Hilfsnavigation

Abschluss des Europäischen Städtenetzwerk - Projektes REDIS
Servicenavigation und Sprachauswahl

Twitter Facebook Youtube

Hauptnavigation

Veranstaltungen

Terminsuche

Übernachtungsfinder

Achtung: Ihre Daten werden an eine externe Webseite weitergeleitet.

Imagefilm

Postkarte zum Imagefilm

Reiseangebote

Favoriten

Inhalt

Ein besonderes "Kochbuch" - Wie baue ich ein Wissenschaftsquartier?

REDIS-Abschlusskonferenz vom 12. bis 14. April 20111 in Magdeburg

Nach zweieinhalb Jahren ist im April 2011 das EU-URBACT-Projekt REDIS in Magdeburg zu Ende gegangen. Mit dem Ziel, jeweils ein brachliegendes Stadtviertel zu einem Wissenschaftsareal umzubauen haben sich die acht Städte Wien, Aarhus, Newcastle, Bialystok, Manresa, Piräus, Halle, Magdeburg in einem gemeinsamen Netzwerk engagiert. Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper stellte gemeinsam mit Dr. Willem van Winden, „Lead Expert“ des EU-Projekts die Ergebnisse des Städteprojektes vor.

Die Landeshauptstadt Magdeburg war im REDIS Projekt mit der Umgestaltung des alten Handelshafens zum Wissenschaftshafen vertreten. „In den vergangenen zweieinhalb Jahren konnten wir uns mit den anderen Partnerstädten austauschen und so neue Ideen und Impulse für unser Wissenschaftsquartier mitnehmen.“ so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper zum Engagement der Stadt.

Die Erfahrungen und Ergebnisse des REDIS-Projektes wurden in einem Handbuch zur Entwicklung von Wissenschaftsquartieren zusammengefasst, das Dr. Willem van Winden verfasst hat. Das praxisnahe Handbuch, das Lektionen aus den acht REDIS-Städten enthält, gibt Hinweise darauf, welche Zutaten in einen Topf gehören, um ein lebendiges Wissenschaftsquartier servieren zu können. So hat der Autor unter anderem einen zentralen Trend ausgemacht, dass die Städte mit ihren Wissenschaftseinrichtungen nicht mehr auf die grüne Wiese wollen, sondern mitten ins urbane Zentrum, ins Herz einer Stadt. „Gerade brachliegende oder leere Flächen in einer Stadt können als Wissenschafts-Areale die Attraktivität der Städte heben und sind attraktiv für urbane Zentren“, ist sich van Winden sicher. Solche umgestalteten Flächen „können bei der Innovationsförderung helfen und sind ein wichtiger Imagegewinn für die Stadt“, so der Experte weiter.

Am wichtigsten ist es jedoch für van Winden, „dass viele Akteure bei der Planung und den Konzepten beteiligt werden. Auch wenn es nicht immer einfach ist, die Universitäten, Bürger, Regionen, Unternehmer, Landeigentümer, Städte und Staaten für ein solches Projekt zusammenzubringen. Denn meist hat jeder der Partner eigene Ambitionen, Interessen und Planungen. Doch einsames Arbeiten im Elfenbeinturm hat keine Chance auf Erfolg“, weiß van Winden.

So sei es besonders wichtig, „dass sinnvolle Anreize geboten werden, damit die Partner zusammenarbeiten und vor allem viel miteinander kommunizieren“, so der Experte. Beispielsweise sollten von Anfang an Vertreter der Universitäten eingebunden werden, „das schafft Engagement und bringt gute und kostengünstige Idee“, erklärt van Winden. Denn oft hängt der Erfolg solcher Projekte, im Positiven, wie im Negativen an den Personen vor Ort, „der Staat sollte eigentlich nur dafür sorgen, dass der Ablauf funktioniert“, gibt van Winden zu bedenken. „Gerade die kleineren Städte sollten noch besser zusammenarbeiten, wenn sie erfolgreich gegen größere Städte sein wollen“.

Auch macht es durchaus Sinn, weiß der Experte aus Erfahrungen in Holland, zukünftige Wissenschaftsareale einer vorläufigen Nutzung zuzuführen: „So hat man bei Philips ein Festival organisiert, dass mit dem späteren Wissenschaftszentrum inhaltlich korrespondiert. Damit wird ein bestimmtes positives Image bei den Menschen geschaffen, bevor der Standort überhaupt fertig ist“, begeistert sich van Winden für diese Idee.

Auch ist es ganz zentral für die Planung von Wissenschaftsquartieren, „die historische Identität des Ortes einzubinden, denn das ist die Stärke der europäischen Städte, mit ihrem hervorragenden Erbe“, so van Winden. Demnach müsste die Idee des Magdeburger Wissenschaftshafens eigentlich ziemlich gut aufgestellt sein!

Weitere Informationen

 
 

 

- Anzeigen -