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Landeshauptstadt forciert Verfahren für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025

Die Landeshauptstadt Magdeburg forciert das Verfahren für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025. Neben einem städtischen Organisationsbüro, das im kommenden Jahr seine Arbeit aufnimmt,  unterstützt künftig ein dreiköpfiges Team aus international anerkannten Beratern die Ottostadt in dem Bewerbungsverfahren. Ziel ist es, die Bewerbung strategisch optimal aufzustellen und im Herbst 2019 einzureichen.

Pressekonferenz: Kulturbeigeordneter Prof. Matthias Puhle, OB Dr. Lutz Trümper und Prof. Hanns-Dietrich Schmidt (v.l.n.r.) forcieren Verfahren für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025. [Foto: Landeshauptstadt Magdeburg]

„In den Mittelpunkt unserer Bewerbung wollen wir besonders die für Europa beispielgebende geschichtliche Bedeutung Magdeburgs sowie den erfolgreichen Strukturwandel von einer Stadt des Schwermaschinenbaus zu einer modernen Wissenschafts- und Dienstleistungsstadt stellen“, nennt Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper zwei wesentliche Schwerpunkte. „Ich bin zuversichtlich, dass die Ottostadt durch die historische Verbreitung des Magdeburger Rechts beispielgebend für die Entwicklung vor allem osteuropäischer Städte sein kann.“

Das Magdeburger Recht wird dabei die Bewerbungsidee der Ottostadt tragen und unter anderem Grundlage für die Formulierung eines Europäischen Kulturmanifestes sein. Dieses soll in den nächsten Jahren mit weiteren Städten des Magdeburger Rechts gemeinsam erarbeitet werden. Weitere Kernaussagen der Bewerbung werden die Erfahrungen und der Umgang der Stadt mit ihren Zerstörungen sowie die Auseinandersetzung mit ihrer Industriegeschichte sein.

Für eine erfolgreiche Bewerbung sollen neben den erforderlichen personellen und finanziellen Rahmenbedingungen vor allem auch die drei renommierten Berater Prof. Hanns-Dietrich Schmidt aus Essen, Neil Peterson aus Liverpool und Nadja Grizzo aus Hamburg sorgen. Sie gehören zum Netzwerk „Inside Track“, das Städte bei Bewerbungsprozessen um kulturelle Großprojekte sowie deren Nachhaltigkeitskonzepten unterstützt und in strategischen und kulturprogrammatischen Fragen begleitet. Die drei anerkannten Experten waren bereits an erfolgreichen Kulturhauptstadtbewerbungen beteiligt.

„Wir wollen nichts dem Zufall überlassen“, begründet der Oberbürgermeister die geplanten Maßnahmen und denkt dabei an weitere wesentliche Gründe der Bewerbung Magdeburgs. „Wir sind bereit für Europa und davon überzeugt, dass wir mit unserer Geschichte und unseren Erfahrungen Lösungsansätze zeigen können, damit Kultur als konstitutives Element der Gesellschaft in Europa und als wesentlicher Motor der Stadtentwicklung wahrgenommen wird. Magdeburg braucht den europäischen Kontext, den Austausch und die Vernetzung, um sich als moderne Landeshauptstadt weiterentwickeln zu können.“

Basis für die geplante Bewerbung Magdeburgs ist ein Beschluss des Stadtrates. Die Europäische Union hat zudem festgelegt, dass Deutschland 2025 neben Slowenien die Kulturhauptstadt stellt. Auch die neuen Kriterien dafür wurden inzwischen veröffentlicht. Die Entscheidung über die beiden Kulturhauptstädte 2025 wird im Jahr 2020 getroffen.

Das Forum Gestaltung, das bisher in der Begleitung des Prozesses der Selbstvergewisserung und der ersten Ideen- und Konzeptentwicklung eine wichtige Rolle gespielt hat, wird künftig als Kreativlabor tätig sein. Dort sollen als Kommunikationsplattform der freien Szene unter anderem bewerbungsbegleitende Projekte entwickelt und umgesetzt werden.

„Die Magdeburgerinnen und Magdeburger rufe ich auf, unsere geplante Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt Europas als eines unserer wichtigsten Projekte in der jüngeren Geschichte aus vollem Herzen und mit großer Begeisterung zu begleiten und mitzugestalten“, so Dr. Lutz Trümper. „Ich bin davon überzeugt, dass bereits der Bewerbungsprozess einen wesentlichen Schub für die Stadtentwicklung gibt.“

Dies bestätigen die Erfahrungen vergleichbarer Städte und eine Studie der EU, nach der jeder investierte Euro für eine Kulturhauptstadt Europas etwa sechs Euro erwirtschaftete. Lille 2004 bezifferte diesen Rückfluss sogar mit acht Euro pro investiertem Euro. In Liverpool 2008 gaben die 9,8 Mio. Besucher der Kulturhauptstadt Europas etwa 753,8 Mio. Pfund in der Stadt und Region aus. Bei der RUHR.2010 erlebten über zehn Mio. Besucher das Programm. Jeder Gast gab während seines dortigen Aufenthalts im Schnitt 105 Euro aus.


Hintergrundinformationen zum Beraterteam
Gemeinsam treten Hanns-Dietrich Schmidt, Neil Peterson und Nadja Grizzo als Beraterteam zur Unterstützung für die Bewerbung Magdeburgs zur Kulturhauptstadt Europas 2025 an.

Prof. Hanns-Dietrich Schmidt aus Essen ist als Theater-Dramaturg sowie als Professor für Dramaturgie und praktische Theaterarbeit tätig sowie als Prorektor der Folkwang Universität der Künste in Essen zuständig für Internationales und Veranstaltungen. Für die Kulturhauptstadt Europas in Essen und dem Ruhrgebiet RUHR.2010 war Hanns-Dietrich Schmidt für internationale Beziehungen verantwortlich. Er gründete gemeinsam mit Neil Peterson aus Liverpool das Netzwerk der Kulturhauptstädte Europas. Darin tauschen sich aktuelle, zukünftige und vergangene Kulturhauptstädte zwei Mal jährlich auf praktischer Ebene aus. Seit 2011 berät Prof. Hanns-Dietrich Schmidt auch Städte, die sich zur Kulturhauptstadt Europas bewerben. Dazu gehören unter anderem die erfolgreichen Bewerber Pafos auf Zypern (2017) und Plovdiv in Bulgarien (2019).

Neil Peterson aus Liverpool ist Direktor und Gründer von „Inside Track“, einem Beraternetzwerk, das Städte in Europa bei Bewerbungsprozessen um kulturelle Großprojekte sowie deren Nachhaltigkeitskonzepten unterstützt und Städte in strategischen und kulturprogrammatischen Fragen begleitet. Er stieß 2004 während der Vorbereitungsphase zur Kulturhauptstadt Europas 2008, Liverpool, und leitete innovative Community-Programme wie das „Liverpool Welcome und Volunteer Programm“, das bisher als erfolgreichstes Service- und Partizipationsprojekt der Kulturhauptstädte Europas gilt.

Nadja Grizzo aus Hamburg ist freie Lektorin, Kulturmanagerin und Beraterin für Städte, die sich um den Titel Kulturhauptstadt Europas bewerben. Im Team der Kulturhauptstadtbewerbung „Essen für das Ruhrgebiet“ war sie von Beginn an maßgeblich am Bewerbungsprozess und an der Bewerbungsschrift beteiligt. Bei RUHR.2010 zeichnete sie im Team Marketing und Kommunikation unter anderem verantwortlich für Publikationen, Corporate Identity und Marketingkooperationen. Seit 2011 hat sie gemeinsam mit ihren Kollegen unter anderem Sonderborg (Dänemark), Pafos (Zypern), Maastricht (Niederlande), Siena (Italien), Plovdiv (Bulgarien), Cluj-Napoca (Rumänien), Kalamata (Griechenland) und Split (Kroatien) beraten.

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