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Verleihung des Georg-Philipp-Telemann-Preises der Landeshauptstadt Magdeburg an den Arbeitskreis „Georg Philipp Telemann“ Magdeburg e. V.


6. März 2011, 10.00 Uhr, Schinkelsaal des Gesellschaftshauses Magdeburg

Es gilt das gesprochene Wort.

 
Herzlichen Dank an Maria Schöpke und Henrike Irmscher vom Konservatorium „Georg Philipp Telemann“, die uns mit ihrem musikalischen Beitrag auf diesen besonderen Tag eingestimmt haben.


Meine sehr geehrten Damen und Herren,

„Lust und Fleiß kann Wege finden, 
Ob sie noch so tief verschneit,
Und ein kühnes Unterwinden
Trotzet der Unmöglichkeit.
Zeigen sich gleich große Berge?
Frisch gewagt! Du kommst hinan.
Sieh die Schwierigkeit für Zwerge,
Dich für einen Riesen an.“

Mit diesen Versen von Georg Philipp Telemann möchte ich Sie sehr herzlich zur diesjährigen Verleihung des Georg-Philipp-Telemann-Preises der Landeshauptstadt Magdeburg begrüßen.

Diese zum Handeln motivierenden und das Vertrauen auf eigene Stärken betonenden Zeilen könnten dem heute zu ehrenden Preisträger auf den Leib geschrieben sein!
Ich begrüße ganz herzlich die Mitglieder des Arbeitskreises „Georg Philipp Telemann“ und deren Vorsitzende Frau Christine Sommer.
Ebenso herzlich willkommen heißen möchte ich den ehemaligen Vorsitzenden, Generalmusikdirektor a.D. Roland Wambeck, der fast ein Vierteljahrhundert die Geschicke des Telemann-Arbeitskreises lenkte und leitete.

Ich freue mich, dass das Land Sachsen-Anhalt heute durch Herrn Staatssekretär Dr. Gramlich vertreten ist, dem nicht nur aufgrund seines Amtes Wissenschaft und Kultur sehr am Herzen liegen. Danke, dass Sie heute hier sind und gleich zu uns sprechen werden.

Ein herzlicher Willkommensgruß geht auch an die Laudatorin Frau Dr. Ulrike Liedtke aus Rheinsberg. Ich weiß, dass Ihnen Magdeburg nicht fremd ist. Allerdings vermute ich, dass Sie die Stadt anders in Erinnerung haben – aus einer Zeit, in der sie regelmäßig Veranstaltungen des Theaters rezensierten. Ich würde mich freuen, wenn Sie positiv überrascht sind vom neuen Gesicht der Stadt. Ich danke Ihnen fürs Kommen und bin gespannt auf Ihre Würdigung.

Im Publikum sehe ich auch einige mit dem Telemann-Preis bereits Ausgezeichnete:
Herzlich willkommen Dr. Hobohm, Dr. Oefner aus Eisenach und aus Bremen Hermann Max.
Ich freue mich, dass auch so viele Mitglieder der Internationalen Telemann-Gesellschaft an der heutigen Preisverleihung teilnehmen. Alle Gäste aus Nah und Fern zu begrüßen, ist mir leider unmöglich. Dass Sie so zahlreich erschienen sind, bringt Ihre Verbundenheit mit dem diesjährigen Preisträger auf besonders schöne Weise zum Ausdruck.

 

Meine Damen und Herren,
seit 1987 ist es eine schöne Tradition, jedes Jahr im März, hier in der Telemannstadt Magdeburg, den Telemann-Preis zu verleihen.
Wie Sie wissen, würdigt die Stadt mit ihrem ältesten Preis die Verdienste von Persönlichkeiten oder Institutionen in der Auseinandersetzung mit dem Leben und Werk Telemanns. Die Liste der Geehrten ist eindrucksvoll. Für jeden, der sich mit der Geschichte der Wiederentdeckung Alter Musik im 20. Jahrhundert beschäftigt, kann sie ein perfekter Ausgangspunkt für vielfältige Überlegungen in wissenschaftlicher Richtung oder im Hinblick auf die Musikpraxis sein. Und auch der heute auszuzeichnende Telemann-Arbeitskreis verdeutlicht dies auf beeindruckende Weise.

Wir dürfen in Magdeburg ein ausgesprochen vielfältiges kulturelles Angebot genießen. Musik von Georg Philipp Telemann hat darin einen festen Platz und vermag, Brücken in alle Welt zu bauen. Sie macht Magdeburg regelmäßig gewissermaßen auch zum Nabel der Alten Musik. Ebenfalls jedes Jahr im März strömen namhafte Interpreten, junge Musikstudierende und ein interessiertes Publikum aus aller Welt hierher.
Mit dem 6. Internationalen Telemann-Wettbewerb erleben wir das in wenigen Tagen wieder. In 19 Ländern beginnt bald das große Kofferpacken bei über 30 Jugendlichen, die hier vor einer international renommierten Jury um Preise wetteifern wollen. Telemanns Musik lässt dann wieder, um seine Worte zu gebrauchen, „die Chöre und Klingsäle erschallen“.

Um die Bedeutung und Schönheit der Musik des großen Sohnes unserer Stadt wussten in Magdeburg die Telemann-Enthusiasten der ersten Stunde. Aus unterschiedlichen Berufen kommend, gründeten sie 1961 einen Arbeitskreis „Georg Philipp Telemann“ unter dem Dach des „Deutschen Kulturbundes“.  Für eigenes musikorganisatorisches Handeln konnten sich die „Arbeitskreisler“ gut an Telemann orientieren: Soll vergessene Musik aufgeführt werden, müssen Noten ediert und über geeignete Strukturen verbreitet werden.

Papier ist geduldig, Musik aber muss erklingen - also führe man sie in Konzerten fleißig auf! Und: Musik ist nicht statisch, sondern lebt von Konzert zu Konzert, von Generation zu Generation weiter. Das rückt Angebote für die Jugend auf den Plan. Diese knappen Worte deuten grundsätzliche Linien des erfolgreichen Wirkens des Telemann-Arbeitskreises an – ohne die Mühsal ihrer Umsetzung zu beschreiben. Wir profitieren bis heute reichlich von diesem Konzept.

Geschickt beherrscht der Arbeitskreis auch die Klaviatur des Vermittelns. So schaffte er es, 1978 ein Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung zu etablieren und die Verantwortung dafür der Stadt Magdeburg in die Hände zu legen. Doch zurückgezogen hat sich der Arbeitskreis nicht. Er wirkt nach wie vor überaus aktiv und lässt sich in die Pflicht nehmen. Auch die Errichtung der Telemann-Stele nahe der ehemaligen Heilig-Geist-Kirche, deren Einweihung in diesem 50. Jubiläumsjahr des Vereins passieren soll, ist dafür ein Beispiel.

Aus meiner Sicht ist die Magdeburger Telemann-Pflege und -Forschung ein Vorzeigeprodukt gelungener Verbindung bürgerschaftlichen Engagements und sogenannter „freiwilliger städtischer Leistungen“. Diese Zusammenarbeit verleiht dem Kulturleben unserer Stadt Reichtum und ist von unermesslicher Bedeutung.
Wie sicher die meisten von Ihnen wissen, hat der Stadtrat im Januar eine Bewerbung Magdeburgs um den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ im Jahr 2020 beschlossen. Keine Frage, dass dabei der europäische Telemann starkes Gewicht haben wird. Und auch auf die Magdeburger „Telemänner und -frauen“ kommen damit Arbeit und viele schöne Aufgaben zu.

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
mein Würdigen einiger weniger Verdienste des Telemann-Arbeitskreises war keine Vorwegnahme der Laudatio, sondern galt lediglich der Untermauerung meines aufrichtigen Dankes an den Arbeitskreis „Georg Philipp Telemann“ Magdeburg für seine hervorragende Arbeit im Dienste Telemanns und unserer Stadt.
Der Telemann-Preis ist inzwischen ein international anerkannter Preis. Ich freue mich daher ganz besonders, dass die Ehre seiner 25. Vergabe einem hiesigen Verein zuteil wird. Damit werden Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt geehrt, die in ihrer Zuwendung zu Telemann und seiner Musik kulturelle Traditionen auf lebendige Weise und mit Herzblut in die Gegenwart und Zukunft transportieren.

Diese Leidenschaft für Telemann verleiht unserem Gemeinwesen Glanz!
Und ich bin sicher, dass Sie, liebe Frau Sommer, gemeinsam mit den Mitgliedern des Vereins auch weiterhin „mit Lust und Fleiß Wege finden“ werden, den Fokus unterhaltsam und lehrreich auf Telemann und sein Werk zu richten. Dafür wünsche ich Ihnen allen alles Gute und gebe Ihnen zugleich das Versprechen, mit der Stadt einen steten Partner dafür zu haben.
Herzlichen Dank!

Ich möchte nun Herrn Staatssekretär Dr. Gramlich um seinen Gruß bitten.

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