Verleihung des Eike-von-Repgow-Stipendiums 2019
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Historiker Michael Belitz erhält das Eike-von-Repgow-Stipendium 2019

Im Rahmen des Akademischen Festaktes anlässlich des 417. Geburtstages Otto von Guerickes verliehen am 21. Novemeber 2019 Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Prof. Dr. Jens Strackeljan das mit 5.000 Euro dotierte Eike-von-Repgow-Stipendium an Michael Belitz aus Magdeburg.

Eike-von-Repgow-Stipendium 2019 © Jana Dünnhaupt, OVGU Magdeburg
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© Jana Dünnhaupt, OVGU Magdeburg

Eike-von-Repgow-Stipendiat Michael Belitz (Mitte) mit dem Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg, Dr. Lutz Trümper (rechts) und dem Rektor der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Prof. Dr. Jens Strackeljan.

Vergabe des Stipendiums seit 2005 im Wechsel
mit dem Eike-von-Repgow-Preis

Mit dem Eike-von-Repgow-Stipendium, das nunmehr zum 8. Mal verliehen wurde, sollen junge Forscherinnen und Forscher, die noch am Beginn ihrer wissenschaftlichen Laufbahn stehen, unterstützt und deren weitere Arbeiten gefördert werden. Es ist demnach Auszeichnung und Motivation zugleich, wie Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper in seiner Laudatio betonte.

Begründung des Kuratoriums

Die Wahl des Kuratoriums zur Auswahl des Eike-von-Repgow Stipendiaten 2019 fiel auf Michael Belitz. Herr Belitz hat an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zunächst Europäische Geschichte und Sozialwissenschaften und anschließend im Masterstudiengang Europäische Kulturgeschichte studiert und sich dabei, wie es in der Begründung heißt, „stets durch wohlüberlegte, problemorientierte Beiträge und eine rasche, eigenständige und kritische Auffassungsgabe ausgezeichnet.“ In beiden Abschlussarbeiten habe Herr Belitz „wichtige, von der Forschung bislang nicht hinreichend thematisierte oder gestellte Fragen aufgegriffen und durch sicheren methodischen Zugriff neue, die Forschungsdiskussion mit zahlreichen Impulsen versehende Ergebnisse erzielt.“

Wissenschaftliches Arbeiten auf hohem Niveau

Sowohl seine Bachelor-Arbeit mit dem Titel „Die Altmark als Grenzregion der Bistümer Halberstadt und Verden“, als auch die Masterarbeit mit dem Titel „Die frühen Bischöfe von Brandenburg – eine prosopographische Studie“ schloss er mit dem hervorragenden Ergebnis 1,0 ab.

Dissertation in Vorbereitung

Mit der Arbeit an seinem Dissertationsvorhaben, einer Studie zu den Gesta archiepiscoporum Magdeburgensium, setzt Herr Belitz diesen Ansatz fort und befasst sich erneut mit einem Gegenstand, der für die Geschichte Magdeburgs und seiner Erzbischöfe, aber auch für die früh- und hochmittelalterliche Geschichte Sachsens von zentraler Bedeutung ist. Eine grundlegende Analyse, die sowohl die Textgenese als auch dessen kritische Auswertung zum Gegenstand hat, steht bislang aus.

Das Preiskomitee bescheinigt Herrn Belitz, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte bei Prof. Dr. Stephan Freund arbeitet, ein ausgesprochen hohes Engagement, eigenständige Arbeitsweise und Ideenreichtum. Herr Belitz ist auch im Kreise seiner ehemaligen Kommilitonen und seiner Kollegen ein angesehener Gesprächspartner und geschätzter Kollege. Besonders hervorzuheben ist nach Meinung des Preiskomitees „seine Fähigkeit Forschungslücken aufzuspüren, eigene Fragestellungen zu entwickeln und diese dann methodensicher zu bearbeiten.“

Bisherige Veröffentlichungen

Milde-Biese-Aland. Quellenkritische Überlegungen zu den Namen eines altmärkischen Flusssystems, in: Namenkundliche Informationen 105/106 (2015), S. 332-356.

Die Altmark als Grenzregionen der Bistümer Halberstadt und Verden, in: Jahresberichte des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte zu Salzwedel e.V. 86 (2016), S. 5-50.

Rezension zu: Jörg Bölling, Zwischen Regnum und Sacerdotium. Historiographie, Hagiographie und Liturgie der Petrus-Patrozinien im Sachsen der Salierzeit (1024-1125) (= Mittelalter-Forschungen 52), Ostfildern 2017, in: Francia-Recensio 1/2018.

Otto III., Berga und Wallhausen. Mit einer Übersetzung der Urkunden D O III 7a und 7b, in: Heimatblätter. Schriftenreihe des Heimat- und Geschichtsvereins "Goldene Aue" e.V. 3 (2019), S. 11-20. (gemeinsam mit Oliver Schliephacke)

 … quod sedes proprias non haberent … Die Bischöfe von Brandenburg bis zum Jahre 1138, in: Die Königspfalzenlandschaft Sachsen-Anhalt und der Osten, hg. von Michael Belitz – Stephan Freund – Alena Reeb (Palatium. Studien zur Pfalzenforschung in Sachsen-Anhalt 5), Regensburg 2019 (Manuskript liegt vor, Drucklegung des Bandes ist in Vorbereitung).

(Stand: November 2019)