»Faszination Stadt« - Große Sonderausstellung im Kulturhistorischen Museum
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»Faszination Stadt« - Sonderausstellung im Kulturhistorischen Museum

Das Magdeburger Kulturhistorische Museum hat sich in den letzten Jahren mit seinen Großausstellungen zum Deutschen Reich und zu Kaiser Otto deutschlandweit einen exzellenten Ruf erworben. Mit der Ausstellung „Faszination Stadt. Die Urbanisierung Europas im Mittelalter und das Magdeburger Recht“ knüpft das Museum vom 1. September 2019 bis zum 2. Februar 2020 an diese Reihe hochwertiger Ausstellungen an.

Einen besonderen Höhepunkt der Sonderausstellung bildet die Zusammenführung der einzigen vier illustrierten Handschriften des Sachsenspiegels.

Veranstaltungsplaktat Faszination Stadt © KHM
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© KHM

1200 m2 Ausstellungsfläche, über 100 Leihgeber aus 12 Ländern Mittel- und Osteuropas, viele der mehr als 400 Exponate sind erstmals in Deutschland zu sehen, die Schirmherrschaft übernahm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: Auch die neue große Sonderausstellung im Kulturhistorischen Museum Magdeburg verspricht wieder hohe Qualität. Inhaltlich befasst sich „Faszination Stadt“ mit der Innovationskraft mittelalterlicher Städte und der Bedeutung des Magdeburger Rechts.

Das Magdeburger Recht

Von Leipzig bis Kiew, von Vilnius bis Krakau: Über fünf Jahrhunderte prägte das „Magdeburger Stadtrecht“ das Leben in über 1000 Orten Mittel- und Osteuropas. Es schrieb damals radikale Neuerungen wie die Unantastbarkeit von Leib und Leben, das Recht auf Besitz, individuelle Freiheit der Bürger und Regelungen zur städtischen Selbstverwaltung fest. 

Städte in elf heutigen Staaten machten von diesem Recht Gebrauch oder orientierten sich bei juristischen Entscheidungen an den Ratschlägen des Magdeburger Schöffenstuhls.

Der Sachsenspiegel

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Bei seiner „Reise“ nach Osten ging das Magdeburger Recht eine enge Verbindung mit dem bedeutendsten Rechtsbuch des Mittelalters ein: dem Sachsenspiegel. In dieser berühmten Schrift aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zeichnete Eike von Repgow das in der Region um den Harz geltende Recht auf.

Im Rahmen der Ausstellung „Faszination Stadt“ werden die vier erhaltenen Manuskripte des Sachsenspiegels für sechs Wochen gemeinsam gezeigt. Erstmals nach einem Vierteljahrhundert und zum zweiten Mal überhaupt bietet sich so die Möglichkeit diese Schwesterhandschriften gemeinsam zu betrachten

Höhepunkte der Ausstellung

Bild der Passion Christi aus der Pfarrkirche St. Jakob in Thorn
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© Andrzej R.Skowronski, arsfoto
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Neben den vier Bildhandschriften des Sachsenspiegels finden sich unter den Exponaten viele weitere kostbare Gemälde und Skulpturen, wertvolle Handschriften, bedeutende Dokumente und seltene archäologische Fundstücke.

So zum Beispiel das spätgotische Kruzifix von Veit Stoß aus Krakau oder das monumentale Tafelgemälde „Thorner Passion“.

Begrenzte Ausstellungsdauer für einige Highlights

Hochkarätige Objekte dieser Art benötigen einen besonders umsichtigen Umgang. Aus konservatorischen Gründen können diese einzigartigen Beispiele der mittelalterlichen Buchkunst daher nicht die gesamte Ausstellungsdauer gezeigt werden. So ist der Sachsenspiegel aus Oldenburg nur bis zum 14. Oktober 2019 und der Sachsenspiegel aus Heidelberg bis zum 6. November 2019 im Original in Magdeburg zu sehen. Die Exemplare aus Wolfenbüttel und Dresden werden bis zum 17. November 2019 präsentiert.

Orte des Magdeburger Rechts in Sachsen-Anhalt

Parallel zur Ausstellung in Magdeburg widmen sich zehn Partnerstädte in Sachsen-Anhalt dem Thema. Unter dem Titel „Stadt – Land – Recht. Unterwegs auf den Spuren des Magdeburger Rechts“ wird die historische Verbindung dieser Städte nach Magdeburg im Rahmen eines Korrespondenzortprojektes in Kooperation mit dem Zentrum für Mittelalterausstellungen in den Blick genommen. Mit ganz eigenen Ausstellungen, Stadtführungen und museumspädagogischen Angeboten laden die Orte zu einer spannenden Kulturreise ein.

Nähere Informationen erhalten Sie unter www.mittelalterausstellungen.de.  

Weitere Informationen

Die wichtigsten Fakten im Überblick

Ausstellungstitel:
Faszination Stadt. Die Urbanisierung Europas im Mittelalter und das Magdeburger Recht

The Allure of Cities: The Urbanization of Europe in the Middle Ages and Magdeburg Law

Laufzeit:
01.9.2019 bis 02.02.2020

Öffnungszeiten:
täglich 10.00 bis 18.00 Uhr

Schirmherr:
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Ausstellungsort:
Kulturhistorisches Museum Magdeburg,
Otto-von-Guericke-Straße 68-73, 39104 Magdeburg

Exponate:
etwa 350 Exponate von über 100 Leihgebern aus 12 Ländern Mittel- und Osteuropas

Highlights:

  • Präsentation aller vier Bilderhandschriften des Sachsenspiegels von Eike von Repgow (bis 15. Oktober 2019 im Original)
  • Kruzifix von Veit Stoß aus dem Nationalmuseum Krakau (nach 1490)
  • Kostbare Textilien aus dem Danziger Paramentenschatz
  • Monumentales Tafelgemälde „Thorner Passion“ von 3 mal 3 Meter Größe (1480-1490)
  • Ältester Stadtplan der Welt aus Nippur (Mitte 2. Jahrtausend vor Christi)
  • Goslarer Bergkanne (nach 1477)
  • Notizbuch von Nikolaus Kopernikus (1492)

Ausstellungsfläche:
etwa 1.200 Quadratmeter

Gesamtbudget:
etwa 3 Millionen Euro

Förderer:

  • Land Sachsen-Anhalt
  • Ostdeutsche Sparkassenstiftung mit der Stadtsparkasse Magdeburg
  • Kloster-Bergesche Stiftung
  • Kulturstiftung der Länder
  • Ernst von Siemens Kunststiftung
  • Lotto Sachsen-Anhalt

Kooperationspartner:
Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig,
Zentrum für Mittelalterausstellungen

Katalog:
Es erscheinen ein Katalog von etwa 550 Seiten sowie ein Kurzführer im Sandstein Verlag.

Gesamtleitung:
Dr. Gabriele Köster, Direktorin der Magdeburger Museen

Projektleitung:
Dr. Christina Link

Ausstellungsgestaltung:
neo.studio. neumann schneider architekten, Berlin

Hauptmotiv:
atelier42 visuelle kommunikation, Halle an der Saale

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Weitere Informationen zur Ausstellung sowie Anfahrt und Öffnungszeiten finden sie auf der Homepage der Ausstellung “Faszination Stadt“.

Außerdem erhalten Sie hier das Programm als PDF.