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Magdeburg belegt 3. Platz im Wettbewerb "Hauptstadt des Fairen Handels"

 

 

Beim bundesweiten Wettbewerb "Hauptstadt des Fairen Handels" hat die Stadt Magdeburg für ihr Engagement den 3. Platz belegt. Der Beigeordnete für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung, Holger Platz und Herr Mario Blinkert als Vertreter des Arbeitskreises Fairer Handel nahmen den Preis am 20. September 2005 aus den Händen von Bundesministerin Wieczorek-Zeul in Wiesbaden entgegen.

Die Servicestelle "Kommunen in der einen Welt" rief zum zweiten Mal bundesweit den Wettbewerb "Hauptstadt des Fairen Handels" aus. Die Preisverleihung ist Bestandteil der Fairen Woche, die vom 19. bis zum 25.9.2005 stattfindet. Schirmherrin ist die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul. Ziel des Wettbewerbs ist es, Engagement der Kommunen zum Thema Eine Welt und Fairer Handel zu würdigen und Beispiele bekannt zu machen. Die Preisverleihung fand am 20. September 2005 in Wiesbaden statt. Den ersten Platz belegte wie im vergangenen Jahr die Stadt Dortmund vor Ravensburg. Dritte wurden neben Magdeburg Düsseldorf und Rheinstetten. Bei der Preisverleihung hob Frau Wieczorek-Zeul besonders die Idee des Jubiläumskaffees Magdeburg 1200 hervor.

Am 09.06.1997 beschloss der Stadtrat eine Lokale Agenda 21 für Magdeburg zu erarbeiten. Die bereits vorhandenen Aktivitäten von Vereinen und anderen Trägern auf dem Gebiet der Entwicklungspolitik in Magdeburg boten eine gute Voraussetzung sich dieser Thematik auch in der Lokalen Agenda zu widmen. Der "Faire Handel" bietet eine für Bürger anschauliche Möglichkeit, praxisnah die Probleme in den Entwicklungsländern kennen zu lernen. Darüber hinaus können Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, wie Magdeburger Bürger aktiv an der Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in den Entwicklungsländern mitwirken können.

Seit ca. zwei Jahren ist der Arbeitskreis Fairer Handel in Magdeburg aktiv. Ihm gehören neben im Eine Welt Laden ehrenamtlich Tätigen sowie dem Umweltamt auch kleine und große Händler an. Mehrere Aktionen fanden mittlerweile statt, um den Fairen Handel in Magdeburg bekannt zu machen. Einige Höhepunkte waren öffentliche Aktionen in der Innenstadt. Ein besonderes Ereignis war die Kampagne "fair feels good", die am 11. September 2004 in Magdeburg Station machte. Hier konnten die Magdeburger sich über das Anliegen der Kampagne informieren.

Ein großer Erfolg war die Teilnahme am Sachsen-Anhalt-Tag, an dem besonders viele Besucher über den Fairen Handel informiert werden und natürlich auch die entsprechenden Produkte kaufen konnten.

Im Arbeitskreis "Fairer Handel" wurde angeregt, anlässlich der 12hundert-Jahr-Feier einen Magdeburger Agenda-Kaffee einzuführen. Dieser Agenda-Kaffee zum Stadtjubiläum stammt aus biologischem Anbau von Kleinbauerngenossenschaften aus Lateinamerika. Die Verpackung ist bedruckt mit dem Hinweis auf die 12hundert-Jahr-Feier der Landeshauptstadt Magdeburg. Der Jubiläumskaffee schlägt Brücken zwischen den Menschen hier und in Mexiko, Kolumbien, Honduras, Nicaragua und Peru, den Ländern in denen die Kaffeebohnen produziert werden. Der Agenda-Kaffee ist somit besonders geeignet, den Bürgern ihre Verantwortung im Rahmen einer globalisierten Welt nahe zu bringen, gemäß dem Motto der Lokalen Agenda "Global Denken - Lokal handeln". Der Beigeordnete Platz dazu: "Idee und Vertrieb sind dabei ganz wesentlich von Herrn Norbert Wiese initiiert und organisiert worden. Ihm gilt an dieser Stelle ganz besonderer Dank."

Der Kaffee ist im Weltladen, im 12hundert Infoshop, in der Tourist Information Magdeburg und in verschiedenen Einzelhandelseinrichtungen und Kirchengemeinden erhältlich.

 

Hintergrundmaterial

Der "Faire Handel" garantiert im Gegensatz zum "normalen" Welthandel, dass die Produzentinnen und Produzenten gefördert und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessert werden. Beim Fairen Handel erhalten Bauern aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas für ihre Produkte einen Erlös, der über dem Weltmarktpreis liegt. Durch langfristige Verträge, sichere Abnahmemengen und den direkten Verkauf über Produzentenorganisationen können die Bauern ihr geringes Einkommen steigern und damit ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern. Die Bauern sind nicht gezwungen, ihre landwirtschaftlichen Betriebe aufzugeben. Dadurch wird dem explosionsartigen Anwachsen der Slums in den großen Städten entgegengewirkt.

Grundsätze des Fairen Handels sind z.B.

  • gleichberechtigte wirtschaftliche Beziehungen zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern

  • Direkteinkauf ohne Zwischenhandel

  • Vermeidung von Kinderarbeit

  • zusätzliches Engagement in den Bereichen Gesundheit und Bildung

Die Idee des Fairen Handels entstand in den frühen 70er Jahren. Seit 1990 wird sie auch in Magdeburg verwirklicht. Vorreiter war hier der Magletan e.V., bald folgten andere Vereine und private Einzelhändler. 1992 begann das Engagement großer Handelsketten mit dem Vertrieb von Produkten, die am TransFair-Siegel erkennbar sind. Die Vielfalt der Produktpalette und das Engagement unterschiedlicher Anbieter kennzeichnen heute den Fairen Handel in Magdeburg.

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