Routenbeschreibung
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Start des geschichtsträchtigen Rundwegs ist an der Sternbrücke. Werfen Sie auf westlicher Seite einen Blick auf das Kavalier I „Scharnhorst“. Die zweigeschossige kasemattierte Kaserne wurde 1872 bis 1873 erbaut und sollte zur Stärkung der Sternschanze sowie zur Deckung der Hubbrücke dienen. Heute sind zwischen den historischen Mauern moderne Wohnungen entstanden.

Durch den Klosterbergegarten geht es hinab auf den Elberadweg. Es handelt sich um den ersten Volksgarten Deutschland. Hier lohnt ein Abstecher zum klassizistischen Gesellschaftshaus sowie den 1895 errichteten Gruson-Gewächshäusern. Weiter in Richtung Buckau erreichen Sie den Fähranleger für die Überfahrt in den Stadtpark Rotehorn. Auf der Südspitze der Elbinsel liegt das Fort XII. Aufgrund der noch vorhandenen Wallstruktur bleibt der Aufbau und die Funktion dieses sechseckigen Forts für die Verteidigung Magdeburgs erlebbar. Erhalten sind die gedeckten Wege, der Graben sowie unterirdische Festungsgänge. 

Von hier aus führt der Weg auf dem Elberadweg zum Heinrich-Heine-Platz. Bereits von weitem sind der Albinmüller-Aussichtsturm, das benachbarte Pferdetor und die große Stadthalle zu erkennen. Das Ensemble ist Teil des einst errichten Ausstellungsgeländes für die Deutsche Theaterausstellung 1927. Anschließend passieren Sie die Hubbrücke. Die Eisenbahnbrücke wurde 1846 errichtet und zählt damit zu den ältesten Deutschlands. Heute verkehren hier nur noch Fußgänger und Radfahrer.

Entlang des Elbufers erreichen Sie ein freistehendes Backsteingebäude. Hierbei handelt es sich um ein ehemaliges Offizierswohnhaus. Es stellt den letzten oberirdischen Rest des Zitadellengeländes von 1683 dar. Überqueren Sie jetzt auf der Strombrücke die Elbe und genießen Sie den Ausblick auf Magdeburgs Altstadtsilhouette. Zurück am Elbufer sind Sie wieder auf dem Elberadweg unterwegs und begegnen erhaltenen Teilen der Stadtmauer.

Als nächstes erreichen Sie die Bastion Preußen mit Lukasklause. Der Wehrturm stammt bereits aus dem 13. Jahrhundert. Beim Sturm auf die Stadt im Jahr 1631 stand das gesamte Gelände im Brennpunkt des Geschehens. Später wurde es in die neuen Festungswerke einbezogen. Heute hat hier die Otto-von-Guericke-Gesellschaft ein anschauliches Museum eingerichtet. Besucher können anhand von Experimenten die Forschungserfolge des Magdeburger Naturwissenschaftlers Otto von Guericke erfahren.

Durch das teilweise erhaltene Magdeburg-Wittenberger Eisenbahntor geht die Fahrt weiter in Richtung Kaserne Mark. Mitte des 19. Jahrhunderts waren hier bis zu 800 Soldaten untergebracht. Nach einer umfangreichen Sanierung finden in den historischen Gemäuern heute Kulturveranstaltungen statt.

Die Route führt weiter zum Nordpark. Im Jahr 1827 wurde der einstige Nordfriedhof als erster kommunaler Begräbnisplatz außerhalb der Stadtbefestigung angelegt. Von dort aus führt Ihr Weg vorbei am Haydenplatz mit dem Hasselbachbrunnen zum Kaiser-Otto-Ring, den Resten der äußeren Wallstraße. Als Bestandteil der äußeren Stadtumwallung befand sich hier die Bastion Braunschweig. Sie hatte die Aufgabe, das nordwestliche Stadttor zu schützen.

Vorbei am Geschwister-Scholl-Park mit dem nachgebildeten Denkmal der Königin Luise aus dem Jahr 1901 erreichen Sie über die Walther-Rathenau-Straße den Damaschkeplatz. In unmittelbarer Nähe von Magdeburgs Hauptbahnhof sind noch kleine Reste der Kernfestung Nordwest, dem Ravelin III, sichtbar.

Durch die Glacis-Anlagen gelangen Sie zur gut erhaltenen Kernfestung West mit ihren Festungsanlagen.  Die Glacis-Parkanlage ist ein wichtiger Bestandteil des grünen Gürtels, welchen Peter Joseph Lenné um Magdeburgs Innenstadt ziehen ließ. Der General-Gartendirektor der königlich-preußischen Gärten hat mit seinen Planungen außergewöhnliche Erholungsgebiete geschaffen, die bis heute Magdeburg zu einer der grünsten Städte Deutschlands machen.

Das dreieckige Festungswerk des Ravelin II inmitten des Parks wurde in den vergangenen Jahren liebevoll in Stand gesetzt und kann heute besichtigt werden. Neben erlebnisreichen Führungen in den Kasematten finden hier regelmäßig Veranstaltungen statt. Erbaut wurden die Anlagen zwischen 1872 und 1874. Sie gehörten zur Westfront der Festung. Von der Maybachstraße aus lässt sich die Festungsbauweise gut nachvollziehen.

Bevor Sie gleich die Hallische Straße erreichen, können Sie einen Blick auf die Reste des neuen Sudenburger Tores sowie der Ringmauer werfen. Diese bilden die Reste der Kernfestung Südwest. Vor dem Hauptwall der Festungen West und Südwest verläuft der Entwässerungsgraben der Festungsanlagen, die Künette, welche sich bis in die Carl-Miller-Straße erstreckt.

Die Route führt jetzt in Richtung Hegelstraße. Zurück auf dem Elberadweg halten Sie Kurs auf Magdeburgs Wahrzeichen, den gotischen Dom. In unmittelbarer Nähe laden die Überreste des Alten Sudenburger Tores sowie das wieder aufgebaute Sterntor zu einem Besuch ein.

Über die Wallanlage des Fürstenwalls und den Möllenvogteigarten, einer der ersten öffentlichen Grünanlagen Deutschlands sowie der ältesten Gartenanlage der Stadt, führt der Weg zu den ausgegrabenen Teilen der Bastion Cleve. Besteigen Sie hier einen Teil des mittelalterlichen Wehrturms „Cleve“. Entlang der Elbuferpromenade kehren Sie von hier zurück zum Ausgangspunkt unseres Rundkurses, der Sternbrücke.