Das Eike-von-Repgow-Stipendium
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Die Bedeutung des gemeinsamen Stipendiums der Landeshauptstadt Magdeburg und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist in der Präambel des Vertrages wie folgt charakterisiert:

„Eike von Repgow, dessen Beiname von dem Ort Reppichau bei Dessau abgeleitet ist, in dem seine Familie begütert war, hat zwischen 1220 und 1235 auf dem Boden Sachsen-Anhalts den Sachsenspiegel und damit eine Schrift geschaffen, deren Wirkung bis in unser Jahrhundert andauert. Der Sachsenspiegel ist das bedeutendste deutsche Rechtsbuch des Mittelalters. Darüber hinaus ist es das erste literarische Prosawerk deutscher Sprache, das keine Übersetzung einer Schrift eines anderen Verfassers darstellt.

Die Beziehung zu anderen Teilen Europas ergibt sich einerseits daraus, dass der Sachsenspiegel in enger Verbindung mit dem Magdeburger Stadtrecht im östlichen Mitteleuropa und in Osteuropa große Geltung erlangt hat und dort mehrere Male übersetzt worden ist; andererseits hat das Werk des Eike von Repgow aber auch Westeuropa beeinflusst.

Die Vertragspartner wollen mit dem nach Eike von Repgow benannten Preis und Stipendium - in Anlehung der urkundlichen Erwähnung Eikes von Repgow 1233 in Salbke, das heute zu Magdeburg gehört, und des engen Zusammenhangs des Sachsenspiegels mit dem Magdeburger Stadtrecht - die wissenschaftliche und die künstlerische Beschäftigung mit der Geschichte und Kultur Mitteldeutschlands und des Gebiets der mittleren Elbe fördern sowie in Eike von Repgow eine bedeutende historische Persönlichkeit würdigen, die auf dem Boden Sachsen-Anhalts gewirkt hat. Zugleich soll der Preis an die Verbindung dieses Raums mit anderen Teilen Europas erinnern."

Die Vergabe beider Auszeichnungen dokumentiert die Weltoffenheit der Landeshauptstadt Magdeburg und trägt zur Attraktivität und Verbesserung der Außenwirkung des Universitätsstandortes bei.