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Eike-von-Repgow-Stipendiaten in Magdeburg geehrt: Gemeinsame Ehrung von Stadt und Universität

Touristengruppe am Alten Markt im Eingangsbereich des Alten Rathauses Der Magdeburger Christian Warnke und der Japaner Dan Sato erhalten in diesem Jahr das mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Eike-von-Repgow-Stipendium. Bürgermeister Dr. Rüdiger Koch überreichte den beiden Stipendiaten am 19. November in der Johanniskirche die Urkunde für die von der Landeshauptstadt und der Otto-von-Guericke-Universität vergebene Auszeichnung. Erstmals wurde das Stipendium an zwei Personen verliehen.

Dan Sato arbeitet derzeit an der Juristischen Fakultät Halle-Wittenberg im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes an seiner Dissertation. Mit dem Stipendium möchten Stadt und Universität Dan Satos Forschungen zum deutschen und insbesondere mittelalterlichen Stadtrecht unterstützen. Innerhalb dieses Themenkomplexes erforscht er vor allem die Tätigkeit des Magdeburger Schöffenstuhls, welcher Träger dieses Rechts war. Bei seinem Forschungsaufenthalt in Deutschland recherchiert er vor allem in Quellen- und Materialsammlungen, um seine in Japan begonnenen Studien zu vertiefen.

Christian Warnke ist Diplom-Physiker und Magister Artium in den Fächern Geschichte und Politikwissenschaft. 2008 hat er eine hervorragende Magisterarbeit über "Angebliche und tatsächliche Gaue im Bistum Halberstadt" vorgelegt. Ergebnisse dieser Magisterarbeit werden in diesem Jahr in einem Ergänzungsband zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde erscheinen. Seine Dissertation schreibt Christian Warnke über "Mittelalterliche Gaue und Grafschaften auf dem Boden Sachsen-Anhalts und angrenzender Gebiete". Stadt und Universität unterstützen mit dem Stipendium Christian Warnkes Forschungen auf dem Gebiet der mittelalterlichen Geschichte.

Die Landeshauptstadt Magdeburg und die Otto-von-Guericke-Universität haben das Eike-von-Repgow-Stipendium bereits zum dritten Mal verliehen. Erstmals wurden damit zwei Personen gewürdigt. Die beiden diesjährigen Preisträger teilen sich die Dotierung von insgesamt 5.000 Euro. Das Stipendium wird im jährlichen Wechsel mit dem Eike-von-Repgow-Preis verliehen.

Eike von Repgow setzte sich mit dem "Sachsenspiegel" ein bleibendes Denkmal und trug damit den Namen Magdeburgs weit über die Elbestadt hinaus. Als erstes Prosawerk der deutschen Sprache und einflussreichstes Rechtsbuch des Mittelalters erlangte der Sachsenspiegel gemeinsam mit dem Magdeburger Stadtrecht große Verbreitung in Mittel- und Osteuropa. Das Magdeburger Recht gilt damit als eines der bedeutendsten mittelalterlichen Stadtrechte und Eike von Repgow als erster Chronist mittelalterlichen Rechts.

Zu Ehren dieser bedeutenden Persönlichkeit und seiner herausragenden Leistung für das Wirken und die historische Stellung Magdeburgs verleihen die Otto-von-Guericke-Universität und die Landeshauptstadt Magdeburg neben dem Eike-von-Repgow-Preis seit 2005 auch das Eike-von-Repgow-Stipendium. Ziel des Stipendiums ist es, neue Forschungsvorhaben voranzutreiben und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der weiteren Auseinandersetzung mit der europäischen Rechtsgeschichte zu fördern und zu motivieren.
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