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Preisträger des Kaiser Otto Preises 2005

 

 

  Richard von Weizsäcker
   

Bundespräsident Richard von Weizsäcker a.D.

Richard von Weizsäcker wurde am 15. April 1920 in Stuttgart geboren.

  • 1939-1945 Weizsäcker ist Soldat im Zweiten Weltkrieg
  • 1945-1950 Studium der Rechtswissenschaften und Geschichte in Göttingen
  • 1948/49 Als Assistent des Rechtsanwalts Hellmut Becker wird er im Rahmen der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse Hilfsverteidiger seines Vaters Ernst von Weizsäcker
  • 1954 Eintritt in die CDU
  • 1964-1970 Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages
  • 1969-1981 Mitglied des Deutschen Bundestages
  • 1971-1978 Erarbeitung des neuen CDU-Grundsatzprogramms unter Weizsäckers Leitung
  • 1979-1981 Vizepräsident des Deutschen Bundestages
  • 1983 September: Weizsäcker reist als erster Regierender Bürgermeister von West-Berlin in die DDR. In Ost-Berlin wird er von Erich Honecker empfangen.
  • 1984-1994 Weizsäcker ist als Nachfolger von Karl Carstens der 6. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.
    Weizsäcker sieht nach eigenen Angaben seine Hauptaufgabe in der Begegnung mit Menschen; dabei sucht er besonders den Kontakt zur Jugend. Auch gegenüber Randgruppen der Gesellschaft oder harten Kritikern des Staates zeigt Weizsäcker keine Berührungsängste.
    Auf seinen Reisen stehen besonders die Probleme der Entwicklungsländer im Fokus. Er ist unter anderem Schirmherr der Welthungerhilfe.
    Weizsäcker setzt sich für eine Aussöhnung mit dem Ostblock ein und plädiert dafür die Reformprozesse in der Sowjetunion ernst zunehmen.
  • 1990 Beim Festakt zur Wiedervereinigung Deutschlands in Berlin prägt Weizsäcker die Worte "Sich zu vereinen, heißt teilen lernen".
  • 1992 In einer Rede vor dem Bundesverband der deutschen Industrie räumt Weizsäcker Fehler der Politik bei der Finanzierung der deutschen Einheit ein und verlangt gleichzeitig eine Offenlegung der Kosten des Vereinigungsprozesses. In diesem Zusammenhang kritisiert er auch den Zustand der Parteien und wirft der "Politikerschicht" vor, sie erliege einer "Machtversessenheit in bezug auf Wahlkampferfolge".
  • 1994 Übergabe des Bundespräsidentenamtes an Roman Herzog
  • 1996 Weizsäcker übernimmt im Sommersemester die Heinrich-Heine-Professur der Universität Düsseldorf. Sie umfasst vier öffentliche Vorlesungen zum Thema Europäische Entspannungspolitik in Vergangenheit und Gegenwart".
  • Von Weizsäcker erhält zahlreiche Auszeichnungen:
  • 1988 Auszeichnung mit der Ehrendoktorwürde der Universität Oxford
  • 1991 Auszeichnung mit dem Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf.
  • 1994 Verleihung des Leo-Baeck-Preis durch den Zentralrat der Juden in Deutschland
  • 1994 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Cambridge

  • 1995 Auszeichnung mit der Bubuer-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

  • Weizsäcker wird in Barcelona mit dem internationalen Katalonienpreis geehrt

  • Weizsäcker wird von der Prager Karlsuniversität mit dem Ehrendoktor der Rechtswissenschaften ausgezeichnet

  • Verleihung des Kunstpreises zur deutsch-tschechischen Verständigung in Dresden

  • 1996 zusammen mit Lech Walesa (geb. 1943) und George Bush (geb. 1924) wird Weizsäcker zum Ehrenbürger der Stadt Gdansk (Danzig) ernannt

  • 1998 Auszeichnung mit dem erstmals verliehenen Humanismus-Preis des Deutschen Altphilologenverbandes in Heidelberg
  • 2003 Verleihung des Erich-Kästner-Preises im Deutschen Bundestag
  • 2005 Verleihung des Kaiser Otto Preises durch die Stadt Magdeburg
  • 2015 gestorben am 31. Januar in Berlin

                                                                                Quelle des Lebenslaufs: Bundespräsidialamt

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