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Blindes Magdeburger Ehepaar mit dem Adelheid-Preis 2016 gewürdigt

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat am 19. Februar im Kaiser-Otto-Saal des Kulturhistorischen Museums den Adelheid-Preis 2016 an das blinde Ehepaar Christine und Dieter Wendel für ihr langjähriges soziales Engagement überreicht. Damit würdigte das Preiskuratorium unter anderem den hohen persönlichen Einsatz in unterschiedlichen Bereichen sozialer Arbeit. Die Verleihung fand im Rahmen eines Festaktes der Landeshauptstadt Magdeburg statt, an dem zahlreiche Vertreter sozialer Träger und Vereine teilnahmen. Die Laudatio hielt die Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit und Soziales, Beate Bröcker.

Preisübergabe an das Ehepaar Wendel durch Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, Beate Bröcker, Staatssekretärin des Ministeriums für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt und Sozialbeigeordnete Simone Borris
Preisübergabe an das Ehepaar Wendel durch Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, Beate Bröcker, Staatssekretärin des Ministeriums für Arbeit und Soziales, und Sozialbeigeordnete Simone Borris

„Die Erinnerung an Kaiserin Adelheid nehmen wir zum Anlass, ein Ehepaar aus unserer Mitte zu ehren, das eine Würdigung seines freiwilligen und unermüdlichen Engagements verdient“, so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Als neue Preisträger hat das Kuratorium Dieter und Christine Wendel ausgewählt, die sich mit hohem persönlichem Einsatz seit mehr als 40 Jahren trotz eigener schwerer Behinderung für andere Betroffene sozial engagieren.“

Dieter Wendel ist seit 1972 ehrenamtlich im Blinden- und Sehbehinderten-Verband tätig, seine Frau Christine seit 1974. Im früheren Blinden- und Sehschwachenverband arbeiteten beide zunächst in der Kreisorganisation Magdeburg-Nord als ehrenamtliche Vertrauensleute. Dazu gehörten regelmäßige Besuche bei den von ihnen zu betreuenden Betroffenen und das Ausrichten von Treffen und Veranstaltungen.

Nach der Deutschen Einheit und der damit verbundenen Neustrukturierung des Verbandes als Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt wurde Dieter Wendel in den neu gebildeten Stadtvorstand Magdeburg gewählt und übernahm trotz fortschreitender eigener Erblindung die Leitung der Selbsthilfegruppe des Verbandes in Magdeburg-Nord. Er gründete eine Wandergruppe für Blinde und Sehbehinderte, die noch heute besteht und einmal monatlich Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung Magdeburgs unternimmt.

Seit 2007 leitet Dieter Wendel die Regionalgruppe Magdeburg des Blinden- und Sehbehinderten-Verbandes mit rund 120 Mitgliedern. Innerhalb dieser Gruppe koordiniert er mit Unterstützung seiner Frau Christine die Arbeit der stadtteilbezogenen Selbsthilfegruppen und weiterer Interessengruppen des Verbandes. Dazu gehören das Erstellen von regelmäßigen Informationsschreiben für die Mitglieder, das Ausrichten von Mitgliederversammlungen und weiteren Veranstaltungen sowie die Organisation von Ausflugsfahrten und Gruppenreisen. Er ist zugleich Mitglied in der Leitung der Bezirksgruppe West, die neben Magdeburg die Landkreise Salzlandkreis, Harzkreis und Teile des Bördekreises umfasst.

Dieter Wendel vertritt den Verband auch in der kommunalen Arbeitsgruppe der Menschen mit Behinderungen und setzt sich hier vor allem für den Abbau von Barrieren für Sehbehinderte und für soziale Angebote ein

2010 wurde Dieter Wendel mit dem GRATUS-Preis des Blinden- und Sehbehinderten-Verbandes ausgezeichnet. Damit werden Personen geehrt, die sich in besonderer Weise für die Anliegen des Verbandes verdient gemacht haben.

Christine Wendel leitet eine Handarbeitsgruppe im Stadtverband, die sie auch mitgegründet hat. Sie nutzt seit rund acht Jahren eine Führhündin zur Verbesserung ihrer Selbstständigkeit und Mobilität und arbeitet im Arbeitskreis für Führhundehalter des Verbandes mit.

Christine und Dieter Wendel haben 1973 geheiratet und leben seit 1974 in Magdeburg. Ihre Tochter Peggy wurde 1974 geboren. Das blinde Ehepaar hat einen 18-jährigen Enkel. Es betreut und begleitet seit Jahrzehnten zumeist ältere bis hochbetagte blinde und sehbehinderte Verbandsmitglieder im nördlichen Stadtgebiet.

Mit dem Adelheid-Preis würdigt die Landeshauptstadt Magdeburg jährlich Personen oder Gruppen, die sich durch hervorragendes ehrenamtliches Engagement im sozialen Bereich auszeichnen. Erstmals wurde der Adelheid-Preis durch den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg, Dr. Lutz Trümper, im Jahr 2012 verliehen.

Zum Kuratorium gehören die Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit, Simone Borris, als Vorsitzende, Matthias Boxhorn von der CDU/FDP/BfM-Stadtratsfraktion, Birgit Bursee von der Arbeitsgruppe „Magdeburger Netzwerk für bürgerschaftliches Engagement“, Ehrenstadtrat Hans-Dieter Bromberg, der Vorstand der Stadtsparkasse Magdeburg, Horst Eckert, Gabriele Haberland von der Kreisarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, der frühere Stadtrat Dr. Jürgen Hildebrand, die Vorsitzende des Gesundheits- und Sozialausschusses Kornelia Keune und Alfred Westphal von der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Namensgeberin für den Adelheid-Preis ist Kaiserin Adelheid (931 – 999), die zweite Ehefrau Ottos des Großen, die wegen ihres karitativen Wirkens und ihrer Mildtätigkeit bereits zu Lebzeiten vom Volk verehrt wurde. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert als finanzielle Unterstützung sozialer Projekte der Preisträger. Die Bekanntgabe der durch das Kuratorium zur Vergabe des Adelheid-Preises ermittelten Preisträger erfolgt jährlich am 16. Dezember anlässlich des Todestages der Kaiserin Adelheid im Jahr 999.

Adelheid-Preis 2016 Adelheid-Preis 2016
Begrüßung durch Simone Borris, Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit Begrüßung durch Simone Borris, Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit
Akademischer Chor unter der Leitung von Ulrich Weller Akademischer Chor unter der Leitung von Ulrich Weller
Festrede des Oberbürgermeisters Dr. Lutz Trümper Festrede des Oberbürgermeisters Dr. Lutz Trümper
Die Preisverleihung fand im Kaiser-Otto-Saal des Kulturhistorischen Museums statt. Die Preisverleihung fand im Kaiser-Otto-Saal des Kulturhistorischen Museums statt.
Preisübergabe an das Ehepaar Wendel durch Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, Beate Bröcker, Staatssekretärin des Ministeriums für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt und Sozialbeigeordnete Simone Borris Preisübergabe an das Ehepaar Wendel durch Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, Beate Bröcker, Staatssekretärin des Ministeriums für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt und Sozialbeigeordnete Simone Borris
Dankesworte der Preiträger Dankesworte der Preiträger
Die Preisträger Christine und Dieter Wendel mit Hündin Alice Die Preisträger Christine und Dieter Wendel mit Hündin Alice

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Stand: 23.10.2017 18:42 Uhr
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