Dr. des. Anna Horstmann: Die Kollegin wird ihren Mann stehen Frauenarbeit im Mitteldeutschen Chemiedreieck

Die Frauenförderung und weibliche Erwerbsarbeit im Mitteldeutschen
Chemiedreieck während der DDR-Zeit stehen im Fokus des Vortrags der
Historikerin Dr. des. Anna Horstmann. Anhand von Beispielen aus den
Leuna-Werken, dem Elektrochemischen Kombinat Bitterfeld und der
Farbenfabrik Wolfen stellt sie dar, wie die staatlich verordnete
Frauenförderung umgesetzt wurde und welche Herausforderungen dabei
auftraten. Trotz der politischen Verpflichtung zur Integration und
Qualifizierung von Frauen blieben viele von ihnen in niedrig qualifizierten
und schlecht bezahlten Positionen. Traditionelle Rollenbilder und die
Doppelbelastung aus Erwerbs- und Sorgearbeit stellten erhebliche
Hindernisse dar. Die staatlich geförderte Frauenpolitik führte so zwar zu
einem hohen Frauenanteil in der chemischen Industrie, jedoch ohne die
grundlegenden Geschlechterhierarchien zu verändern. Der Vortrag
beleuchtet die Diskrepanz zwischen den propagierten
Gleichstellungszielen und der Realität in der DDR-Chemieindustrie.

Datum:

Mi., 11.03.2026

Uhrzeit:

17:00 bis 18:30 Uhr

Ort:

Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Brückstraße 2, 39114 Magdeburg

Ortschaft:

Magdeburg

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