Hilfsnavigation

Fragen und Antworten zur Vogelgrippe
Servicenavigation und Sprachauswahl

Twitter Facebook Youtube

Hauptnavigation

Veranstaltungen

Terminsuche

Übernachtungsfinder

Achtung: Ihre Daten werden an eine externe Webseite weitergeleitet.

Imagefilm

Postkarte zum Imagefilm

Reiseangebote

Favoriten

Inhalt

Fragen und Antworten zur Vogelgrippe

Wie wird das H5N1–Virus übertragen?

Das Vogelgrippevirus wird primär von Vogel zu Vogel übertragen und zwar über Ausscheidungen – also Kot oder Nasensekrete. Über diese Substanzen können sich auch Menschen infizieren, zudem durch den Verzehr von rohem Fleisch oder Eiern infizierter Vögel. Übertragungen von Mensch zu Mensch wurden bisher nicht bestätigt.

 

Wie äußert sich die Vogelgrippe beim Menschen?

Kennzeichnend sind grippeähnliche Symptome wie hohes Fieber, Husten und Atemnot. Im Verlauf der Erkrankung entwickelt sich meist eine Lungenentzündung, die auch zum Tode führen kann.

 

Unsere Katze hält sich in Haus und Hof auf. Könnte sie sich über den Kontakt zu Singvögeln an der Vogelgrippe anstecken? Macht es Sinn, die Katze einzusperren?

Diese Maßnahme wäre unangebracht. Derzeit ist aus der Praxis kein Fall bekannt, bei dem sich eine Hauskatze an der Vogelgrippe angesteckt hat. Im Umgang mit der Katze sollten die allgemeinen Hygieneregeln eingehalten werden, also nach dem Kontakt die Hände waschen.

 

Müssen sich Halter von Hunden oder Katzen um deren Gesundheit sorgen?

Nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht.

 

Sind auch Haustiere wie Wellensittiche oder Kanarienvögel gefährdet?

Nein, solange sie keinen Kontakt mit Wildvögeln haben.

 

Ich züchte Sittiche und Papageien. Der Landesbauernverband bietet Haltern von Rassegeflügel und Ziervögeln Ausweichquartiere für ihre Tiere an. Fallen denn meine Tiere auch unter die Stallpflicht?

Nein. Laut der aktuellen Verordnung des Bundeslandwirtschaftsministeriums gilt die Stallpflicht für Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse. Für Psittaziden (Krummschnäbel) gibt es keine Stallpflicht. Sie sollten allerdings in Volieren mit einem festen Dach und Seitenschutz gehalten werden, um Wildvogeleinflug zu verhindern.

 

Sind Grippeschutzimpfungen jetzt noch sinnvoll und schützen sie auch vor der Vogelgrippe?

Grippeschutzimpfungen sind generell sinnvoll, schützen aber nur vor der jeweiligen saisonalen Influenza. Schutz gegen Vogelgrippe bieten sie nicht. Allerdings helfen sie zu verhindern, dass sich in einem Menschen Viren von saisonaler und Vogelgrippe verbinden und zum Supervirus mutieren.

 

Ich habe im Internet von Vogelgrippe–Schnelltests für den Menschen gelesen. Macht es Sinn, sich einen solchen Test anzuschaffen?

Es gibt einen Grippe–Schnelltest. Einen Vogelgrippe–Schnelltest für den Mensche gibt es nicht. Solche Angebote sind unseriös. Mit Grippesymptomen wie Fieber und Atemwegsproblemen sollte man auf jeden Fall zum Hausarzt gehen.

 

Welche Gefahr geht von Tauben aus? Ist ihr Kot gefährlich?

Tauben stellen keine Gefahr dar, da sie sich nur schwer mit dem Erreger infizieren. Daher unterliegen Brieftauben auch nicht der Stallpflicht. Hautkontakt mit Taubenkot sollte vermieden werden.

 

Wie kommt das Virus von Land zu Land?

Das ist unklar. Als Übertragungswege gelten: Zugvögel, illegale Tiertransporte oder Reisende.

 

Ich möchte im Mai mit meiner Familie Urlaub an der Ostsee machen. Sollte ich die Reise stornieren?

Dazu gibt es im Moment keinen Grund, das gilt auch für die Insel Rügen. Derzeit ist nicht absehbar, wie sich die Situation in Hinblick auf die Vogelgrippe bis Mai entwickelt. Bewahren Sie Ruhe und achten Sie auf die Hinweise der örtlichen Behörden. Solange keine offizielle Reisewarnung vorliegt, müssen Sie die Stornierungsgebühren in vollem Umfang selbst tragen.

 

In vielen Ländern sind Wildschwäne infiziert. Wieso gerade sie?

Das ist noch nicht ganz geklärt. Schwäne gelten als besonders anfällig, so wie alle Wasservögel. Aber Enten tragen vermutlich die Infektion länger in sich, bevor sie erkranken. Die großen Schwankadaver werden zudem schneller entdeckt.

 

Dürfen Schwäne oder Enten weiterhin bedenkenlos gefüttert werden?

Ganz unabhängig von der Vogelgrippe: Schwäne und Enten sollten generell nicht gefüttert werden, sondern sich ihr Futter selbst suchen. Sie sind Wildtiere. Ganz wichtig ist es, dass auch keine Federn von Vögeln aufgehoben werden.

 

Können Störche an der Vogelgrippe erkranken?

Derzeit gibt es keine Hinweise, dass sich Störche mit dem Erreger der Vogelgrippe infiziert haben.

 

Sollen Schwalbennester auf Balkonen sicherheitshalber beseitigt werden?

Nach derzeitigen Erkenntnissen stellen Schwalben keine Gefahr dar. Berichte über Infektionen von Schwalben gibt es bislang nicht.

 

Werden Wildtiere wie Enten oder Schwäne vor einer Infektion geschützt?

Wildtiere zu schützen ist kaum möglich. In Deutschland sind Impfstoffe noch nicht zugelassen.

 

Was tun, wenn ein Kind einen toten Vogel angefasst hat?

Gründliches Händewaschen sollte reichen. Kindern sollte erklärt werden, dass sie generell keine toten Tiere anfassen sollen.

 

Kann ich Geflügelprodukte bedenkenlos verzehren?

Nutzgeflügelbestände werden behördlich überwacht. Geflügel wird nur nach amtstierärztlicher Attestierung zur Schlachtung freigegeben. Fleisch und Eier aus Deutschland können bedenkenlos gegessen werden – aber nicht roh. Sie sollten gut gegart werden. Das H5N1–Virus wird ab 70 Grad Celsius abgetötet.

 

Kann ich bedenkenlos Fisch aus der Ostsee essen?

Sie könne ohne Bedenken Fisch essen. Fische sind mit dem Vogel-Grippe–Virus nicht infizierbar.

 

Wie lange hält sich der Erreger im Vogelkot?

Das Virus ist in trockenem Vogelkot einen bis maximal drei Tage nachweisbar und relativ empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen. In feuchtem Milieu kann es länger nachweisbar bleiben. Man muss allerdings auch die Virusmenge, die ausgeschieden wird, beachten, da das Absterben der Viren ein kontinuierlicher Vorgang ist. Das heißt, dass wenig ausgeschiedene Viren schneller nicht mehr nachweisbar sind als eine große Viren–Anzahl.

 

Ist es gefährlich, Tiere im Tierpark oder im Zoo zu streicheln?

Bei eingesperrten Tieren kann davon ausgegangen werden, dass sie nicht mit dem Vogelgrippe–Virus infiziert sind.

 

Sind Zugvögel schon in unsere Breiten zurück gekehrt?

Der Vogelzug beginnt jetzt langsam, meist setzt er erst richtig im März ein. Die letzten Vögel kommen im Mai.

 

Wie verhält man sich, wenn man einen toten Vogel findet? Wen benachrichtigt man?

Generell gilt: Tote Tiere dürfen auf keinen Fall angefasst werden. Wer verendete Wasser- oder andere Vögel findet, sollte die Polizei oder das zuständige Veterinäramt benachrichtigen.

Telefonnummern in Magdeburg:

540 6200 (Veterinäramt)

112 (Feuerwehr)

 

 

Weitere Informationen

- Anzeigen -