Fachkräfteeinwanderung: Magdeburg und IHK künftig gemeinsam
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Fachkräfteeinwanderung: Magdeburg und IHK künftig gemeinsam

Die Landeshauptstadt und die Industrie- und Handelskammer Magdeburg beraten Unternehmen bei der Fachkräfteeinwanderung künftig gemeinsam. Oberbürgermeister Dr. Trümper und der Hauptgeschäftsführer der IHK, Wolfgang März, haben am 28. Februar eine Kooperationsvereinbarung zu diesem Zweck unterzeichnet. So sollen behördliche Prozesse beschleunigt und damit Arbeitgeber bei der Einstellung ausländischer Fachkräfte unterstützt werden.

„Es ist kein Geheimnis, dass Magdeburg – wie auch viele andere Städte in Deutschland – in vielen Berufsfeldern einen erheblichen Mangel an qualifizierten Fachkräften hat“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. „Wir brauchen eine gezielte Zuwanderung und Integration von Fachkräften aus dem Ausland, um die vielen freien Stellen besetzen zu können. Ich setze großes Vertrauen in die heute vereinbarte Kooperation zwischen unserer Ausländerbehörde und der IHK. Wir hoffen durch eine intensive Zusammenarbeit die aufenthaltsrechtlichen Prozesse zu beschleunigen und damit schneller und effizienter die Lücken auf dem Arbeitsmarkt durch qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland zu schließen.“

Ziel der heute geschlossenen Kooperation zwischen der Landeshauptstadt und der IHK Magdeburg ist vor allem die Beschleunigung der Bearbeitungsprozesse und die Überwindung gesetzlicher Hürden. So sollen Unternehmen möglichst zügig dringend benötige Fachkräfte einstellen können:

„Wir streben eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Ausländerbehörde Magdeburg an und hoffen dadurch, für die Zukunft abgestimmte und einheitliche Verfahren zu erreichen, insbesondere in den Bereichen der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Gleichzeitig möchte ich alle weiteren Ausländerbehörden im Bereich der IHK Magdeburg aufrufen, sich dieser Kooperation anzuschließen und somit zur wirtschaftlichen Entwicklung unserer Mitgliedsunternehmen und der Region beizutragen“, betonte Wolfgang März, Hauptgeschäftsführer der IHK Magdeburg.

Viele Arbeitgeber benötigen vor und im Rekrutierungsprozess von Fachkräften aus Drittstaaten eine ausführliche Beratung, die nun durch eine umfassende Zusammenarbeit der Landeshauptstadt mit der IHK erfolgen soll.

v.l.n.r.: Michael Reif, Oberbürgermeister Dr. Trümper, Wolfgang März
Kooperationsvereinbarung zwsichen der Stadt Magdeburg und der IHK
Oberbürgermeister Dr. Trümper und Wolfgang März erklären ihre Hoffnungen

Hintergrundinformationen zum „Fachkräfteeinwanderungsgesetz“

Zum 1. März 2020 tritt in Deutschland das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. Dieses soll die Migration qualifizierter Fachkräfte nach Deutschland erleichtern und so die Wirtschaft bei der Fachkräftesicherung unterstützen. Das sogenannte „Beschleunigte Fachkräfteverfahren nach Paragraph 81a Aufenthaltsgesetz“ fordert, dass die Ausländerbehörden der Kommunen gegenüber den Unternehmen eine beratende Rolle einnehmen. Arbeitgeber können künftig bei der zuständigen Ausländerbehörde in Vollmacht des Ausländers ein beschleunigtes Fachkräfteverfahren beantragen.