ein vielfältiges Kultur- und Tagungszentrum in unmittelbarer Nähe der Elbe und direkt im Herzen der Magdeburger Innenstadt.

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Ravelin 2

Ravelin 2

Kavalier V und Ravelin 2 gehörten zum westlichen Festungsring Magdeburgs und wurden bis 1919 militärisch genutzt. Seit 2014 bemüht sich ein Sanierungsverein darum, ...

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Der historische Fürstenwall

Der historische Fürstenwall

Alte Stadtbefestigung und erste Promenade Magdeburgs.

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Kiek in de Köken

Kiek in de Köken

Der Wehrturm »Kiek in de Köken« verdankt seinen Namen dem Umstand, dass man einst von dort aus in die erzbischöfliche Küche schauen konnte.

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Otto-von-Guericke-Zentrum in der Lukasklause
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© LichtMomenteGunnarGunnarsson

Otto-von-Guericke-Zentrum in der Lukasklause

Die Lukasklause mit dem mittelalterlichen Festungsbau des Welschen Turmes liegt am Rand des am besten erhaltenen Abschnitts der Magdeburger Stadtmauer. Sie beherbergt seit 1995 das Otto-von-Guericke-Zentrum.

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Fährbetrieb der Buckauer Fähre

Fährbetrieb der Buckauer Fähre

Fährsaison:
20. März bis 31. Oktober
Fährzeit:
Dienstag bis Sonntag von 10:00 - 18:00 Uhr (Mittagspause: 12:30 - 13:00 Uhr)
Ruhetag:
Montag 
Letzte Abfahrt ab Buckau
17:50 Uhr
Letzte Abfahrt ab Stadtpark:
17:55 Uhr
Fahrpreis:
Es gilt der Tarif der marego. Tarifzone Magdeburg (Fahrradmitnahme frei - kein Kurzstreckenticket möglich)  

Aktuelle Informationen finden Sie unter: www.weisseflotte-magdeburg.de

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