Gedenkkonzert zur Zerstörung Magdeburgs in 1631
Die sogenannte „Magdeburger Bluthochzeit“ vom 10./20. Mai 1631, bei der Zehntausende Zivilisten ihr Leben verloren, hat das Antlitz Magdeburgs für immer geprägt und sich tief in das kollektive Gedächtnis Europas eingeschrieben. In einer Welt, in der Kriege weiterhin täglich unermessliches Leid verursachen und zugleich der Wunsch nach Frieden und Verständigung unvermindert fortbesteht, steht Magdeburgs Geschichte sinnbildlich für grundlegende Fragen der Menschheit.
Aus der Überwindung seiner nahezu vollständigen Zerstörung und einem Wiederaufbau, der wesentlich von Zuwanderung getragen war, schöpft die Stadt bis heute Kraft, Zuversicht und Selbstbewusstsein für die Gestaltung einer weltoffenen Stadt im Herzen Europas.
Die Johanniskirche, die nach vier Zerstörungen und zuletzt nach 1989 erneut errichtet wurde, verkörpert diesen Neubeginn auf besondere Weise. Von diesem Ort soll eine Dekade des Erinnerns ausgehen – als Zeichen des Friedens und der Hoffnung, das in die Welt wirkt. Mit der universellen Sprache von Musik und Kunst wird gemeinsam ein Zeichen für Frieden und für die Kraft einer gewaltfreien Lösung von Konflikten gesetzt.
Der Tag im Überblick
10.00 Uhr | Gottesdienst
- Ort: Dom St. Mauritius und Katharina
- Frauenkirchenpfarrer Markus Engelhardt (Dresden) und Superintendent Stephan Hoenen
16.00 Uhr | Gedenkkonzert "Verleih uns Frieden"
- Ort: Johanniskirche
- u.a. Chöre, Quartett der Dombläser, Akkordeonensemble, Interventionen der Bildenden Kunst
19.00 Uhr | Magdeburger Reden über den Frieden
- Ort: Johanniskirche
- Landesbischof Friedrich Kramer, Friedensbeauftragter der EKD: "Wer Frieden will, muss den Frieden vorbereiten"