Martin Luther
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  • Ottostadt feiert Reformationsjubiläum ©Magdeburg Marketing Foto: Andreas Lander
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Martin Luther

Reformator und Begründer des deutschen Protestantismus
* 10. November 1483 in Eisleben
†18. Februar 1546 in Eisleben

Martin Luther ist die überragende Persönlichkeit der deutschen Geschichte mit Weltgeltung. Als Augustiner-Mönch wurde er Theologe und Professor und wollte notwendige Reformen zunächst ohne Kirchenspaltung erreichen. Mit seinem Thesenanschlag im Jahr 1517 an der Schlosskirche in Wittenberg löste er jedoch die Reformation aus und sein Kampf gegen den Machtmissbrauch und den moralischen Zerfall der Kirche sowie für religiöse Freiheit begann. Martin Luther zerstörte die überkommene Stellung des Papsttums und erzielte eine revolutionäre Wirkung weit über Deutschland hinaus. Er ebnete den entscheidenden Weg für die bürgerliche Emanzipation ohne die feudalen Machtverhältnisse ändern zu wollen.

Der Reformator hielt sich mehrfach in Magdeburg auf und war vom Frühjahr 1497 bis Ostern 1498 Schüler bei den „Brüdern vom gemeinsamen Leben“, einer frommen Vereinigung ohne Ablegung eines Ordensgelübdes. 1516 besuchte Martin Luther dann das Augustinerkloster, das er ein Jahr später visitierte. Durch mehrere Predigten in der Klosterkirche (seit 1694 die heutige Wallonerkirche) und in der Johanniskirche im Jahre 1524 trug er entscheidend dazu bei, die Reformation in der Stadt in bürgerlich-gemäßigte Bahnen zu lenken. Die Stadt galt schließlich als Bollwerk des deutschen Protestantismus. Heute gehört Magdeburg zum Verbund „Europäische Stätten der Reformation“.

Einen entscheidenden Beitrag leistete Luther zur Förderung der deutschen Sprache; mit seiner Bibelübersetzung, mit Predigten und Traktaten setzte sich eine gemeindeutsche, regionale Grenzen durchbrechende Sprache durch, deren Wirkungskraft bis in die Literatur des 20. Jahrhunderts reichte.
An Luthers Aufenthalte in Magdeburg erinnert das 1886 von Emil Hundrieser errichtete Denkmal an der Johanniskirche.

Wandeln Sie auf Luthers Spuren durch Magdeburg

Magdeburg und die Reformation 

Luther lernte die Domstadt bereits als Jugendlicher kennen. Im Jahr 1497/98 besuchte er hier eine Schule, an der die „Brüder vom gemeinsamen Leben“ – auch „Nullbrüder“ genannt – unterrichtet haben.

Diese kurze Zeit in der Elbestadt prägte Luther: Durch den täglichen Kontakt mit den „Nullbrüdern“ lernte er die Devotio Moderna, eine wirkmächtige, auf eine besonders persönliche und verinnerlichte Frömmigkeit abzielende Reformbewegung des Spätmittelalters, kennen.

Doch schon 1498 verließ Luther auf Wunsch seines Vaters Magdeburg und wechselte an eine Eisenacher Schule. Im Jahr 1501 begann er, an der Universität Erfurt zu studieren. Vier Jahre später, 1505, trat Luther gegen den väterlichen Willen dem Orden der Augustinereremiten bei. Ein Blitz, der ihn nur knapp verfehlt hatte, soll ihn zu diesem Schritt bewogen haben. Nach einem Theologiestudium in Wittenberg 1508/1509 wurde Luther 1514 Vikar des sächsisch-thüringischen Ordendist­rikts der Augustiner. Diese Funktion führte ihn erneut nach Magdeburg: Im Rahmen seiner Visitationsreisen besuchte er 1516 das hier ansässige Augustinerkloster.

Mehr Informationen zur Persönlichkeit Martin Luther finden Sie hier.

 Lutherstationen in Magdeburg_Kartenausschnitt ©4visions

01 Wallonerkirche, 02 Johanniskirche, 03 Die Trauernde Magdeburg, 04 Martin-Luther Denkmal, 05 Modell der Ulrichskirche, 06 Magdeburger Dom, 07 Tetzelkasten, 08 Stadttor, 09 Kulturhistorisches Museum

Wallonerkirche

Interner Link: Wallonerkirche
Das Gotteshaus gehörte zum Augustinerkloster, das Martin Luther 1516 im Auftrag seines Ordens inspizierte.
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Martin Luther

Interner Link: Martin Luther
Martin Luther predigte am 26. Juni 1524 in der völlig überfüllten Kirche von der »wahren und falschen Gerechtigkeit«.
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Tetzelkasten im Magdeburger Dom

Interner Link: Tetzelkasten im Magdeburger Dom
Die Kathedrale war 1524 Schauplatz von tätlichen Angriffen radikaler Protestanten auf Mitglieder des Domkapitels.
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Fürstenwall

Interner Link: Fürstenwall
Beim Fürstenwall handelt es sich um eine aus dem Mittelalter stammende elbseitige Stadtbefestigung mit zwei erhaltenen Wehrtürmen.
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Modell der Ulrichskirche

Interner Link: Modell der Ulrichskirche
Die Ulrichskirche war die Pfarrkirche von Nikolaus von Amsdorf, der als Vertrauter Luthers und als erster Superintendent Magdeburgs das Kirchenwesen neu ordnete.
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