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Friedrich Friesen, 1893

Habs, Ernst

Friedrich Friesen © Saskia Hubert
© Saskia Hubert

Sechzehn Jahre nach der Einweihung des Kriegerdenkmals auf dem Gelände der ehemaligen Bastion Kleve vervollständigte man diesen Erinnerungshain dramaturgisch überlegt durch ein Personendenkmal für den 1784 in Magdeburg geborenen Karl Friedrich Friesen. Nah an die Hegelstraße herangerückt, begegnet es dem Passanten gleichsam als - freilich entrückter - Mitbürger und bereitet den Blick zum Kriegerdenkmal nicht nur optisch sondern auch bezüglich der historischen Entwicklung vor. Als in den Befreiungskriegen 1814 getöteter Märtyrer konnte Friesen dieses Initiationserlebnis des deutschen Nationalbewusstseins wie wenige verkörpern. Dass ihm ein auf der Grundlage der Gesinnung seiner Bürger aufgebauter Staat vorschwebte, der in Neugründung des Kaiserreichs keineswegs verwirklicht worden war, kümmerte dabei offenbar wenig.

Die in den gestuften Steinsockel eingefügten Reliefs nehmen Bezug auf seine Karriere als Pädagoge, politischer Aktivist und Militär. Schon 1808 gründete Friesen in Berlin die so genannte Fechtbodengesellschaft, in der man sich nicht nur militärisch, sondern auch intellektuell gegen die napoleonische Besatzung ertüchtigte. Darauf und auf die Tatsache, dass er 1812 gemeinsam mit Friedrich Ludwig Jahn die Denkschrift zur "Ordnung und Einrichtung der deutschen Burschenschaften" verfasste, spielt wohl das erste Relief an, das zweite auf die kurze Zeit als Adjutant Lützows, das dritte auf seinen Tod in den Ardennen. Nachdem er seine Schwadron verloren hatte und durch zwei Bauern festgesetzt worden war, ist er in einem Handgemenge durch einen Nationalgardisten getötet worden.

Der Bildhauer war von den Personen und Ereignissen, die er darzustellen hatte, durch mehr als ein Menschenalter getrennt. Die Entscheidung, auf den Kunststil der Zeitgenossen Friesens zurückzugreifen, lag nahe. Zum anderen machte die abstrahierte, klassizistische Formulierung die wohl als angemessen empfundene Idealisierung des Dargestellten viel leichter. So zeigt uns Habs nicht das sensible Gesicht eines idealistischen jungen Mannes, sondern dessen ins Ebenmaß korrigiertes, antikisches Idealbild, bei dem das gelockte Haar aus dem Blickpunkt des Betrachters schon einen Lorbeerkranz assoziiert.

Über den Künstler

Ernst Habs (geboren 19. Oktober 1858 in Magdeburg; gestorben 6. Juli 1898 ebenda) war ein deutscher Bildhauer.

Ernst Habs wurde lokal durch seine Werke in seiner Vaterstadt Magdeburg bekannt, die er im Stil des spätklassizistischen Wilhelminismus schuf. So zählen der figürliche Schmuck der Anna-Ebert-Brücke über die Alte Elbe in Magdeburg und das am 24. September 1893 enthüllte Friedrich Friesen-Denkmal mit der Porträtbüste des Pädagogen und Freiheitskämpfers zu seinen Werken, ebenso das Denkmal für Karl Möllinger in Höxter.

Überregional nannte man ihn als Schöpfer verschiedener Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmäler. 1892 wurde das erste nach seinen Plänen errichtete Kaiser Wilhelm I. -Denkmal in Burg (bei Magdeburg) feierlich enthüllt. Am Ende des 19. Jahrhunderts standen in Deutschland vier seiner Standbilder des verewigten Kaisers, von denen jedoch keines der Nachwelt erhalten blieb.

(Quelle: de.Wikipedia.org)

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