St. Ambrosius-Kirche
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Die 1877 geweihts St. Ambrosius-Kirche ist das traditionelle Wahrzeichen Sudenburgs. Das neogotischen Bauwerk im Mittelpunkt des Magdeburger Stadtteilsbildet gemeinsam mit der St. Michaels-, Philippus-, St. Sebastians- und der Christusgemeinde das evangelische Kirchspiel Süd.

Baugeschichte

Insgesamt sechsmal musste die Sudenburger Kirchgemeinde ihre Kirche im Verlaufe der Stadtgeschichte wieder aufbauen. Im Jahr 1213 wird in einem Bericht über die Zerstörung der St. Ambrosius-Kapelle im südlichen Turm der Magdeburger Stadtmauer erstmals der Name der Kirche erwähnt. Während der Belagerung Magdeburgs im Schmalkaldischen Krieg 1547 wird die Sudenburger Pfarrkirche abgerissen. 1631 wird sie, bereits vor der Erstürmung Magdeburgs von Tillys Soldaten zerstört.

Die napoleonischen Truppen brechen 1812 Kirche und Vorstadt ab, um Schussfreiheit zu erlangen. Die nach dem Befreiungskrieg unter finanzieller Mithilfe des preußischen Königs wieder aufgebaute Kirche muss schließlich aufgrund starken Schwammbefalls 1875 wiederum dem Abriss übergeben werden. Aber bereits im gleichen Jahr wird der Grundstein für den Bau einer neuen, der jetztigen St. Ambrosius-Kirche, gelegt. Der Bau kostet 225 000 Goldmark. Federführend in der Sammlung und ganz aktiv den Bau begleitend ist dabei der damalige Pfarrer von St. Ambrosius, Johannes Hesekiel. Nach ihm wird später die Straße hinter der Kirche benannt. Sein Grabstein befindet sich neben dem Hauptportal. Den Zweiten Weltkrieg übersteht die Kirche unbeschadet. Nach der politischen Wende 1989 wir die Kirche renoviert. Seit Mai 1995 kann sie wieder für das Gemeindeleben genutzt werden.

Kunstwerke

Altarplatte und Kruzifix

1363 stiftet Erzbischof Dietrich eine Altarplatte, welche heute noch erhalten hinter dem Altar der Kirche zu finden ist. 1959 wird das Kruzifix im Altarraum aufgerichtet. Der Entwurf zu dem Kruzifix stammt von dem Künstler Walther, umgesetzt in den Kirchlichen Werkstätten Erfurt.

Altar und Kanzel

Der Entwurf für Kanzel und Altar sind dem von dem Magdeburger Architekten Degenkolbe in den Jahren 1958 und 1959 geschaffen.*