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Libellenatlas der Stadt Magdeburg

Im Hintergrundbild ist die Elbe abgebildet. Rechts unten befindet sich ein kleines Bild mit einer Libelle. Kaum zu glauben, 48 Arten der im Volksmund auch "Teufelsnadeln", "Schlangentöter" oder "Augenstecher" genannten Raubinsekten sind unter uns und wir kennen sie kaum. Die Rede ist von Libellen, die wissenschaftlich korrekt als Ordnung "Odonata" bezeichnet werden. Sie sind für den Menschen ungefährlich, besitzen keinen Stachel und beißen nur ihre Beute, insbesondere weichhäutige Insekten, unter anderem Mücken und Fliegen. Darüber hinaus sind sie wahre Flugkünstler mit einem komplizierten, hoch spezialisierten Flugapparat und dienten der Flugtechnik (Hubschrauber-Prinzip) als Vorlage.

Durch eine mehrjährige aktuelle Erfassung dieser Insektengruppe wurde nun bekannt, dass im Stadtgebiet von Magdeburg 60% des deutschen Artenspektrums vorkommen. Das spricht für eine vielfältige und teilweise noch intakte Naturausstattung im Gebiet der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Diese Tatsache ist insofern von besonderer Bedeutung, weil damit eine bekannte Insektengruppe als Anzeiger, der Fachmann spricht von "Bioindikatoren, für eine gute Lebensraumqualität unserer Gewässer dienen kann. Dies trifft sowohl für die in einem natürlichen Sandbett auch durch Magdeburg fließende naturnahe Elbe, als auch für die Mehrzahl der in der Überschwemmungszone der Elbaue vorhandenen Stillgewässer zu. Diese Stillgewässer sind im Stadtbereich in Form von Tümpeln, Weihern, Seen und temporären Flutrinnen noch vielfältig, aber in unterschiedlicher Qualität vorhanden. Dabei erweist sich, dass die Libellenfauna Magdeburgs mit 28 Arten der Roten Liste Deutschlands und mit 5 Arten der europaweiten Flora – Fauna – Habitat - Richtlinie von überregionaler Bedeutung ist, für die wir eine besondere Verantwortung wahrzunehmen haben.

Mit dem aktuellen Verbreitungsatlas des Vorkommens dieser Arten im Gebiet Magdeburgs legen wir eine erste "Stadt-Libellenfauna" für unser Gebiet vor, um diese Artengruppe als ökologisch bedeutende Bioindikatoren bekannt zu machen, denn man kann sie nur sinnvoll schützen, wenn man deren Bedeutung und Vorkommen genauer kennt. Wir erhoffen dadurch eine breite Zustimmung und tätige Hilfe beim Schutz ihrer Lebensräume. Zugleich geben wir damit den Magdeburger Schülern eine Arbeitsgrundlage in die Hand, mit deren Hilfe eine weitere Beschäftigung im Rahmen von Umwelt- und Naturschutz im Ökologie- und Biologieunterricht möglich ist. Denn so mancher Graben oder Teich könnte in seiner Lebensqualität noch verbessert, das heißt, weniger verunreinigt oder zunächst erst einmal beräumt und saniert werden. Die Verfolgung seiner Neubesiedlung mit den Libellen wäre dann eine lohnende, Erfolg versprechende und interessante Aufgabe.

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