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Botschafter der Mongolei trug sich in das Goldene Buch ein
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Bürgermeister Dr. Rüdiger Koch empfing S.E. Tsolmon Bolor - Botschafter der Mongolei trug sich in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein

Magdeburgs Bürgermeister Dr. Rüdiger Koch hat am 22. Oktober im Alten Rathaus den Botschafter der Mongolei, S.E. Tsolmon Bolor, empfangen. Während seines Besuches trug sich der Diplomat in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein.
Botschafter der Mongolei, S.E. Tsolmon Bolor
Mit Tsolmon Bolor hat sich zum zweiten Mal ein Botschafter der Mongolei in das Goldene Buch der Landeshauptstadt eingetragen. Anlass ist der heutige Antrittsbesuch des Diplomaten in Sachsen-Anhalt. Bereits vor dem Besuch im Alten Rathaus wurde er von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff in der Staatskanzlei empfangen.

Der 48-jährige Diplomat begann seine Laufbahn 1989 als Attaché im mongolischen Außenministerium. Erste Erfahrungen in Deutschland sammelte er ab 1995 in der damaligen Botschaft der Mongolei in Bonn. Es folgten Stationen in Ulan Bator und in der Berliner Botschaft seines Landes, bevor er am 25. April 2014 zum Botschafter in Deutschland ernannt wurde.

Im Rahmen einer Delegationsreise nach Ulan Batar vom 10. bis 11. Juni 2013 führte das Dezernat für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit eine umfangreiche Standortpräsentation der Landeshauptstadt Magdeburg durch. Diese stieß bei der Stadtverwaltung Ulan Batars auf großes Interesse, vor allem in Bezug auf die Schwerpunkte Grüne Stadtentwicklung, Öko-Tourismus, Logistik und Transport zwischen der Mongolei und Europa sowie die moderne Förderbandtechnologie und Technik für den Bergbau.

Zu den Außenwirtschaftsaktivitäten der Industrie- und Handelskammer Magdeburg mit der Mongolei gehörte unter anderem der Empfang des damaligen Botschafters der Mongolei am 12. Dezember 2006. Zudem fand am 27. November 2013 eine Informationsveranstaltung zur Mongolei an der IHK Magdeburg statt. Teilnehmer waren eine mongolische Wirtschaftsdelegation unter Leitung der Stellvertretenden Ministerin für Bauwesen und Stadtentwicklung der Mongolei, Gochoosuren Baigalmaa, sowie sechs Unternehmen aus Sachsen-Anhalt.

Derzeit studiert eine Promotionsstudentin aus der Mongolei an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität. Weder die Hochschule Magdeburg-Stendal noch die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg unterhalten momentan Kooperationsbeziehungen zu Universitäten in der Mongolei.

Hintergrundinfos zum Goldenen Buch der Landeshauptstadt Magdeburg
Das Goldene Buch der Stadt gibt es seit 1931. Eingerichtet wurde es während der Amtszeit von Oberbürgermeister Hermann Beims. Mitglieder des Magistrats trugen sich am 10. Mai 1931 als Erste in das Buch ein.

Die Einträge aus der Zeit zwischen 1931 und 1949 sind nicht mehr auffindbar. Von 1949 bis 1985 gab es ein Erinnerungsbuch, in das sich Gäste der Stadt eintrugen. Seit 1985 wird das Goldene Buch in der Tradition von 1931 weitergeführt. Der Eintrag ist eine besondere Ehrung für Personen, die die Stadt besuchen oder sich in besonderer Weise um Magdeburg verdient gemacht haben.

Zu den Persönlichkeiten, die sich im Goldenen Buch eingetragen haben, gehören Politiker wie Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Prof. Dr. Roman Herzog und Dr. Dr. h. c. Johannes Rau, die langjährigen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl und Gerhard Schröder, die ehemaligen Präsidenten des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Rita Süßmuth und Dr. h. c. Wolfgang Thierse, frühere oder heutige Bundesminister wie Dr. h. c. Hans-Dietrich Genscher, Dr. Theo Waigel und Wolfgang Tiefensee, ehemalige Ministerpräsidenten wie Gerhard Glogowski, Oskar Lafontaine und Prof. Dr. Wolfgang Böhmer sowie zahlreiche Botschafter aus der ganzen Welt.

Im Goldenen Buch verewigt haben sich außerdem die ehemalige Generalbundesanwältin Prof. h. c. Monika Harms, der langjährige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland Ignatz Bubis, frühere und heutige Oberbürgermeister der Magdeburger Partnerstädte wie Werner Steffens und Dr. Gert Hoffmann (Braunschweig) sowie Bill Purcell (Nashville), die Magdeburger Ehrenbürger Igor Belikow, Heinz Gerling und Dr. Willi Polte, frühere Magdeburger Bürgermeister und Beigeordnete wie Bernhard Czogalla, Dieter Steinecke, Dr. Susanne Kornemann-Weber, Werner Kaleschky, Beate Bröcker und Dr. Klaus Puchta, die Ehrenstadträte Frithjof Berfelde, Prof. Dr. Reinhold Krampitz, Rainer Löhr, Martin Hoffmann, Gerhard Heinl, Johannes Rink, Eberhard Seifert, Hans-Werner Brüning, Gerald Grünert und Walter Meinecke, der Ehrenortschaftsrat Prof. Dr. Adolf Lingener sowie 21 ehemalige Magdeburger jüdischen Glaubens, darunter die Schriftstellerin Nomi Rubel.

In den zurückliegenden Jahren wurden mit einer Eintragung im Goldenen Buch auch der Sohn von Ernst Reuter, Edzard Reuter, der langjährige Bischof Leo Nowak, die mit dem Preis der Lutherstädte "Das unerschrockene Wort" geehrte Österreicherin Gertraud Knoll, der nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 verfolgte und inhaftierte Magdeburger Horst Linowski, der erste Deutsche im Weltall Sigmund Jähn, die UNO-Friedensbotschafterin und Schimpansenforscherin Dr. Jane Goodall sowie erfolgreiche Sportler wie die Olympiasieger Dagmar Hase, Andreas Ihle, Manuela Lutze, André Willms und Mark Zabel, die Handballer des SC Magdeburg, der Fußball-„Kaiser“ Franz Beckenbauer, die Boxweltmeister Natascha Ragosina, Regina Halmich, Sven Ottke und Robert Stieglitz sowie der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes Dr. Theo Zwanziger geehrt.

Auch Künstler und Kulturschaffende wie der Schauspieler Heinz Rühmann, der weltberühmte jüdische Pianist und Magdeburger Ehrenbürger Prof. Menahem Pressler, die Telemann-Preisträger Prof. András Székely und Prof. Dr. h. c. Nikolaus Harnoncourt, der Glasgestalter Reginald Richter und der Generalmusikdirektor a. D. Roland Wambeck bereichern mit ihren Eintragungen das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ebenso wie besonders engagierte Bürger wie der 2010 verstorbene ehemalige Vorsitzende der Magdeburgischen Gesellschaft von 1990 e.V. Hans P. H. Schuster und Dr. Rotraud Tönnies von der Bürgerinitiative Olvenstedt.

 

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