Hubbrücke Magdeburg
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Hubbrücke Magdeburg

Das technische Denkmal ist eines der prägenden Bauwerke der Magdeburger Skyline. Von 1848 bis 1998 in Betrieb, dient sie heute als Fußgängerbrücke. Ihre Instandsetzung wurde unter anderem mit Holzbohlen finanziert, die Spender individuell gravieren lassen konnten.
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Hubbrücke © U.Arendt
Schriftzug an der Hubbrücke - Maurizio Nannucci
Jörg Preikschas: Hubbrücke
Kunstwerk Hubbrücke

Die Magdeburger Hubbrücke ist eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt. Wenige hundert Meter südlich des Domfelsens rahmt sie monumentale Bauwerke wie den Dom und das Kloster Unser Lieben Frauen mit industriekulturellem Charme ein.

Die Brücke wurde 1848, damals noch mit neun Öffnungen, für die neu geschaffene Eisenbahnstrecke Potsdam-Magdeburg errichtet. Um den sich ändernden Anforderungen der Elbschifffahrt zu entsprechen, wurde die Hubbrücke mehrfach umgebaut und steht in ihrer heutigen Form seit 1933.

Nachdem die Nutzung als Eisenbahnbrücke 1998 endetete, wurde die Hubbrücke  im Juni 2001 im angehobenen Zustand arretiert. Dann wurde sie bereits zwischen 2002 und 2005 als Fußgängerbrücke genutzt, bis sie nach der Wiedererrichtung der Sternbrücke komplett geschlossen wurde. 2013 konnte die Brücke durch eine großangelegte Spendenaktion instand gesetzt werden und ist seitdem wieder zugänglich.

Technische Details

90 Meter Brücke und 450 Tonnen Gewicht konnten die Hauptträger der Brücke bis auf 5,05 Meter über der Elbe heben. Die geschah anfangs mit einer Hydraulik, die vom westlich der Brücke stehenden Wasserturm gespeist wurde. Später wurden vier an je zwei Gelenkzahnstangen aufgehängten Betongegengewichten über Spindeln mit elektrischem Antrieb innerhalb von fünf Minuten gehoben und gesenkt. Handantrieb war jedoch auch möglich.

Die Nannucci Instalation

Der italienische Künstler Maurizio Nannucci errichtete 2008 ein Lichtkunstwerk an der Hubbrücke. In rot-blau leuchtenden Schriftzügen kann man auf der elbaufwärtigen Seite „Von soweit her bis hierhin“ lesen. Elbabwärts findet man: „Von hier aus noch viel weiter“. Das Kunstwerk wurde 2012 durch Vandalismus zerstört, konnte aber bereits ein Jahr später mit Hilfe von Spenden wiedererrichtet werden. 

Spendenaktion

Dass die Hubbrücke heute wieder als Fußgängerbrücke genutzt werden kann, ist einer Gemeinschafts­leistung der Magdeburger Bürger zu verdanken. Auch hier waren es hunderte Einzelspenden, die die Wiederinbetriebnahme möglich machten. Als Dank für ihre Hilfe erhielten die Spender die Möglichkeit sich in Gravuren auf den  Bohlen der Brücke zu verewigen.

Die Elbschaukel

Seit ein paar Jahren ist die Hubbrücke um eine Attraktion reicher. Eine Handvoll junger Leute hatte im Frühjahr 2015 auf der Ostseite der ehemaligen Eisenbahnbrücke eine selbst gebaute Schaukel aufgehängt.

Heute bieten sich hier ein spezieller Blickwinkel auf die Stadt, Entspannung und eine schöne Fotogelegenheit.