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Magdeburger Stadtteile im Profil: Buckau

Einstmals das Herz der Magdeburger Schwerindustrie, war Buckau lange Zeit eines der Sorgenkinder der Stadt. Doch seit der Jahrtausendwende hat das Viertel eine beeindruckende Entwicklung hingelegt. Heute findet man eine spannende Mischung aus neuen Wohnanlagen am Elbufer, aufwändig restaurierten Altbauten und kreativ umgenutzten Industriebauwerken in einem Stadtteil mit vielen jungen und engagierten Einwohnern und einem reichen Kulturleben.

Alt und Neu

Eine von Buckaus großen Stärken ist die immer besser gelingenden Abwechslung aus Altem und Neuem. Aus nicht mehr genutzten Industriegebäuden, wie dem Silo an der Elbe oder der ehemaligen Messma-Anlage, entstanden, teilweise mit enormem Aufwand, neue Wohnungen, Gründerzeit- und Rayonhäuser sorgen für historischen Charme und die verbleibenden pittoresken Induistrieruinen wecken nicht nur bei Freunden von "Lost Places" Interesse.

Sehenswürdigkeiten

Auch wegen seiner Sehenswürdigkeiten ist Buckau eine Reise Wert. Im Technikmuseum wird in einer alten Fabrikhalle die Entwicklung der Industrialisierung greifbar und die Kirchentürme von St. Gertrauden und St. Norbert stechen aus dem Stadtbild heraus.

Auch das leibliche Wohl ist gesichert. Der Abtshof verkauft seine Spirituosen nicht nur deutschlandweit, sondern bietet auch vor Ort Proben an, die Eisdiele Bortscheller hat Kultstatus und im Elbelandhaus oder dem Mückenwirt kann man in gemütlicher Atmosphäre für einen vollen Magen sorgen.

Ein besonderes Highlight bietet auch das nördliche Ende des Stadtteils: Der von Peter Joseph Lenné entworfene Klosterbergegarten zählt zu den Gartenträume Sachsen-Anhalt. Hier finden sich auch das Schinkelsche Gesellschaftshaus und die Gruson Gewächshäuser.

Kunst und Kultur

Was Buckau besonders auszeichnet, ist seine lebendige Kunst- und Kulturszene.

Das international renommierte Magdeburger Puppentheater spielt Stücke für alle Altersgruppen und bietet mit der villa p. eine Sammlung, die Fans des Figurenspiels auch abseits der Aufführungen begeistert. Im Geburtshaus des Magdeburger Schriftstellers Erich Weinert bietet heute das Literaturhaus literarische Vielfalt und die Jugendkunstschule im Thiem20 bringt Farbe in den Stadtteil.

An Farbe ist Buckau generell nicht arm, was zahlreichen Beispiele für Kunst im öffentlichen Raum, wie zum Beispiel die Bemalung der Schönebecker Straße 122, die Gesichter am Thiem20 oder die AngelWings zeigen.

Auch wer es lieber musikalisch mag, findet in Buckau seine Freude. Im von der Fraueninitiative Magdeburg betriebenen Volksbad Buckau gibt es neben Livemusik auch Theater, Kleinkunst, Lesungen, Ausstellungen und Kurse. Die Factory ist seit über 20 Jahren für viele junge Magdeburger der Einstieg ins Partyleben und auch in der Datsche an der Kunstkantine kann getanzt werden.

Grünes Buckau

Auch die grüne Seite Buckaus sollte man nicht vergessen. Sie findet sich in Grünflächen, wie der Grünen Mitte oder dem Buckauer Knochenpark, aber besonders an der Elbe Hier kann man nicht nur mit der Fähre direkt in den Stadtpark schippern, sondern auch auf der Buckauer Seite pure Idylle unweit des Stadtkernes genießen.