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Bis auf Weiteres kein Badebetrieb am Barleber See

Im Barleber See darf vorerst nicht gebadet werden. Die Algenbelastung ist so hoch, dass der Fachbereich Schule und Sport am 9. August 2017 aus Sicherheitsgründen festgelegt hat, den Badebetrieb bis auf Weiteres einzustellen. Vorausgegangen war ein Vor-Ort-Termin mit Vertretern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft.

Dabei wurde festgestellt, dass durch den derzeitig vorherrschenden Wind vermehrt Blaualgen in den Bereich des Strandbades getrieben werden. Der Besuch des Strandbades ist dennoch möglich. Die Rettungstürme sind besetzt, das Personal ist vor Ort. Besucher des Strandbades werden durch Aushänge an den Kassen und durch das Personal über möglichen Gefahren für die Gesundheit informiert. Es wird jedoch kein Eintritt kassiert!

Kinder und Allergiker sollten in jedem Fall das Wasser meiden! Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass bestimmte Blaualgen Giftstoffe bilden können, die allergische Reaktionen, Haut- und Schleimhautreizungen sowie Atemwegserkrankungen und Fieber auslösen können. Daher sollten die Hinweise unbedingt beachtet werden.

Die Situation wird ständig überwacht. Sobald der Badebetrieb wieder aufgenommen werden kann, informiert die Stadtverwaltung darüber. Zudem wird die Landeshauptstadt mit Unterstützung der genannten Institutionen nach den Ursachen suchen, um Lösungen zur nachhaltigen Bekämpfung der Algen zu finden. Mit einer kurzfristigen Lösung ist jedoch nicht zu rechnen.

Blaualgen im Barleber See werden vermehrt seit dem 2. August beobachtet. Algenmassenentwicklungen stellen sich in natürlichen Gewässern oft während Schönwetterperioden sehr plötzlich ein und sind daher nicht vorhersehbar. Manche Blaualgen sammeln sich bevorzugt an der Wasseroberfläche und werden durch den Wind in Ufernähe getrieben, wodurch teppichartige Beläge auf dem Wasser und in der Nähe des Ufers gebildet werden können. Die grundsätzliche Möglichkeit zur Entwicklung von Blaualgen an Badeseen ist in der Badegewässergütekarte Sachsen-Anhalt verzeichnet. Auch die Seen in Magdeburg sind mit diesem Hinweis markiert.

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