Magdeburgs Hafen: zwischen Wasser, Wirtschaft und Wandel
Trotz anspruchsvoller wirtschaftlicher Rahmenbedingungen blickt die Magdeburger Hafen Gesellschaft mit Geschäftsführer Heiko Maly auf ein solides Jahr zurück. Während Industrie und Binnenmarkt vielerorts schwächeln, zeigt sich der Hafen als verlässlicher Anker der regionalen Wirtschaft. Diese Beständigkeit ist kein Zufall: Der Standort setzt auf eine ausgewogene Mischung aus Verkehrsträgern. Straße, Schiene und Wasser greifen hier ineinander und machen den Hafen flexibel – ein Vorteil, der Magdeburg über die Region hinaus bekannt gemacht hat.
Ein Hafen mit besonderer Lage
Als größter Binnenhafen Mitteldeutschlands zählt der Magdeburger Hafen zu den wichtigsten Logistikdrehscheiben des Landes. Bundesweit rangiert er unter den Top 10 der Binnenhäfen. Eine technische Besonderheit sorgt dabei für zusätzliche Planungssicherheit: Dank einer Niedrigwasserschleuse im Rothenseer Verbindungskanal bleibt der Hafen ganzjährig erreichbar – unabhängig von schwankenden Wasserständen.
Mehr als Logistik
Der Hafen wirkt nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich. Die Hafen Gesellschaft engagiert sich in Sport, Kultur und sozialen Projekten und ist damit fest im Stadtleben verankert. Hinzu kommt die Rolle als Botschafter für Magdeburg: Auf nationalen und internationalen Messen sowie bei Veranstaltungen in der Stadt wird der Standort aktiv präsentiert.
Blick nach vorn
Für die kommenden Jahre stehen Veränderungen an. Laut Geschäftsführer Heiko Maly sollen interne Abläufe stärker digitalisiert werden, um effizienter auf neue Anforderungen reagieren zu können. Gleichzeitig bleibt der Blick realistisch: Die Entwicklung der Logistik ist eng mit der industriellen Konjunktur verbunden. Umso wichtiger ist es, vorhandene Strukturen zu sichern und einzelne Hafengebiete gezielt weiterzuentwickeln – im Dialog mit Stadtpolitik und Stadtgesellschaft.
Stolz auf das Erreichte
Der Hafen steht sinnbildlich für den Wandel Magdeburgs seit der Wiedervereinigung. Vieles hat sich verändert, manches ist gewachsen, anderes neu entstanden. Wer heute am Wasser spazieren geht oder den Wissenschaftshafen besucht, spürt diese Dynamik. Der Magdeburger Hafen ist damit nicht nur Arbeitsplatz und Umschlagplatz, sondern auch ein Teil der Identität der Stadt.