Jahresauftakt-Pressekonferenz 2017
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Jahresauftakt - OB Trümper gibt Ausblick auf wichtigste Vorhaben: „Auch 2017 wird Magdeburg wachsen!“

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat am 11. Januar die wichtigsten Projekte der Landeshauptstadt Magdeburg 2017 vorgestellt. Im Rahmen der traditionellen Jahresauftakt-Pressekonferenz im Alten Rathaus erläuterte er, welche baulichen, kulturellen und wirtschaftlichen Vorhaben in den kommenden Monaten auf der Agenda der Stadtverwaltung stehen.

OB Dr. Lutz Trümper bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz 2017
OB Dr. Lutz Trümper bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz 2017

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper sagte zu Beginn der Pressekonferenz: „Wir haben mit 2016 ein erfolgreiches Jahr hinter uns gebracht, in dem wir eine wichtige Marke übersprungen haben – nämlich die der 240.000 Einwohner. Neben der großen Freude darüber sind wir uns aber auch der Verantwortung bewusst, die ein solches Wachstum mit sich bringt. Deshalb bauen wir auch 2017 neue Kindertagesstätten, sanieren Schulgebäude und investieren in Sportstätten, aber auch in Straßen und Brücken. Dies alles sind Zeichen, dass die Landeshauptstadt Magdeburg weiterhin ein attraktiver Lebens- und Arbeitsort bleibt.“

Zwei Großbauprojekte auch 2017 im Fokus

Auch 2017 wird das Stadtbild durch etliche Baustellen geprägt sein. Die mit Abstand größte ist weiterhin die für die künftige Eisenbahnüberführung in der Ernst-Reuter-Allee. Nach einer einwöchigen Weihnachtspause wird seit Jahresbeginn wieder an der Herstellung der südlichen Tunneldecken gearbeitet. Im Zuge dieser Ausführung wird die Wasserhaltungsanlage sukzessive erweitert, wobei sich die Fördermengen des Grundwassers stetig erhöhen. Ende 2017 sollen die Tunneldecken, Tröge und Stützwände auf der Südseite hergestellt sein.

Anfang April 2017 werden die neuen Eisenbahnüberführungsbauwerke der Gleise 10 bis 13 in Betrieb genommen. Damit wird die Voraussetzung geschaffen, die Überführungen der Gleise 6 bis 8 zurückzubauen. Zum Abbruch und zur Herstellung der neuen Brückenbauwerke war eine planmäßige Vollsperrung der Ernst-Reuter-Allee von April bis August 2017 vorgesehen. Da es im bisherigen Verlauf des Bauvorhabens zu Verzögerungen gekommen ist, wird es zur Absicherung des vorgesehenen Fertigstellungstermins notwendig sein, die Vollsperrung voraussichtlich bis zum Ende des Jahres 2018 zu verlängern. Dadurch können die nächsten Bohrpfahlgründungen auf der nördlichen Ernst-Reuter-Allee bereits ab April 2017 fortgesetzt werden. Weitere aktuelle Informationen gibt es auch im Internet unter www.tunnel.magdeburg.de.

Das zweite verkehrsplanerische Großvorhaben ist der Ersatzneubau Strombrückenzug. Die vorliegende Planung sieht nun den Neubau einer Brücke über die Zollelbe, einer Schrägseilbrücke über die Alte Elbe sowie die Sanierung der bestehenden Neuen Strombrücke vor. Die Länge der gesamten Baustrecke beträgt in der West-Ost-Achse ca. 1.050 m und in der Nord-Süd-Achse ca. 490 m zuzüglich der Änderungen/ Ergänzungen im nachgeordneten Straßennetz. Für den durchgehenden Fahrzeugverkehr ist jeweils eine Fahrspur vorgesehen, die in den Knotenpunktbereichen um die erforderlichen Abbiegespuren ergänzt wird.
Für den ÖPNV (Straßenbahn/ Bus) ist im Straßenquerschnitt ein besonderer Bahnkörper vorgesehen.

Die Anna-Ebert-Brücke wird im 1. Bauabschnitt im Bereich der Unterbauten bzw. des Tragsystems ertüchtigt, so dass diese über den Zeitraum der Errichtung des Neuen Strombrückenzuges als Behelfsbrücke weiter zur Verfügung steht. Nach der Errichtung des Neuen Strombrückenzuges kann sie vom Fußgänger- und Radfahrverkehr sowie dem Anliegerverkehr ohne Führung der Straßenbahn und ohne Zulassung für den Schwerverkehr weiterhin genutzt werden.

Das Baurecht für den gesamten Strombrückenzug, welches durch ein Planfeststellungsverfahren hergestellt wird, liegt voraussichtlich im III. Quartal 2017 vor. Um einen zeitlich verkürzten Planungsablauf und einen zeitnahen Baubeginn zu ermöglichen, wird die Planung parallel zum Planfeststellungsverfahren weitergeführt und die europaweite Ausschreibung vorbereitet. Der Baubeginn ist nach Vorliegen des Planfeststellungsbeschlusses geplant. Das Bauende wird mit dem I. Quartal 2020 avisiert.

Informationen und Visualisierungen des Bauwerks gibt es im Internet auf der für das Bauvorhaben eingerichteten Seite www.magdeburg.de/Start/Bürger-Stadt/Leben-in-Magdeburg/Verkehr/Strombrückenzug.

Planungen für weitere umfangreiche Baumaßnahmen

Weitere Brückenbauarbeiten werden in diesem Jahr vorbereitet. Das betrifft zum Beispiel den Magdeburger Ring im Bereich der Sudenburger Wuhne. Das mehr als 40 Jahre alte Bauwerk ist inzwischen so geschädigt, dass es wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll ist, einzelne Teile instandzusetzen. Gegenwärtig läuft in enger Abstimmung mit der Bahn AG die Vorplanung des Ersatzneubaus, für den in diesem Jahr auf Basis des Bauwerksentwurfes eine Kreuzungsvereinbarung abgeschlossen werden soll.

Da die Bahn AG eine größere Durchfahrtshöhe anstrebt, ist sie sogenannter „Verlangender“ und wird voraussichtlich einen Großteil der Baukosten tragen. Diese werden derzeit auf 11,8 Millionen Euro eingeschätzt. Als reine Bauzeit für den Ersatzneubau werden ca. drei Jahre veranschlagt. Gebaut wird unter eingeschränkter Aufrechterhaltung des Verkehrs – aber erst, wenn die Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee fertiggestellt ist.

Derzeit laufen ebenfalls Planungen für die Ertüchtigung der MDCC-Arena. Statiker hatten gemessen, dass das rhythmische Hüpfen der Fußballfans zu einer akuten Beanspruchung des Bauwerks führt und damit gegen die genehmigte Nutzung als reine Sitzplatz-Arena verstößt. In welchem Umfang die Tribünen ertüchtigt werden, darüber entscheidet der Stadtrat in diesem Jahr.

Die Faulmannstraße ist in Verlängerung der Ottersleber Straße eine wichtige Verbindungsstraße zwischen der B71 (Flugplatz Magdeburg) und den Stadtteilen Salbke und Westerhüsen. Entsprechend eines Stadtratsbeschlusses soll der Knoten Alt Salbke/ Faulmannstraße unter Berücksichtigung der Belange des ÖPNV und der Radwegebeziehungen grundhaft ausgebaut bzw. erweitert werden. Dazu wird in diesem Jahr die Entwurfsplanung einschließlich Gleisanlage, barrierefreie Haltestellen und Nebenanlagen erstellt sowie das Planfeststellungsverfahren vorbereitet und beantragt. Nach Abschluss der Planfeststellung ist ein Baubeginn voraussichtlich ab Anfang 2019 möglich. Zu dem Gesamtprojekt gehört auch der Ersatzneubau der Brücke Alt Salbke über die Sülze, die während der Arbeiten gesperrt werden muss. Der Verkehr wird währenddessen über eine Behelfsbrücke umgeleitet.

Auch an der 2. Nord-Süd-Verbindung der Straßenbahn wird weitergearbeitet. Das Stadtplanungsamt begleitet intensiv die Planungen der MVB. So liegt für den 4. Bauabschnitt (Damaschkeplatz – Herrmann-Bruse-Platz) der rechtskräftige Planfeststellungsbeschluss vor, dessen Umsetzung begleitet wird. Für den Bauabschnitt 5 (Herrmann-Bruse-Platz – Ebendorfer Chaussee) sowie Bauabschnitt 6 (Ebendorfer Chaussee – Kannenstieg) wurden Ende 2016 die Planfeststellungsverfahren beantragt. Für den 7. Bauabschnitt (Raiffeisenstraße – Wiener Straße) gibt es seit 20. Dezember 2016 den Planfeststellungsbeschluss. Dieser und die Planfeststellungsunterlagen liegen bis zum 20. Januar 2017 im Fachbereich Vermessungsamt und Baurecht aus und können von interessierten Bürgerinnen und Bürgern eingesehen werden.

Investitionen ins Stadtbild

Die Innenstadt Magdeburgs wird an mehreren Stellen ein neues Gesicht erhalten. Zum einen entsteht am Standort des abgerissenen „Blauen Bocks“ der neue Geschäftssitz der Städtischen Werke Magdeburg. Zudem wird am BreitenWeg/ Ecke Danzstraße ein neues Quartier in Domnähe gebaut, für das drei Magdeburger Wohnungsunternehmen verantwortlich zeichnen, darunter auch die städtische Wobau. Darüber hinaus wird in der Otto-von-Guericke-Straße ein Hotel errichtet und für den östlichen Universitätsplatz laufen Verhandlungen mit zwei Interessenten über einen städtebaulichen Wettbewerb.

Einen solchen städtebaulichen Wettbewerb soll es ebenfalls zur Entwicklung des Heumarktes geben. Zudem arbeitet das Stadtplanungsamt an Freiraumplanungen u.a. für den verlängerten Strombrückenzug, die Neugestaltung des Platzes am Gesundheitsamt, den Nicolaiplatz, den Eiskellerplatz, das DEUTAG-Gelände im Wissenschaftshafen sowie den Bürgerpark Reform. Und auch die Umfeldgestaltung Hyparschale/ Stadthallenareal wird weiter beplant.

Der Stadtgartenbetrieb SFM setzt die Baumoffensive fort, für die in diesem Jahr 400.000 Euro zur Verfügung stehen. Damit sollen vor allem in vom Asiatischen Laubholzbockkäfer betroffenen Stadtteilen resistente Bäume gepflanzt werden.

Bedeutende Veranstaltungen zu Ehren Telemanns und Luthers

Vom Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung und seinen Partnern werden zum Gedenken an den 250. Todestag von Georg Philipp Telemann über das gesamte Jahr 2017 hinweg, insbesondere jedoch im Zeitraum März bis Juni, über 50 Veranstaltungen in Magdeburg im Rahmen des Projektes „Telemania“ organisiert. Zu den Höhepunkten gehören der 9. Internationale Telemann-Wettbewerb, ein Konzert des Leipziger Thomanerchores in der Johanniskirche und ein Open-Air-Konzert von Till Brönner & Orchester im Stadtpark, viele Events für das jüngere Publikum, Musik im öffentlichen Raum sowie in der kürzesten Nacht des Jahres für alle Magdeburger und Magdeburgerinnen die Lange Telemann-Nacht im Klosterbergegarten. Ein zusätzliches Highlight wird die Telemann-Erlebnisausstellung im Gartenhaus des Gesellschaftshauses im Klosterbergegarten sein.

Musikalisch wird auch das letzte April-Wochenende. Dann ist die Landeshauptstadt Magdeburg Gastgeberin für das 19. Deutsche Chorfestival des Verbandes Deutscher KonzertChöre. An dem Festival wirken mehr als 30 Chöre, zwei Orchester, zahlreiche Solisten und Dirigenten mit. Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches, vielfältiges Programm zum Festival-Motto „Welt in Atem“ – die Landeshauptstadt wird dabei von den Sängerinnen und Sängern des Domchores, der Domsingschule und des Kinder- und Jugendchores Magdeburg sowie den Dirigenten Barry Jordan, Sabine Lattorf und Astrid Schubert vertreten.

Am Himmelfahrts-Wochenende ist Magdeburg zudem einer der Standorte für den „Kirchentag auf dem Weg“, bei dem auf besondere Weise 500 Jahre Reformation gefeiert werden. Vom 25. bis 27. Mai werden zehntausende Christinnen und Christen in der Ottostadt erwartet. Ein besonderes Highlight wird das Schiffstreffen am 26. Mai sein – ein glanzvolles Fest mit einer großen Licht-Klang-Inszenierung an und auf der Elbe.

Bis zur Sommerpause warten Magdeburger Opernhaus und Schauspielhaus mit insgesamt 14 Premieren auf. Das Puppentheater Magdeburg plant in diesem Jahr sechs Neuinszenierungen. Darüber hinaus finden im Juni zum 5. Mal die „KinderKulturTage“ statt – dieses Mal mit dem Thema „Fremde Orte“.

Auch auf dem Weg zur Kulturhauptstadt Europas 2025 werden 2017 wichtige Schritte gegangen: Durch die Arbeit der Beiräte und des Bewerbungsbüros werden die Schwerpunkte der Bewerbung identifiziert. Anschließend sollen die Themen konkretisiert und im intensiven Dialog (Zusammenarbeit zwischen kulturellem, wirtschaftlichem und sozialem Sektor und der freien Szene) weiterentwickelt werden. Um in der Öffentlichkeit immer sichtbarer zu werden, wird die Kreation der Corporate Identity öffentlich ausgeschrieben und eine neue Website gestartet. Das Bewerbungsbüro will sich zudem auf die regionale und internationale Zusammenarbeit fokussieren und mit konkreten Projektentwicklungen beginnen.

Ehrungen

Magdeburg wird auch in diesem Jahr wieder die Gelegenheit nutzen, sich mit verschiedenen Preisen bei engagierten Bürgern, Sportlern, Künstlern, Wissenschaftlern und Politikern zu bedanken. So erhält am 19. Februar das Ehepaar Wendel den Adelheid-Preis für sein jahrzehntelanges Wirken für blinde und sehbehinderte Magdeburgerinnen und Magdeburger. Voraussichtlich im Sommer verleihen die Landeshauptstadt und die Kaiser-Otto-Stiftung wieder den Kaiser-Otto-Preis für herausragendes Engagement für die europäische Idee. Im Oktober ehren Landeshauptstadt und Otto-von-Guericke-Universität wieder einen verdienten Wissenschaftler mit dem Eike-von-Repgow-Stipendium. Zudem gibt es 2017 neben dem Otto-von-Guericke-Stipendium für einen Studierenden der Magdeburger Universität erstmals auch ein Stipendium für einen Studierenden der Hochschule Magdeburg-Stendal. Und im November werden die Sportler, die 2017 Magdeburg erfolgreich vertreten haben, mit einer Gala in der Johanniskirche gewürdigt. Engagierte Bürgerinnen und Bürger werden Angang Dezember mit einer Festveranstaltung geehrt.

Am 1. März 2017 tritt die neue Stadtschreiberin ihr Amt an. Inger-Maria Mahlke wird sieben Monate in Magdeburg wohnen und plant, während ihres Arbeitsstipendiums ihren vierten Roman zu vollenden. Zudem freut sich Magdeburg, dass in diesem Jahr zwei Städtepartnerschaften ein rundes Jubiläum haben – seit 40 Jahren ist die Ottostadt freundschaftlich mit Sarajewo verbunden und seit 30 Jahren mit Braunschweig.

Investitionen für Familien und Kinder

Damit Magdeburg weiterhin attraktiv für Familien bleibt, werden auch 2017 Wohngebiete erschlossen und vermarktet. So werden Eigenheimparzellen im Iltisweg, in Lemsdorf-Klinketal, Kümmelsberg Ostseite sowie Restparzellen im Wohngebiet „Kannenstieg“ verkauft. Die Vergabe soll für die Wohnbaugebiete Iltisweg und Lemsdorf-Klinketal – vorbehaltlich der Zustimmung der politischen Gremien der Landeshauptstadt Magdeburg – als familienfreundliches Bauland mit einer Familienförderung erfolgen. Für den Kümmelsberg wird eine Erschließungsstraße einschließlich Ver- und Entsorgungsleitungen der SWM gebaut.

Der Stadtgartenbetrieb SFM wird in der Hugo-Junkers-Allee/ Ostrowskistraße für 240.000 Euro einen neuen Spielplatz errichten. Zudem wird der Spielplatz Langer Weg saniert und erweitert. Die Gesamtkosten liegen hierfür bei 390.000 Euro, wobei 260.000 Euro aus dem Städtebauförderungsprogramm ASO Sudenburg stammen. Nicht zuletzt wird der Bolzplatz in der Gröninger Straße saniert. Dafür gibt die Landeshauptstadt 150.000 Euro aus – zwei Drittel der Summe stammen aus dem Städtebauförderungsprogramm SST Südost.

Um der Qualität der Betreuung bei einer nach wie vor steigenden Kinderzahl gerecht zu werden, werden 2017 vier neue Kindertagesstätten gebaut. Für die Neubauten in Alt Salbke, der Herrenkrugstraße, der Großen Steinernetischstraße und im Olvenstedter Grund nimmt die Landeshauptstadt Magdeburg rund zehn Millionen Euro in die Hand. Zudem werden für rund 8,3 Millionen die Kitas Badeteichstraße, Moldenstraße, Wilhelm-Külz-Straße, Klusweg und Braunlager Straße saniert. Für die Verwaltung der gut ein Dutzend kommunalen Kitas wird 2017 ein Eigenbetrieb gegründet.

Über das vom Land neu aufgelegte STARK-III-Programm sollen das Editha-Gymnasium im Lorenzweg, die Gemeinschaftsschule „Ernst Wille“, die Grundschule Diesdorf, die Berufsbildenden Schulen „Hermann Beims“ sowie die Kitas in der Oststraße, der St.-Josef-Straße, der Astonstraße und im Ferchländer Weg saniert werden. Hier befindet sich die Landeshauptstadt derzeit bei der Antragstellung bzw. wartet auf die Bewilligung der Fördermittel. Ebenfalls über – bereits zugesagte – Fördermittel des Landes wird die FÖSK Fermersleber Weg an einem neuen Standort in Olvenstedt gebaut. 2017 ist hier die Planung und Ausschreibung der Bauleistung vorgesehen.

Zudem werden der vom Stadtrat beschlossene Neubau der Grundschule „Am Westring“ bzw. Anbau der Grundschule „Am Brückfeld“ umgesetzt und die Planungsunterlagen erarbeitet. Auch wie die Grundschulbezirke optimiert werden können – unter Beachtung des Stadtratsbeschlusses „22 Schüler pro Klasse“, bleibt in diesem Jahr für die Stadtverwaltung ein Thema mit hoher Priorität.

Firmenansiedlungen und Fachkräftebedarf

Der schwedische Möbelkonzern IKEA baut derzeit auf dem Gelände des ehemaligen Milchhofs im Norden der Ottostadt ein Möbelhaus. Anfang März wird Richtfest gefeiert, im Sommer soll das neue Möbelhaus eröffnen. IKEA investiert 50 Millionen Euro und schafft 150 neue Arbeitsplätze.

Im Bereich des Gewerbegebietes „Ölmühle“ entsteht die erste chinesische Investition im Bereich Fertigung und Entwicklung von Überspannungsschutz. Sie soll Grundstein für ein gemeinsam mit der Hochschule Magdeburg-Stendal aufzubauendes und weltweit erstes Kompetenzzentrum für Überspannungsschutz werden.

Zudem führt das Wirtschaftsdezernat Gespräche über ein weiteres Verteilzentrum für Lebensmittel im Industrie- und Logistikcentrum (ILC) in Rothensee. Mit einem Kaufvertragsabschluss kann ab Mitte des Jahres gerechnet werden. Dann würden dort fünf Millionen Euro investiert und 30 Arbeitsplätze entstehen. Ebenfalls im ILC steht der Abschluss eines Kaufvertrags mit einem chinesischen Unternehmen (1 Mio. Euro Investment, fünf Arbeitsplätze) bevor, das dort ein deutsch-chinesisches Handelszentrum, insbesondere mit Logistikflächen, errichten will.

Aber auch bereits bestehende Unternehmen werden in diesem Jahr bei der Sicherung zeitnah verfügbarer öffentlicher Finanzierungshilfen unterstützt. 2016 begleitete das Wirtschaftsdezernat 51 Vorhaben, mit denen insgesamt 451 Arbeitsplätze gesichert bzw. geschaffen wurden und die mit einem Investitionsvolumen von rund 79 Mio. Euro verbunden waren. In diesem Jahr ist mit einem gleichbleibenden Engagement der Unternehmen zu rechnen.
Aber auch Magdeburg als Standort für Gründer und Start-ups soll in diesem Jahr stärker in den Fokus gerückt werden. Dazu wird eine Onlineplattform „Gründerstadt Magdeburg“ aktiviert. Mittelfristig sollen eine Mentoren-Struktur mit einer dynamischen Bewegung für Know-how- und Kapitaltransfer initiiert werden.

Zudem wird der Innenstadtmaßnahmenplan fortgesetzt. Unter gemeinsamer Federführung der IHK Magdeburg und des Wirtschaftsdezernates arbeiten IG Innenstadt, MMKT, Pro Magdeburg e.V., Weihnachtsmarkt GmbH sowie die Volksstimme-Mediengruppe weiterhin an Maßnahmen und Aktivitäten, die einer Schwächung des Einzelhandels in Magdeburg entgegenwirken sollen. Unter anderem wird auf der Internetseite http://einkaufen-in-magdeburg.de/ für das Einkaufserlebnis in Magdeburg geworben.

Rückbau Asylunterkünfte und Betreuung ausländischer Kinder

Im Jahresverlauf 2016 erfolgte im Vergleich zu 2015 ein Rückgang der Zugangszahlen an asylberechtigten Personen in ganz Deutschland. Mitte 2016 wurden durch die Landeshauptstadt Magdeburg in Gänze 3.871 Plätze zur Unterbringung von Flüchtlingen vorgehalten. Aufgrund der bereits in 2016 gesunkenen Zugangszahlen wurden bereits vier größere Einrichtungen zur Unterbringung von Flüchtlingen zurückgebaut und mehrere dezentrale Wohneinheiten aufgekündigt. Aktuell hält die Landeshauptstadt Magdeburg noch 3.443 Unterbringungsplätze vor, welche insgesamt jedoch nur zu ca. 50 % ausgelastet sind. Da sich der rückläufige Zugangstrend aller Voraussicht nach auch im Jahr 2017 fortsetzt, wird die Landeshauptstadt Magdeburg weitere Rückbauten von Plätzen vornehmen, um die Kapazitätsauslastung der Bestandsobjekte zu steigern und Leerstandskosten weiter zu minimieren.

Gemäß einem Stadtratsbeschluss sollen Platzkapazitäten in den Magdeburger Kitas erhöht und Brückenangebote für ausländische Kinder für die Zeit entwickelt werden, in der die Eltern an Integrationskursen teilnehmen. Dazu gab es bereits im November 2016 ein Workshop unter Einbeziehung des Jobcenters, der Integrations- und Gleichstellungsbeauftragten, des Sozial- und des Jugendamtes, des Jugendhilfeausschusses, einiger Träger von Tageseinrichtungen und weiteren Akteuren. Im Ergebnis werden die erarbeiteten Lösungsvorschläge in Arbeitsgruppen umgesetzt werden. Zudem verhandelt der Fachbereich Schule und Sport nach wie vor mit dem Landesschulamt darüber, die Beschulung von Asylbewerbern unter Berücksichtigung einer möglichst homogenen Verteilung im Stadtgebiet abzusichern.

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