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Zur Geschichte

Die Geschichte des Gesellschaftshauses ist eng verknüpft mit der Geschichte des Klosterbergegartens und beginnt bereits im Jahr 1824: In diesem Jahr erwarb die Stadt Magdeburg das Gelände des 1813 von Napoleons Truppen zerstörte Areal des einstigen Kloster Berge und beauftragte Peter Joseph Lenné mit der Gestaltung eines Volksgartens.

Carl Hasenpflug (1802-1858), Magdeburg, Stadtansicht von Südosten, 1831 © Kulturhistorisches Museum Magdeburg
Autor: Carl Hasenpflug (1802-1858), "Magdeburg, Stadtansicht von Südosten", 1831, Öl auf Leinwand, 127 cm x 200 cm, Auftragswerk der Stadt Magdeburg für die Erinnerungsfeierlichkeiten anlässlich 200 Jahre Wiederkehr der Zerstörung Magdeburgs
© Kulturhistorisches Museum Magdeburg

1821 erhielt der Park erstmals seinen heutigen Namen “Klosterbergegarten“. Vier Jahre später entwarf Friedrich Wilhelm Wolff das Gesellschaftshaus in zentraler Lage, basierend auf Ideen und Plänen von Karl Friedrich Schinkel. Nach einem Besuch des Kaisers wurde der Park 1826 in den "Friedrich-Wilhelms-Garten" umbenannt.

Bis 1829 wurde das Gesellschaftshaus durch den Bauconducteur Wolff fertiggestellt. Nach seiner Eröffnung entwickelte sich das Haus mit Restaurant, Gartenlokal und Konzertgarten zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Region. Ein Anbau, der zum heutigen architektonischen Gesamtbild führte, wurde 1896 realisiert. Im selben Jahr erfolgte auch die Eröffnung der benachbarten Gruson Gewächs- und Palmenhäuser der Stadt Magdeburg.

Im Jahre 1921 gab es die erneute Umbebennung des Parks in "Klosterbergegarten". 1922 wurde der Schinkelsaal des Gesellschaftshauses durch den Maler Wilhelm Höpfner neu ausgestaltet. 1924 konnte die Treppenanlage vom Inselteich zum neu geschaffenen Südbrückenzug der Friedrich-Ebert-Brücke (heutige Sternbrücke) errichtet werden.

Während des Ersten und Zweiten Weltkrieges wurde das Gesellschaftshaus als Lazarett genutzt. Nach Kriegsende zog für mehrere Jahre das Offizierskasino der sowjetischen Armee ein. Von 1950 bis 1990 diente es als Pionierhaus; der Park wurde in "Pionierpark" umbenannt.

Die Umbenennung des Pionierparks zum "Klosterbergegarten" erfolgte 1990. Als 1992 der Stadtteil Buckau zum Sanierungsgebiet erklärt wurde, ermöglichte dies eine grundlegende Sanierung des Gesellschaftshauses. Dem Gebäude in allen seinen Teilen konnte das Gesicht der jeweiligen Erbauungszeit zurückgegeben werden. Der fast vergessene Park wurde 1998 in das Landestourismusprojekt Gartenträume aufgenommen und neugestaltet, bspw. mit seiner Hinwendung zur Elbe, seinem historischen Inselteich sowie der Sanierung des Froschbrunnens.

Im Jahr 2002 bezog das Zentrum für Telemann-Pflege und - Forschung seine heutigen Räume im Erdgeschoss des Gesellschaftshauses. Pünktlich zum 1200-jährigen Stadtjubiläum eröffnete der Oberbürgermeister Dr. Trümper am 14. Oktober 2005 das Gesellschaftshaus als damals jüngste kulturelle Einrichtung der Landeshauptstadt mit den Worten: "Ich wünsche dem ‚Haus der Musik‘ viele Gäste, den hier tätigen Mitarbeitern der städtischen Kultur- und Musikpflege viel Erfolg bei ihrer Arbeit und allen, die durch das Hauptportal treten, Freude und Genuss."

Schinkelsaal, Gartensaal und mehrere Salons im Obergeschoss stehen seitdem wieder für eigene Veranstaltungen und Kooperationen sowie für Vermietungen des Gesellschaftshauses Magdeburg zur Verfügung.

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