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Maßnahmen Umweltamt

Während die Hochwasservorsorge – die Ertüchtigung der Deiche und Schutzanlagen – in die Zuständigkeit des Landes fällt, ist die Landeshauptstadt Magdeburg für die Hochwassernachsorge zuständig. Ein Schwerpunkt ist dabei die Entwässerung der ostelbischen Stadtgebiete, wo durch hohe Grundwasserstände und Poldersituationen bei Hochwasser anhaltende Vernässungen auftreten, die privates und öffentliches Eigentum gefährden.
Furtlake

Eigens hierfür wurde nach dem Hochwasser 2002 ein Konzept mit vier Maßnahmenschwerpunkten entwickelt:

1. der Gewässerausbau/-neubau in und um Pechau/Zipkeleben und die Errichtung eines Siels am Zipkeleber Gutsteich),
2. der Ausbau und die Ertüchtigung des Furtlakengrabensystems (vom Graben E am Klusdamm bis zum Durchlass an der Lake),
3. die Furtlake (Abschnitt Steingraben) durch den Biederitzer Busch (ab Durchlass an der Lake bis zum Umflutkanal) mit einem neuen Steingrabensiel und einem Schöpfwerk,
4. der Ausbau der Alten Elbe in der Kreuzhorst, einschl. Franzosengraben.

Die erste Maßnahme wurde im Auftrag der Landeshauptstadt Magdeburg und in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft 2007 realisiert. Dazu gehören der Aus- und Neubau von ca. 2100 Meter Gräben mit dem Rückbau von Verlandungen sowie der Ertüchtigung und dem Neubau von Durchlässen (Schaffung eines durchgängigen hydraulischen und ökologischen Verbundsystems vom Karpfenteich bis zum Zipkeleber Gutsteich) und der Bau des Zipkeleber Siels.

Derzeit erfolgt der Ausbau des Furtlakengrabensystems in Ostelbien aus dem zweiten Maßnahmenschwerpunkt der Konzeptrealisierung. Ziele sind die Gewährleistung der Oberflächenentwässerung und eine erhebliche Minimierung der Vernässung von privatem und öffentlichem Eigentum sowie auf landwirtschaftlichen, gewerblich und industriell genutzten Flächen. Nach Abschluss der Arbeiten kann das natürliche Grundwasserniveau wieder schneller erreicht werden als bislang. Durch den gezielten Wasserabfluss aus dem Gebiet wird es zukünftig nicht mehr zu einer zusätzlichen Grundwasseranreicherung kommen. Damit wird sich die hydraulische Gesamtsituation des ostelbischen Polders erheblich entspannen.

Bereits beendet aus dem zweiten Maßnahmenschwerpunkt ist der Gewässerausbau an den Gräben E und F sowie am Prester-Verbindungsgraben auf einer Gesamtlänge von rund 3.100 Metern. Seit Anfang 2014 werden im Auftrag der Stadtverwaltung ein Entlastungsgraben vom Graben A zu Hermickes Kiesloch und eine Rohrleitung vom Puppendorfer Weg bis zur Furtlake (Durchlass an der Lake) geschaffen sowie der Graben H ausgebaut.

Zur dritten Realisierungsmaßnahme des Konzeptes gehört der Ausbau des Steingrabens mit einem Schöpfwerk am Umflutkanal. Der Baustart hängt vom Verlauf des Planfeststellungsverfahrens ab, das noch in diesem Jahr enden wird. Ab dem Jahr 2015 werden zudem der Ausbau des Faulen Seegrabens, der Gräben A, B, C, G, Neugrüneberg und eines weiteren Bereiches des Grabens H realisiert.

Die Gesamtinvestition für die ersten drei Maßnahmen beträgt mehr als zwölf Mio. Euro. Für das vierte Paket der Hochwassernachsorge in Ostelbien, der Ausbau der Alten Elbe im Bereich Pechau/Kreuzhorst, erfolgen derzeit die Planungen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Hochwasser-Nachsorge ist die Verbesserung der Erreichbarkeit der Deiche, damit in Gefahrensituationen Menschen und Material schnell an den Deich gebracht werden können. In den vergangenen Jahren wurden insgesamt neun Deichwege ausgebaut oder neu angelegt. Die Deichverteidigung ist somit deutlich einfacher geworden.

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