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Situation in Magdeburg verschärft sich massiv

Deichverteidigung und Gefahrenabwehr werden intensiviert
Aktuell hat die Elbe in Magdeburg die Sieben-Meter-Marke deutlich überschritten. Als neuer Höchststand für Magdeburg-Strombrücke werden  für kommenden Sonntag - als ungesicherter Wert - 7,40 m vorhergesagt. Deichverteidigung und Gefahrenabwehr haben oberste Priorität.

Nach Aussagen des Landesbetriebes ist die Standsicherheit
der Deiche auch für diese Pegelstände gegeben. Der Katastrophenstab richtet alle Maßnahmen zur Sicherung der Stadt an der neuen Vorhersage aus. Die Sandsackverbauten werden nochmals vermessen und verstärkt. Dabei haben Pechau, das Industriegebiet Rothensee und der Werder sowie die Altstadt oberste Priorität.

Dazu Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper: „Angesichts der aktuellen Prognosen wird es uns vermutlich nicht gelingen, alle Wasseraustritte und Sickerstellen erfolgreich zu bekämpfen. Uns steht ein dramatisches Wochenende bevor, aber wir tun alles in unseren Kräften Stehende, um Gefahren von unserer Stadt abzuwenden. Wir werden dieses größte Hochwasser in der Geschichte unserer Stadt jedoch nicht ohne Schäden überstehen.“ 

Die Verbaumaßnahmen am Umflutdeich in Pechau laufen auf Hochtouren. Sie werden über die gesamte Nacht fortgesetzt und entsprechend der neuen Prognose intensiviert. Der nördliche Herrenkrugpark wurde am Bahndamm abgeriegelt. Die Anlieger hatten das Gelände vorher verlassen. Sickerstellen wurden verdichtet. Auch in der Faulmannstraße sind die Sicherungsmaßnahmen vorerst abgeschlossen.

Neben der Deichverteidigung ist die Sicherung und Verstärkung der Sandsackverbauten die wichtigste Aufgabe. Aufgrund des hohen Wasserstandes gibt es vielfach Sickerstellen an den Sandsackwällen. Die Verbauten werden ständig kontrolliert, Sickerstellen werden abgedichtet, zusätzliche Verbauten können errichtet werden, auch Pumpen stehen bereit, um Wasser
abpumpen zu können.   

Zur Verstärkung sind weitere Kräfte der Bundeswehr (rd. 1000 Mann) unterwegs, die auch Technik mitbringen. Insgesamt sind derzeit rund 3000 Kräfte rund um die Uhr im Einsatz, darunter 350 Freiwillige.

Einsatzleiter Holger Platz dankt allen, die die Arbeiten zur Gefahrenabwehr  unterstützen wollen:
„Freiwillige sind uns eine große Hilfe und das Engagement ist überwältigend.
Allerdings bitte ich um Verständnis, dass wir Freiwillige gezielt ansprechen, um sie dort einzusetzen, wo sie tatsächlich benötigt werden.“ Wer die Sicherungsarbeiten unterstützen möchte, kann sich am Bürgertelefon registrieren zu lassen.

 „Ich bitte um Verständnis, dass wir nicht alle freiwilligen Helfer sofort einsetzen können. Uns stehen noch mehrere schwere Tage bevor, an denen wir Freiwillige benötigen werden. Dann ist es gut, wenn wir sofort nachordern können.“  

Die Evakuierung der Pfeifferschen Stiftungen ist in vollem Gange. Evakuiert wurde außerdem das Altenpflegeheim in der Bleckenburgstraße.
Dort müssen auch Anwohner ihre Wohnungen verlassen, da Strom und Wasser vorsorglich abgestellt werden müssen. Der Leiter des Katastrophenstabes bittet dringend darum, den Empfehlungen des Stabes zu folgen. Für Bewohner, die nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkommen können, werden Ausweichquartiere bereitgestellt. Fortgesetzt wird auch die Evakuierung pflegebedürftiger Personen aus den ostelbischen Stadtgebieten.

Am Flughafensiel werden vorerst keine Pumpen eingesetzt. Dies führt zwar zu Vernässungen, sichert aber die Standfestigkeit des Siels. Dies hat derzeit oberste Priorität. Am Durchlass An der Lake ist eine Pumpe zur Entlastung der Wohngebiete installiert, ebenso am Steingrabensiel. Im Siek (Stadtausgang Richtung Schönebeck) konnte die Zufahrt zu den wenigen dort befindlichen Einzelhäusern nicht rechtzeitig gesichert werden.

Der Zugverkehr zwischen Magdeburg und Schönebeck musste inzwischen eingestellt. Die Bahn stellt über ihre Fahrplaninformationen im Internet aktuelle Änderungen bereit.

Das Bürgertelefon ist inzwischen personell aufgestockt worden.
Es ist weiterhin unter 540 7777 rund um die Uhr geschaltet. Die Magdeburgerinnen und Magdeburger werden aufgefordert, private Pkw-Fahrten auf das absolut Notwendige zu beschränken, um die Straßen für Einsatzfahrzeuge freizuhalten.

Die Strafen bei Verstößen gegen das Betretungsverbot der Deiche wurden drastisch erhöht. Ab sofort werden 200 bis 400 € fällig. Das Ordnungsamt kontrolliert.

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