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Hochwasserschutzanlagen in Zollstraße und Turmschanzenstraße offiziell übergeben

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat am 7. August 2017 die Hochwasserschutzanlagen in der Zollstraße und in der Turmschanzenstraße offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Ebenfalls anwesend waren Klaus Rehda, Staatssekretär im Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Hans-Werner Uhlmann, stellvertretender Direktor des Landesbetriebs Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt, sowie Dr. Dieter Scheidemann, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr. In die beiden Hochwasserschutzwände wurde etwa 10,8 Millionen Euro investiert.

v.l.n.r.: Baubeigeordneter Dr. Dieter Scheidemann, Tiefbauamtsleiter Thorsten Gebhardt, OB Dr. Lutz Trümper, Staatssekretär Klaus Rehda und Dr. Hans-Werner Uhlmann, stellvertr. Direktor des LHW
v.l.n.r.: Baubeigeordneter Dr. Dieter Scheidemann, Tiefbauamtsleiter Thorsten Gebhardt, OB Dr. Lutz Trümper, Staatssekretär Klaus Rehda und Dr. Hans-Werner Uhlmann, stellvertr. Direktor des LHW

Neben dem Wohngebiet Speicher Buckau waren vor allem die Anwohner auf dem Werder und in Brückfeld von dem Hochwasser 2013 besonders stark betroffen. Seitdem erarbeitete die Landeshauptstadt Magdeburg gemeinsam mit der Landesregierung und dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz Maßnahmen zur Sicherung der Stadtteile im Falle eines erneuten Hochwassers.

Die Hochwasserschutzanlage in Buckau mit einer stationären Stahlbetonwand und mobilen Elementen an den Wegquerungen wurde im April dieses Jahres eingeweiht. Heute folgte die offizielle Übergabe in der Zoll- und der Turmschanzenstraße. Bauherrin ist in beiden Straßen die Landeshauptstadt Magdeburg. Die Kosten von etwa 10,8 Millionen Euro wurden zu 100% vom Landesverwaltungsamt gefördert.

Entstanden sind zwei Hochwasserschutzwände mit einer Konstruktionshöhe von 7,80 Meter Pegel Strombrücke. Die Anlage in der Zollstraße ist etwa einen Kilometer lang und verläuft von der Zollbrücke bis zum Nordbrückenzug, Markgrafenstraße. Die Stahlbetonwand, in die sechs Glaswandsysteme als „Elbblick“ integriert wurden, bietet Schutz vor Strom und Alter Elbe. Über die gesamte Länge verläuft sie landseitig mit einer gleichbleibenden Wandhöhe von 1,30 Metern. Zudem wurde dort der angrenzende Gehweg neu angelegt und 70 Kaiserlinden gepflanzt. Die Kosten betragen etwa 6,2 Millionen Euro.

Die Hochwasserschutzwand in der Turmschanzenstraße bietet Schutz vor Hochwasser aus der Alten Elbe. Sie verläuft zwischen Anna-Ebert-Brücke und dem Ministerium für Arbeit und Soziales. Die Wandhöhe variiert dort entsprechend der Geländetopografie zwischen 1,30 und 0,60 Meter – das Gelände steigt von Süd nach Nord. Wie in der Zollstraße wurden Glaselemente verbaut, um einen Blick auf die Elbe zu ermöglichen. An den Durchgängen wurden Klapptafeln verbaut, die im Hochwasserfall mithilfe von Gasdruckfedern aufgestellt und manuell verspannt werden. Der Gehweg wurde auch dort bereits neu angelegt. Die Bepflanzung ist für den kommenden Herbst vorgesehen. Die Gesamtkosten liegen bei etwa 4,6 Millionen Euro.

Derzeit erfolgen zudem noch Arbeiten an der Hochwasserschutzwand in der Oststraße, für die der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Bauherr ist. Es fehlen noch 150 Meter, die bis zum Oktober dieses Jahres ergänzt werden sollen. Die Kosten liegen dort bei etwa 3,1 Millionen Euro.

Bilder von den Hochwasserschutzanlagen

Elbbalkon in der Zollstraße mit Sichtfenstern auf die Elbe
Hochwasserschutzanlage in der Zollstraße, Wandhöhe 1,30 Meter
In die Hochwasserschutzwand wurden Glaselemente verbaut, die den Blick auf die Elbe freigeben.
Hochwasseranlage in der Turmschanzenstraße mit Elbbalkon
Blick auf die Hochwasserschutzwand Zollstraße

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