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Sternenkinder – Grabstätte für stillgeborene Kinder

Wenn das Kind bei der Geburt noch gelebt hat oder sein Gewicht mehr als 500 Gramm überstieg, ist eine Bestattung gesetzlich vorgeschrieben.
Sternenkinder auf dem Magdeburger Westfriedhof

Sollte eine Fehlgeburt oder ein Schwangerschaftsabbruch vorliegen, besteht bei einem Gewicht unter 500 Gramm keine Bestattungspflicht. So ist es im Bestattungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt geregelt.

Ein Gesetz kann aber den Verlust und den Trauerschmerz der Mutter und des Vaters nicht verhindern. Darum kann ein Trauerort den Angehörigen bei ihrer Trauer helfen. Selbst wenn für Kinder unter 500 Gramm keine Pflicht zur Bestattung besteht, ein Recht darauf haben Eltern. Die Eltern können ihrem Kind, ganz gleich wann es geboren wurde oder wie viel es wiegt, einen Namen geben.

Mit der Änderung des Personenstandsgesetzes besteht seit Mai 2013 die Möglichkeit, auf Wunsch der betroffenen Eltern, eine standesamtliche Beurkundung auch für Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm vornehmen zu lassen. Dies kann auch rückwirkend erfolgen.

Grabstätte für stillgeborene

ISternenkinder Gedenkschmetterlingn Zusammenarbeit mit den Kliniken der Stadt Magdeburg und dem Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg ist auf dem Westfriedhof eine entsprechende Grabanlage entstanden.

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Bestattungstermine

Dort finden zweimal jährlich, am Mittwoch vor Ostern und am 3. Mittwoch im Oktober, jeweils um 11:00 Uhr die Beerdigungen im Beisein der Hinterbliebenen, Seelsorgerinnen, Hebammen sowie Mitarbeiter der Kliniken und des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe statt.

kINDERGemeinschaftsgrabAnlage (KGGA) Auf dem Westfriedhof

Kindergemeinschaftsanlage auf dem WestfriedhofAuf dem Westfriedhof befindet sich ein weiteres Gemeinschaftsgrab. Diese Kindergemeinschaftsgrabanlage wurde für bestattungspflichtige Kinder mit einem Gewicht ab 500 Gramm beziehungsweise bis zu einem Alter von fünf Jahren angelegt. In der Grabanlage erfolgen Urnenbeisetzungen. Die Grabfläche ist mit Blumen bepflanzt.

 

Somit ist eine Möglichkeit der gemeinsamen Trauerbewältigung für betroffene Hinterbliebene entstanden.

Formalien

Der Sterbefall muss beim Standesamt des Sterbeortes beurkundet werden. Dafür sind Dokumente, wie die Geburts- beziehungsweise Todesanzeige, Todesbescheinigung, und ein Vordruck zur Namensgebung (Vom Krankenhaus ausgestellt), die Heiratsurkunde der Eltern (bei Unverheirateten die Geburtsurkunde der Mutter) sowie der Personalausweis oder Reisepass der Eltern, vorzulegen. Ausländischen Dokumenten muss eine beglaubigte deutsche Übersetzung beigefügt werden.

Lageplan:

Hilfe und Informationen für Betroffene:

Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg

Westfriedhof

Große Diesdorfer Straße 160

39110 Magdeburg

  • +49 391 7368 420
  • +49 391 7368 401

Krankenhausseelsorge

  • Universitätsklinikum Magdeburg
  • +49 391 671-4220
  • +49 391 671-4016
  • +49 391 671-3142
  • +49 391 671-7424
  • Klinikum Magdeburg
  • +49 391 791-2079
  • St. Marienstift
  • +49 391 726-2806
  • +49 391 726-2067

Sozialdienste in den Krankenhäusern

  • über die jeweilige Klinik-Zentrale

Stiftung Netzwerk Leben

  • +49 391 534-2411
  • +49 391 534-2412

Verwaiste Eltern in Deutschland e.V.

  • Frau Hartig
  • +49 391 811-6857
  • Frau Kollwitz
  • +49 391 627-1524

Initiative REGENBOGEN "Glücklose Schwangerschaft" e.V.

  • Frau Herfurth
  • +49 392 046-0346

Elterntelefon

  • +49 800 111-0550 (kostenlos)

Telefonseelsorge

  • +49 800 111-0111 (kostenlos)
  • +49 800 111-0222 (kostenlos)

Kirchen

  • Katholische Kathedralpfarrei St. Sebastian
  • +49 391 569-1320
  • Evangelische Superintendentur
  • +49 391 541-0637
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