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Das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen ist der wichtigste Ort für internationale zeitgenössische Kunst und Skulptur in Sachsen-Anhalt und eines der beliebtesten Touristenziele des Landes.

Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen © HL Böhme
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen © HL Böhme
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen © MMKT GmbH
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen © MMKT GmbH
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen © www.AndreasLander.de
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen © www.AndreasLander.de
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen © www.AndreasLander.de
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen © www.AndreasLander.de
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen © www.AndreasLander.de
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen © www.AndreasLander.de
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen © MMKT GmbH
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen © MMKT GmbH
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen © MMKT GmbH
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen © MMKT GmbH
Rückansicht_StMarien © Kunze
Rückansicht_StMarien © Kunze
Außenansicht_Kunstmuseum ©Hans-Wulf Kunze
Außenansicht_Kunstmuseum ©Hans-Wulf Kunze
Blick in Sammlung Zeitgenössische Kunst ©Hans-Wulf_Kunze
Blick in Sammlung Zeitgenössische Kunst ©Hans-Wulf_Kunze
Oberes Foyer_©Hans-Wulf_Kunze
Oberes Foyer_©Hans-Wulf_Kunze
Sammlung_Historische_Skulptur_©Hans-Wulf Kunze
Sammlung_Historische_Skulptur_©Hans-Wulf Kunze

Kunstmuseum und Ausstellungen

Seine einzigartige Charakteristik gewinnt das Museum aus der Verbindung neuer Kunst mit alter Architektur. Die Räume des Museums befinden sich in einer romanischen Klosteranlage, die im 11. und 12. Jahrhundert errichtet wurde und zur „Straße der Romanik“ gehört. Die Ansicht wird durch den markanten Westbau der Kirche bestimmt.

1975 eröffnet, blickt das Kunstmuseum inzwischen auf eine vierzigjährige Sammlungsgeschichte. Zur Sammlung gehören umfangreiche Bestände an Skulpturen aus dem 20. Jahrhundert, aber auch Werke aus Antike, Mittelalter und Moderne. Nach 1989 konnte die Sammlung an Profil gewinnen, indem gattungsübergreifend wichtige Positionen der internationalen Kunst nach 1960 erworben wurden.  

Werke der Sammlung werden in den drei Gewölben des Nordflügels gezeigt. Weitere Arbeiten haben ihren Platz im weitläufigen Skulpturenpark gefunden, der das Gebäude umschließt. Die wechselnden Sonderausstellungen widmen sich ausgewählten Themen der internationalen Gegenwartskunst oder geben Einblick in das Werk richtungsweisender zeitgenössischer Künstler.

Gerade aus der Verbindung von modernen und historischen Kunstwerken mit der romanischen Architektur gewinnt das Museum seine besondere Anziehungskraft.

Im Frühjahr 2012 wurde das Kunstmuseum nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wiedereröffnet. Am Westflügel entstand mit TransReflex ein ganz besonderes Projekt: 17 großformatige Spiegelpaneele, die in unterschiedlichem Winkel aus der Ebene der Fassade herausklappen oder aber zugeklappt die Fassade verschließen. Die Paneele integrieren und vervielfältigen die Umgebung, sie schaffen visuelle Aktivität und Lebendigkeit.

Architektur

Seit dem Jahr 2006 ist das Museum durch einen Rundweg von allen Seiten für Besucher zugänglich. Im Inneren laden der Kreuzgang, die einmalige Tonsur, die elegant gewölbte Basilika und weitere Räume zum Betrachten und Verweilen ein.

Das Gebäude des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen gehört zu den „Perlen“ der sachsen-anhaltischen Ferienroute „Straße der Romanik“. Noch immer beeindruckt die fast 1000 Jahre alte architektonische Schönheit im Zentrum der Stadt Magdeburg ihre Besucher. Dazu gehören die markante Turmgruppe und die sich daran anschließende Kirche, der Kreuzgang mit der einzigartigen Tonsur, die faszinierenden Tonnengewölbe im Nordflügel, die das Museum für verschiedene Ausstellungen und Veranstaltungen nutzt und viele andere Details, wie zum Beispiel die Kapitelle im Kreuzgang.

Klosterschulenbibliothek

Neben dem Gebäude und den Ausstellungen verfügt das Magdeburger Kunstmuseum auch über eine Bibliothek. Ihr Altbestand, die Klosterschulbibliothek, reicht bis ins frühe 17. Jahrhundert zurück. Darin enthalten sind nahezu alle Wissensgebiete von Theologie über Geschichte bis hin zu den Naturwissenschaften.

Geschichtlicher Hintergrund

Mit der Errichtung des bis heute im Kern erhaltenen Gebäudekomplexes wurde in der Epoche der Romanik um 1063/64 begonnen. Dabei handelt es sich um den Nachfolgebau des 1017/18 durch Erzbischof Gero gegründeten Stifts. Die Fertigstellung erfolgte ab dem Jahr 1129, nachdem der Magdeburger Erzbischof Norbert von Xanten das Kloster Unser Lieben Frauen dem von ihm gegründeten Orden der Prämonstratenser übertragen hatte. Nach 1220 erhielt die Kirche ein frühgotisches Gewölbe, ohne jedoch dadurch die charakteristischen Merkmale der Romanik, durch die das Museum vor allem als Sehenswürdigkeit bekannt wurde, einzubüßen.

1632 verließen die letzten Prämonstratenser das Kloster. 1638 wurden durch das Domkapitel protestantische Geistliche im Kloster untergebracht, die sich durch theologische Studien auf ihren Dienst als Pfarrer vorbereiteten. In diese Zeit fällt auch der Neubeginn der Bibliothek. 1698 gibt es die erste Nachricht von der Gründung einer Schule im Kloster, dem späteren Pädagogium, zu dessen bekanntesten Schülern Georg Kaiser zählt. An die Existenz dieser Schule (1698-1928) erinnern außer dem Altbestand der Bibliothek insbesondere die um 1850 im neoromanischen Stil errichteten ehemaligen Internate am Ostflügel. 1834 erfolgte die Säkularisierung des Stifts. 1928 vereinigte man das Pädagogium mit dem Domgymnasium.

In den sechziger Jahren entstand der im Zweiten Weltkrieg zerstörte Westflügel neu, während die umliegende Bebauung beseitigt wurde.

Multimedia-Guide im Kunstmuseum

Interner Link: Multimedia-Guide im Kunstmuseum
Seit Juni 2014 können die Besucher des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen die Geschichte, Architektur und die Sammlungen mit einem Multimedia-Guide entdecken.
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