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Das Wichtigste ist das MACHEN!

Kulturgesräch #MD2025 im KUBUS  © Henriette Täger-Farny
© Henriette Täger-Farny

Magdeburgerinnen und Magdeburger sprachen beim Kulturgespräch #MD2025 im August über kulturelle Bildung als Basis für Teilhabe im KUBUS 2025. Das nächste Kulturgespräch findet am 11. September statt.

Was die Magdeburgerinnen und Magdeburger bewegt

„Kunst und Kultur bedeutet eben nicht nur Konsum von Angeboten“, sagt Kerstin Reibold, „Jeder Mensch sollte sich bewusst werden: Auch ich bin Kultur.“ Das Plädoyer der Leiterin des Musik- und Medienzentrums Gröninger Bad passt sinnbildlich zur »MACHEN!«–Kampagne des Bewerbungsbüros Magdeburg 2025. Und es stand auch programmatisch für die angeregte Diskussion, die im Rahmen der Reihe »Kulturgespräche« Anfang August im KUBUS 2025 stattfand. Zu diesen Gesprächen lädt das Bewerbungsbüro monatlich interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, um über die vielfältigen Themen, die der Bewerbungsprozess zur Kulturhauptstadt Europas 2025 berührt, ins Gespräch zu kommen. In der letzten Ausgabe lautete das Thema nun: Kulturelle Bildung – Basis für Teilhabe.

Basis für kulturelle Teilhabe

Kaum ein Thema sei drängender, sagt Tamás Szalay, Leiter der Bewerbungsphase: „Für uns ist es elementar wichtig, dass wir die schulische und außerschulische Bildung für geistige, musische, künstlerische und sportliche Fähigkeiten und Fertigkeiten auf unsere Agenda setzen.“ Das ist weitsichtig. Schließlich sind die Kinder und Jugendlichen von heute die Erwachsenen von morgen, welche auch Magdeburg auf ihre Weise maßgeblich mitgestalten werden. Kulturelle Bildung ist vielmehr die Basis für kulturelle Teilhabe, also die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in all seinen Facetten überhaupt – und das unabhängig vom Alter und Lebensumständen. Kulturelle Teilhabe für alle zu ermöglichen ist wiederum eines der Hauptziele der Kulturhauptstadt-Bewerbung.

Simone Borris, Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit der Stadt Magdeburg, die als Gast geladen war, mahnt, damit nicht zu spät anzufangen: „Man muss bereits bei der frühkindlichen Bildung ansetzen“. Als vorbildlich benennt sie die Landesprogramme „Bildung elementar“ und „Familienbildung“, die bereits Kindern im Vorschulalter und ihren Familien den Zugang zu kultureller Bildung erleichtern.

Theorie und Praxis

Die Möglichkeiten kultureller Bildung in Magdeburg sind vielseitig. Das beginnt beim Musik- und Kunstunterricht an Schulen, beim Besuch von Ausstellungen oder Konzerten mit der Familie, geht über institutionalisierte Freizeitangebote wie Musikschule oder Theater-AG bis hin zum Sportverein, dem Jugendklub, dem Senioren-Stammtisch. Die Voraussetzungen sind gut, dass jeder Mensch Zugang zu kultureller Bildung – und damit zum gesellschaftlichen Leben – hat. Aber die Realität sieht oft anders aus.

Blickt man in Sachsen-Anhalts Schulen, droht kulturelle Bildung beinahe zum Luxusgut zu verkommen. „Im Lehrplan steht zwar, dass jedes Kind während des Unterrichts ein Instrument lernen soll. Aber das setzt natürlich voraus, dass genügend Lehrer und ein ausreichendes Stundenkontingent vorhanden sind“, beschreibt Britta Meier, Musiklehrerin an der Grundschule Nordwest und Chorleiterin der Elbekinder, den Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Bei einem Mangel an knapp 200 Lehrern sind es vor allem die musischen, künstlerischen und sportlichen Fächer, die oft wegfallen. Also die, die auf den ersten Blick und fälschlicherweise keinen expliziten Nutzen versprechen – deren Bedeutung für eine ganzheitliche Bildung als Basis in unserer modernen Lebens- und Arbeitswelt aber längst unumstritten ist. Auch den Raum für die Wahrnehmung außerschulischer kultureller Bildungsangebote sehen viele Lehrer oft nicht. 

Anstiften zum eigenen Handeln

Dabei ist das Angebot an Möglichkeiten, in Magdeburg außerhalb der Schule kulturelle Bildung zu erfahren, beeindruckend. Das zeigen auch die vielen engagierten Kulturschaffenden und Pädagoginnen, die zum Kulturgespräch gekommen sind. So saßen unter anderem Vertreter der Schaubühne Magdeburg, die mit ihren Weihnachtsmärchen jährlich tausende Kinder erreichen, neben Fortbildnerinnen des Landesinstituts für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt, kulturbegeisterte Pfarrer neben Vertretern aus Stadt- und Landespolitik, Mitarbeiter des Kulturhistorischen Museums neben solchen der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Ein breiter Konsens herrschte in der Ansicht, dass die wichtigste Aufgabe kultureller Bildung das Anstiften zum eigenen Handeln sei: „Der entscheidende Punkt ist das Selbermachen“, weiß Stephan Schuh von seiner Tätigkeit als Leiter des Konservatoriums Georg Philipp Telemann. Rainer Kruse vom Chorverband Sachsen-Anhalt ergänzt: „Es geht darum, ein Feuer zu entfachen; nicht ein bestimmtes kulturelles Angebot an jemanden heranzutragen, sondern zu fragen: Was willst du tun?“ Er erzählt vom Weihnachtssingen, das 2017 in der MDCC-Arena 20.000 Menschen zum gemeinsamen Musizieren animiert hat – ein Paradebeispiel, Menschen zum „KulturMACHEN!“ zu bewegen.

Erste Projektideen

Nach Projekten mit ähnlichem Effekt sucht das Kulturhauptstadt-Büro für die Bewerbung. Um Impulse auch von Kindern und Jugendlichen einfließen zu lassen, hat es bereits eine großangelegte Umfrageaktion an Magdeburgs Schulen gestartet. Das August-Kulturgespräch war ein inspirierender Auftakt für diesen wichtigen Prozess. „Was mir am Kulturgespräch #MD2025 gefällt, ist der Austausch und das Vernetzen“, loben immer wieder verschiedenste Akteure das Format. Einige konkrete Ideen der Zusammenarbeit sind auch an diesem Abend entstanden. Diese fortzuführen, ermutigt Tamás Szalay das Publikum: „Und; machen Sie das nicht nur von der Bewerbung abhängig!“

Zum Schluss zitiert Kerstin Reibold ein schönes Sprichwort: „Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf“. Magdeburg möchte eine solche Gemeinschaft sein –eine Stadt – mit vielfältigen Zugängen zu Bildung und Kultur. Die Kulturhauptstadt-Bewerbung hilft sicher dabei.

INfokasten

Das nächste Kulturgespräch #MD2025 findet am 11.9.2018 im KUBUS 2025 statt.

Thema: Wege zu einer (noch) grüneren Stadt – Handlungsfelder und Möglichkeitsräume in Magdeburg – Wir diskutieren mit Akteuren neue Projektemit einem Input von Klaus Rehda, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Sachsen-Anhalt unter anderem in Hinblick auf Fördermöglichkeiten im Rahmen von Weißbuch Stadtgrün und dem Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat

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Stand: 16.11.2018 21:42 Uhr
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