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Saisonstart der Magdeburger Motette mit der Biederitzer Kantorei in der Wallonerkirche

Die Biederitzer Kantorei eröffnet am Sonnabend, 13.4., 16 Uhr die Saison der Reihe „Magdeburger Motette“ im Hohen Chor der Wallonerkirche. Neben der Biederitzer Kantorei sind in diesem Jahr der Neue Magdeburger Kammerchor, der Domchor Magdeburg, der Singkreis Magdeburg, der Georg-Philipp-Telemann-Chor und die Gospel Connection Magde­burg zu erleben.

Das Programm

Das Auftaktkonzert der musikalischen Andacht, in der geistliche Inhalte durch Chorgesang belebend transportiert wer­den, gestalten die Biederitzer Kantorei unter der Leitung von KMD Michael Scholl, der Organist Christopher Lichtenstein und Pfarrerin Monika Peisker.

Aufgenommen wird unter der Überschrift des Luther Zitats „Lasst die Geister aufeinander platzen“, dass vor 500 Jahren in Magdeburg die ersten protestantischen Gemeinden entstanden sind. So erklingen u.a. Werke aus der Refor­mations­zeit von den Magdeburger Renaissancekomponisten Martin Agricola und Gallus Dressler.

Kontrastreich werden diese Klänge aus den Anfängen des Magdeburger Protestantismus mit einem eigens für diese Eröffnung geschriebene Motette verknüpft. Mit dieser Veranstaltung öffnet sich aber auch Magdeburg in die Region hinein. So erklingt von dem aus dem Harz stammenden Komponisten und Musiktheoretiker Andreas Werckmeister eines seiner eindrücklichen Orgelwerke.

Eintritt und Veranstalter

Eintritt frei! Am Ausgang wird um eine Spende gebeten.

Veranstalter: Ev. Kirchspiel Altstadt-Martin I Ansprechpartnerin: Judith Kraft

Gefördert wird die Motette u.a. vom Kulturbüro der Stadt Magdeburg und dem Evangelischen Kirchenkreis Magdeburg

Mit freundlicher Unterstützung durch das Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung Magdeburg

Die Magdeburger Motette

Reihe Magdeburger Motette (seit 2018)
© TZ 

Die Reihe „Magdeburger Motette“ wurde im Rah­men der Telemania2017 eingerichtet und war einer der "Renner im Telemann-Jahr 2017.

Chöre der Region stellen sich seither in diesem Konzertformat vor und bieten eine entspannende Auszeit in Verbindung mit besonderer Chor­musik.

Für die Fortsetzung der Reihe machen sich die Evangelische Altstatdtgemeinde, das Telemann-Zentrum und die Biederitzer Kantorei stark.

Eine Motette ist eine mehrstimmige (geistliche) Vokalkompostion. Der Begriff leitet sich von "motetus" ab, einer im Mittel­alter zu dem Gre­gorianischer Choral hinzutretenden zweiten, anders textierten Stimme.

Die Motette - Ein vokaler Dauerbrenner

Natürlich zählen die Motetten Johann Sebastian Bachs zu den schönsten Werken dieser Gattung, doch gab es auch in den Jahrhunderten vor ihm bereits beeindruckende Kompositionen, in denen geistliche Texte meisterhaft vertont sind.

"Eine Motette ist ein vokales Werk mit biblischen Texten, wobei es nicht unbedingt biblische Texte sein müssen. Später werden sie auch weltlich." 

erklärt Gerhard Schmidt-Gaden, Leiter des Tölzer Knabenchors, für den Motetten vom Mittelalter bis in die Moderne zum täglichen Brot gehören. Bevor Thomas Tallis allerdings im 16. Jahrhundert seine 40-stimmige Motette "Spem in alium" komponieren konnte, hatte diese Form schon knapp 400 Jahre der Entwicklung hinter sich.

Erste Werke in Paris

Höhepunkt in der Renaissance

Neue Wege im Barock

21.01.2021 von G. Petruschka I Sendungsthema aus "Forum Alte Musik" vom 23. Januar 2021, 22.05 Uhr auf BR-KLASSIK