Wo kommt unser Wasser her? - 85 Jahre Wasserwerk Colbitz
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Wo kommt unser Wasser her? – 85 Jahre Wasserwerk Colbitz

Das Wasserwerk Colbitz feiert am 12. August seinen 85. Geburtstag. Es wurde 1932 eigens gegründet, um die Stadt Magdeburg mit Wasser zu versorgen. Heute erhalten insgesamt etwa eine halbe Million Menschen in der Region das Trinkwasser aus der Colbitz-Letzlinger Heide. Das Versorgungsgebiet der Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH (TWM), zu dem das Wasserwerk in Colbitz gehört, erstreckt sich über eine Fläche von etwa 5.700 Quadratkilometer in und um Magdeburg herum.

Eingeweiht wurde das, wie es damals noch hieß, „Grundwasserwerk Magdeburg“ am 12. August 1932 vom damaligen Oberbürgermeister Ernst Reuter. Bereits seit 1894 hatten Vorarbeiten und Gutachten zur Nutzung des Grundwassers aus der Colbitz-Letzlinger Heide durch die königlich-preußische Staatsregierung stattgefunden. 1930 wurde dann der Bau des Wasserwerks durch den bis 1931 regierenden Oberbürgermeister Hermann Beims beantragt und einstimmig von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen.

Das damalige Hauptgebäude ist auch heute noch erhalten. Es beherbergt eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Wasserwerks. In einer großen Halle befindet sich neben einigen außer Betrieb genommenen historischen Anlagen das Reinwasserpumpwerk, das das Trinkwasser in die Versorgungsgebiete befördert.

Einweihung durch Oberbürgermeister Ernst Reuter
Historischer Teil mit dem Reinwasserpumpwerk
Vergleich mit einer alten Aufnahme, Quelle: TWM
Historische Anlagen
Historische Anlagen
Historischer Teil des Wasserwerkes
Alte Aufnahme vom Brunnenbau 1930, Quelle: TWM
Alte Aufnahme von der Eröffnung des Wasserwerkes, Quelle: TWM
Historischer Teil des Wasserwerkes
Tafel anlässlich des 75. Jubiläums
Hydrant des Wasserwerkes
Erinnerung an die Polte Armaturen- und Maschinenfabrik OHG
Frühere Betriebsüberwachung

In den 85 Jahren seines Bestehens hat das Wasserwerk Colbitz einige Erweiterungen, Sanierungen und Erneuerungen durchlaufen. So ist das heutige Hauptgebäude etwas weiter nördlich entstanden, ebenso wie die Anlage zur Belüftung und Entgasung, die 2006 hinzugekommen ist, und 2011 die Filterspülwasserbehandlungsanlage.

Die TWM betreibt neben den Hauptwasserwerken Colbitz, Lindau, Haldensleben und Halberstadt-Klus noch elf kleinere Wasserwerke und ist verantwortlich für die Beschaffung, Gewinnung, Aufbereitung und den Transport des Trinkwassers zu den örtlichen Versorgern, Stadtwerken, Verbänden und Gesellschaften.

Dadurch erhalten nicht nur sechs Landkreise, sondern auch die Landeshauptstadt Trinkwasser aus der Colbitz-Letzlinger Heide. In Magdeburg angekommen verteilen die SWM das Trinkwasser an die einzelnen Haushalte.

Das Wasserwerk Colbitz gehört zur Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH.
Verbundsystem der Trinkwasserversorgung
Die Städtischen Werke Magdeburg versorgen die Magdeburger Haushalte.

Seit 1966 erfolgt die Wasserversorgung Magdeburgs ausschließlich durch das Wasserwerk Colbitz. Zuvor diente das ehemalige Wasserwerk Buckau, das sein Wasser aus der Elbe bezog, ebenfalls als Wasserlieferant.

Genau zehn Jahre später erhielt das Colbitzer Wasserwerk eine Besonderheit, die auch heute noch Zuschauermagnet ist. Das Nilkrokodil Theophila lebt seit 1967 im Wasserwerk. Es war ein Geschenk der ehemaligen Magdeburger Partnerstadt Kayes im westafrikanischen Mali für den Bau eines Wasserwerks am Senegal. Die 43-jährige Krokodildame lebt im Hauptgebäude in einem großen Terrarium.

Seit 1967 lebt das Nilkrokodil im Wasserwerk Colbitz.
Krokodildame Theophila
Terrarium der Krokodildame

Schon Ende des 19. Jahrhunderts hatten Gutachten dem Grundwasser der Colbitz-Letzlinger Heide eine besonders gute Qualität bescheinigt. Das Wasser ist von Natur aus frei von Keimen und gesundheitsgefährdenden Stoffen. Zudem hat es einen niedrigen Salzgehalt und eignet sich daher bestens für den Gebrauch im privaten und industriellen Bereich. Im Wasserwerk durchläuft es im Grunde zwei Stationen, bevor es als Reinwasser in die Behälter und anschließend an die Versorger geht.

Über ein System aus etwa 40 Kilometer langen Rohrwasserleitungen wird das Grundwasser, das aus 60 Brunnen in der Region gewonnen wird, zum Wasserwerk transportiert. Dort angekommen wird es zunächst mit Sauerstoff angereichert, indem es über Kaskaden – also stufenförmige Wasserfälle – fließt. Gleichzeitig wird bei diesem Schritt die Kohlensäure entzogen. Über ein weiteres Gefälle gelangt es anschließend in die Filteranlage, in der dem Wasser mithilfe von Quarzkies Eisen und Mangan entzogen wird. Das so aufbereitete Wasser ist bereits das Endprodukt, das später bei den Verbrauchern aus dem Hahn kommt.

Um die Qualität zu sichern, wird das gefilterter Wasser vor seinem Weg in die großen Reinwasserbehälter mehrmals wöchentlich beprobt. Das erfolgt zum einen durch das akkreditierte Trinkwasserlabor der TWM. Zum anderen entnehmen die Behörden bei regelmäßigen Kontrollen Wasserproben.

In der Filterspülwasserbehandlungsanlage, die sich in unmittelbarer Nähe zu beiden Stationen befindet, wird der aus dem Wasser gefilterte „Abfall“ aufgefangen, aufbereitet und in einem Silo zwischengelagert. Über einen Tankwagen wird die Masse zum nächsten Abwasserwerk abtransportiert.

Über die Kaskaden wird Sauerstoff zugeführt und Kohlensäure entzogen.
Insgesamt gibt es sechs Kammern für das ankommende Rohwasser.
Zähler für die Rohwasser-Zulauf-Kammern
Die Be- und Entlüftungsanlage ist seit 2006 in Betrieb.
Filteranlagen des Wasserwerkes
Zur Filterung wird Quarzkies verwendet.
Das gefilterte Wasser wird regelmäßig beprobt.
Filterspülwasserbehandlungsanlage
Das gefilterte Wasser gelangt über dieses Rohrsystem in die Reinwasserbehälter.
Reinwasserpumpwerk im historischen Teil
Die Reinwasserbehälter befinden sich unterirdisch.
Luftbild von der Satuelle

Die Colbitz-Letzlinger Heide erstreckt sich über eine Fläche von etwa 600 Quadratkilometer. Der Untergrund dieses Gebiets bevorratet etwa 3,3 Milliarden Kubikmeter Grundwasser. Durch Niederschläge wird dieses ständig erneuert. Dennoch wurde der Wasserverbrauch in den 1960er Jahren so hoch, dass das Grundwasser allein nicht mehr ausreichte. Es wurde eine künstliche Grundwasseranreicherung gegründet, die bis heute in Betrieb ist.

Dazu wird ein Teil des Wasser der Ohre, die südlich der Colbitz-Letzlinger Heide fließt, über ein System aus Einlaufbauwerk, Entnahmebecken, Pumpwerk (Satuelle), Druckleitungen und offenem Kanal in Infiltrationsbecken geleitet und dort versickert. Nach einer Bodenpassage gelangt das so vorgereinigte Wasser in den Untergrund und wird als Grundwasser durch die Brunnen gefördert.

Um das für die Trinkwasseraufbereitung genutzte Grundwasservorkommen in der Colbitz-Letzlinger Heide vor schädlichen Einflüssen zu schützen, sind die Einzugsgebiete der Brunnen als Wasserschutzgebiete ausgewiesen. Dabei ziehen sich drei Schutzzonen weitläufig um das Gebiet. Der Vorteil der Colbitz-Letzlinger Heide ist, dass es sich hierbei um ein größtenteils bewaldetes Gebiet handelt. Dadurch sind Umwelteinflüsse beispielsweise durch die Landwirtschaft ausgeschlossen.

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