OB Trümper bittet auf Ämtergänge zu verzichten und Sozialkontakte einzuschränken
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OB Trümper: Meiden Sie Menschenansammlungen jeglicher Art! 

Die Stadtverwaltung bittet alle Bürger*innen, auf vermeidbare Gänge ins Amt zu verzichten. Vor allem die Mitarbeitenden von Sozial- und Wohnungsamt, Jugendamt, Gesundheits- und Veterinäramt sowie in den BürgerBüros sollen dadurch vor potenziellen Ansteckungen mit dem gefährlichen „Corona SARS-CoV-2“-Virus geschützt werden. Zudem sollte jede und jeder Einzelne Menschenansammlungen meiden und Sozialkontakte auf das Nötigste reduzieren.
Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper betonte im Pressegespräch:

„Wir müssen uns vor Augen halten, dass wir die Ansteckungsrate nur senken können, wenn wir konsequent in den kommenden Wochen unsere Sozialkontakte auf die nötigsten Begegnungen reduzieren und Menschenansammlungen meiden. Deshalb empfehlen wir auch, dass alle öffentlichen Veranstaltungen – egal mit wie vielen Personen – abgesagt werden. Und natürlich bedeutet das auch, dass alle verschiebbaren Ämtergänge zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden sollten. 

Wir gehen derzeit alle Szenarien durch und überlegen, wie wir die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung schützen können. Denn auch die Stadtverwaltung muss arbeitsfähig bleiben – genauso wie der Rettungsdienst, die medizinische und pflegerische Versorgung und die Feuerwehr. Zudem besteht auch für die Bürger*innen in vollen Wartebereichen der Ämter und BürgerBüros eine viel höhere Ansteckungsgefahr, die es zu meiden gilt. Es geht also letzten Ende um die Gesundheit aller. Ich bitte alle Magdeburger*innen, dies zu bedenken und sich dementsprechend zu verhalten.“ 

Verweis auf telefonische und Online-Erreichbarkeit

Die Landeshauptstadt hält viele amtliche Vorgänge online parat. Näheres ist gebündelt auf der städtischen Internetseite unter www.magdeburg.de/BürgerService zu finden. Auskünfte zum BürgerService und zur Stadtverwaltung allgemein erteilt auch die Verwaltungs-Hotline 115, die montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr besetzt ist. Das Sozial- und Wohnungsamt hält ebenfalls eine Info-Hotline vor, die unter den Rufnummern 0391 / 540 3670 und 0391 / 540 3671 zu erreichen ist. Diese ist montags bis freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr besetzt. Montags, mittwochs und donnerstags sind die Kolleg*innen zudem von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr erreichbar, dienstags von 13.00 bis 17.30 Uhr.

Das Gesundheits- und Veterinäramt schaltet ab morgen, den 16. März eine neue Hotline. Diese ist unter 0391 / 540 2000 montags bis freitags von 9.00 bis 14.00 Uhr zu erreichen und ergänzt andere Hotlines der Stadt, z. B. die Service-Nummer der Verwaltung 115. Gleichzeitig werden E-Mails unter der Adresse hotline.corona@ga.magdeburg.de entgegengenommen und beantwortet.

Notbetreuung für Kinder von Mitarbeitenden der Kritischen Infrastruktur

Unterdessen läuft die Organisation der Notbetreuung von Kindern auf Hochtouren. Aufgrund des Beschlusses der Landesregierung vom Freitag (13.03.2020) sind die Kindertageseinrichtungen in Sachsen-Anhalt ab morgen geschlossen und bereit für Notbetrieb.

Eine Notbetreuung wird in folgenden Fällen vorrangig in der jeweils das Kind betreuenden Kita/ Hort vorgehalten (vereinzelt als Ausnahme werden Träger bei geringen Zahlen an zu betreuenden Kindern andere Standorte wählen). Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass diese

Notbetreuung vor allem für folgende Berufs- und Personengruppen gilt:

Im Gesundheitsbereich, u.a.

  • Kliniken
  • Pflegeeinrichtungen – ambulant und stationär
  • Unternehmen für Medizinprodukte

In der Versorgung/ Entsorgung

  • Energie
  • Wasser
  • Müllentsorgung
  • Lebensmittel
  • Arznei

Weitere

  • Justiz
  • Polizei
  • Feuerwehr
  • Erzieher*innen
  • Lehrer*innen
  • Mitarbeitende der Verkehrsbetriebe
  • unabdingbare Mitarbeitende der Stadtverwaltung

Voraussetzung ist, dass beide Eltern bzw. eine alleinerziehende Person in diesen Bereichen tätig sind und eine Betreuung aus eigenen Möglichkeiten nicht sichergestellt werden kann. Über sonstige dringende Fälle entscheidet die Einrichtungsleitung sorgfältig und angemessen im Einzelfall.

Das Sozialdezernat weist zudem darauf hin, dass die Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge und Asylbewerber sowie das Wohnheim für Obdachlose weiterhin geöffnet haben. Hier greifen allerdings verschärfte Hygiene-Vorkehrungen.

Alle städtischen (Kultur-)Einrichtungen vorerst geschlossen 

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hatte bereits am Freitag angeordnet, dass vorerst alle städtischen Einrichtungen geschlossen haben. Dazu gehören die Museen, Theater, das Konservatorium, die Volkshochschule und die Stadtbibliothek mit ihren Zweigstellen sowie alle Schwimmbäder und Sportstätten. Die Kinder- und Jugendhäuser der Stadtverwaltung haben ebenfalls ab morgen erst einmal geschlossen. Das gilt auch für die Einrichtungen in freier Trägerschaft. Die Alten- und Sozialzentren sind angehalten sämtliche Veranstaltungen abzusagen. Das Personal soll sich jedoch für Hilfsdienste (z.B. Essenslieferung an Senior*innen) bereithalten.

Die Landeshauptstadt weist nach wie vor auf die gängigen Hygieneregeln hin, zu finden unter: www.magdeburg.de/Coronavirus.