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Statische Sicherung der Anna-Ebert-Brücke in der zweiten Bauphase

Seit Juli dieses Jahres befindet sich die statische Sicherung der denkmalgeschützten Anna-Ebert-Brücke in der zweiten Bauphase. In der ersten Bauphase, die 2016 begann, wurden das dritte und vierte Gewölbe von Westen sowie die drei angrenzenden Pfeiler instandgesetzt. Die Arbeiten zur statischen Sicherung verlaufen planmäßig und erfolgen nun an den übrigen neun der insgesamt elf Gewölben und deren Stützungen.

Blick auf die Gewölbe in Richtung Osten
Blick auf die Gewölbe in Richtung Osten

Grund für die Bauarbeiten ist der kritische Zustand der aus dem Jahre 1882 stammenden Anna-Ebert-Brücke. Das Hochwasser von 2013 hatte schwere Schäden am Tragwerk hinterlassen. Nach Angaben des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie ist sie wertvollste Brücke des Landes Sachsen-Anhalt in dieser Bauart. Sie unterliegt daher als technisches Denkmal einem besonderen Schutz.

Wie schon in der ersten werden auch in der zweiten Bauphase an den Gewölben und Pfeilern die Fugen erneuert, beschädigte bzw. fehlende Steine ersetzt sowie Rasterinjektionen vorgenommen. Bei dem letztgenannten Verfahren werden Hohlräume in den Gewölben und Pfeilern mit auf die Bauteilfestigkeit abgestimmter Feinstzementsuspension verfüllt und so die Stabilität der Brücke konsolidiert. Zusätzlich werden die größtenteils in Längsrichtung gerissenen Gewölbe durch Anker quer verspannt. Derzeit sind die Arbeiter mit der Fugenerneuerung am ersten Gewölbe beschäftigt. Dabei werden die schmalen Zwischenräume zwischen den einzelnen Ziegeln in aufwendiger Handarbeit ca.  drei Zentimeter tief heraus gestemmt. Anschließend werden die Fugen neu verfüllt.

Besonderes Augenmerk der Archäologen und Denkmalpfleger liegt auf der Rekonstruktion des einstigen Erscheinungsbildes der Brücke. So sind die Pfeiler und Gewölbe an den Seiten jeweils mit verschiedenen Wappen oder Köpfen der römischen Mythologie geschmückt. Auch Darstellungen jahreszeitlicher Symbole sind an der Brücke zu entdecken. Zudem war die Anna-Ebert-Brücke einst an ihren Zugängen von vier Löwen bewacht, wovon sich derzeit nur noch einer an seiner ursprünglichen Stelle befindet. Zwei weitere konnten gefunden werden. Einer bleibt jedoch verschwunden und soll später anhand einer alten Fotografie und der Physiognomie der anderen drei Löwen nachgebildet werden.

Neben den ursprünglichen Balustraden wurden bei den Arbeiten auch andere interessante Teile im Flussbett der alten Elbe gefunden. So lagern im Bauhof Mitte des Tiefbauamtes derzeit ca. 40  unterschiedliche große und verschieden geformte Sandsteinblöcke. Vermutlich bildeten die tonnenschweren Steine einst den Pfeiler einer nördlich der Anna-Ebert-Brücke gelegenen Brücke. In enger Zusammenarbeit mit der Denkmalbehörde und den Archäologen konstruieren Mitarbeiter des Tiefbauamtes derzeit deren eigentlichen Nutzen. Daneben wurden bei den Arbeiten an der Brücke  beispielsweise aber auch ein alter Degen oder die Überreste einer Gasmaske gefunden. Diese stellten sich jedoch als nicht historisch wertvoll heraus. Interessante Funde sind es dennoch.

Grundsätzlich steht zunächst jedoch die statische Sicherung der Brücke im Vordergrund, da ohne eine Schadensbeseitigung eine permanente Vollsperrung nicht abzuwenden wäre. Bis zur Fertigstellung des Ersatzneubaus Strombrückenzug fungiert die denkmalgeschützte Anna-Ebert-Brücke als Behelfsbrücke. Wenn die Instandsetzungsarbeiten an der Unterseite beendet sind, kann voraussichtlich 2020 damit begonnen werden, den alten Zustand der Brücke wiederherzustellen.

Blick auf die Gewölbe in Richtung Osten
Arbeiten zur statischen Sicherung der Anna-Ebert-Brücke
Das dritte und vierte Gewölbe der Anna-Ebert-Brücke
Fugenerneuerung am ersten Gewölbe
Eines der Wappen, die die Brücke schmücken
Die Enden der quer verspannten Anker werden später noch abgedeckt.
In den bereits fertiggestellten Gewölben wurden auch die Öffnungen als Unterschlupf für die Wasserfledermäuse wieder hergestellt.
Das bereits fertiggestellte vierte Gewölbe
Funde auf der Baustelle an der Anna-Ebert-Brücke
Die gefundenen etwa 40 Sandsteinblöcke

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