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Hochwasserbericht zur Gefahrenabwehr liegt vor - Chronologie und Schlussfolgerungen aus der Hochwasser-Katastrophe 2013

Die Verwaltung hat in einem detaillierten Bericht für den Stadtrat nochmals die Maßnahmen und Entscheidungen zur operativen Gefahrenabwehr im Hochwasser 2013 dargestellt und Schlussfolgerungen abgeleitet.
Hochwasser 2013 Stadtpark
Der Bericht ist ab sofort unter www.magdeburg.de verfügbar.

„Die dramatischen Tage im Juni 2013 sind uns alle noch in lebhafter Erinnerung“, erklärte Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper heute im Rahmen der Veröffentlichung des Hochwasserberichtes. „Wir haben nun die Entwicklungen und unsere Entscheidungen zur Gefahrenabwehr noch einmal systematisch und chronologisch aufbereitet. Außerdem haben wir die aus unserer Sicht zu ziehenden Schlussfolgerungen dargestellt. Wir wollen aber nicht nur dem Stadtrat, sondern auch interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, den Bericht zu lesen und dazu Position zu beziehen.“ Ab sofort ist dies im Internetauftritt der Landeshauptstadt unter www.magdeburg.de möglich.

Der Bericht geht außerdem als Information I0040/14 in verschiedene Ausschüsse und wird dem Stadtrat voraussichtlich im Mai 2014 vorliegen. „Wir werden alle Anregungen aus dem Stadtrat und von den Bürgern prüfen“, verspricht der Beigeordnete für Kommunales, Umwelt und allgemeine Verwaltung, Holger Platz, dessen Dezernat den Hochwasserbericht federführend erarbeitet hat. „Im Ergebnis wollen wir dem Stadtrat im Spätsommer eine Drucksache vorlegen, die konkrete Maßnahmen und Investitionen auflistet, um die Hochwasservorsorge zur verbessern und die Gefahrenabwehr zu optimieren.“ In diese Drucksache werden auch die Vorschläge von vier verwaltungsinternen Arbeitsgruppen einfließen, die Einzelprobleme der Hochwasservorsorge und der Gefahrenabwehr untersucht haben.

Erste Ergebnisse dieser Untersuchungen, insbesondere zur Verbesserung des technischen Hochwasserschutzes, werden in den nächsten Wochen in Bürgerinformationsveranstaltungen der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. So wird es am 31. März eine Bürgerinformationsveranstaltung zum Stand der Planungen für die Zollstraße auf dem Werder geben, im April wird sich eine weitere Veranstaltung für die Oststraße auf dem Werder anschließen.

Erste bauliche Maßnahmen zur Verbesserung des technischen Hochwasserschutzes werden noch 2014 begonnen. Insgesamt 25 Mio. € stehen im städtischen Haushalt 2014 für die Beseitigung von Hochwasserschäden und eine bessere Vorsorge zur Verfügung.

Im Bericht wird die Dramatik und die Zuspitzung der Hochwassersituation am zweiten Juniwochenende gut nachvollziehbar. Damit wird auch deutlich, wie schwierig die Organisation der Gefahrenabwehr auf dem Höhepunkt der Katastrophe gewesen ist. Zugleich verschweigt der Bericht nicht, dass der städtische Katastrophenstab und die eingesetzten professionellen Hilfskräfte an die Grenzen ihre Einsatz- und Leistungsfähigkeit gekommen waren.

Die Verwaltung hat unmittelbar nach dem Hochwasser begonnen, die Ereignisse kritisch auszuwerten. Dabei steht die Verbesserung des Hochwasserschutzes im Vordergrund. Mit dem zuständigen Landesministerium und dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz gab und gibt es zahlreiche Gespräche, um Erfordernisse und Maßnahmen einer besseren Hochwasservorsorge abzustimmen.

Seit dem Sommer bzw. Herbst bearbeiten außerdem vier verwaltungsinterne Arbeitsgruppen Einzelprobleme der Hochwasservorsorge und des Katastrophenmanagements.

Folgende Arbeitsgruppen wurden eingerichtet:

  • Arbeitsgruppe „Technischer Hochwasserschutz“ im Baudezernat: Sie erarbeitet technische Lösungen für eine verbesserte Hochwasservorsorge, insbesondere für den Werder, das Industriegebiet Rothensee, den Stadtteil Buckau sowie Salbke.
  • Ausgehend von den Erfahrungen des Hochwassers 2013 ermittelt eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Amtes 37 außerdem detailliert, welche Bereiche der Stadt bei einem Pegelstand von 7,80 m (Strombrücke) von Überschwemmungen bedroht sind. Die Arbeitsgruppe wird die präzise Verlaufslinie und Höhe der erforderlichen operativen Verteidigungswälle für sämtliche bedrohten Bereiche ermitteln und die Logistik des Aufbaus (BigBags oder alternative Technologien) erarbeiten.
  • Eine Arbeitsgruppe „Kommunikation“ untersucht Möglichkeiten, die Information und ggf. Warnung der Bevölkerung zu optimieren. In diesem Zusammenhang soll insbesondere die Erreichbarkeit der Bürgerhotline verbessert werden. Analog zu den Ortsbürgermeistern als ständigen Kontaktpersonen in die besonders gefährdeten Ortsteile Pechau und Randau-Calenberge sollen offizielle Verbindungspersonen auch für andere besonders betroffene Stadtteile berufen werden.
  • Die Arbeit der Technischen Einsatzleitung TEL „Evakuierung/Unterbringung/Verpflegung“ soll organisatorisch und technisch optimiert und personell in ähnlicher Art und Weise erweitert werden wie die Sachgebiete des Katastrophenschutzstabes, so dass ein aus Großeinsatzlagen resultierendes Arbeitsaufkommen ohne Probleme und Überlastung des Personals bewältigt werden kann. Dafür wurde eine weitere Arbeitsgruppe unter Leitung des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz gebildet.

Der Hochwasserbericht ist ab sofort als Information I0040/14 im Ratsinformationssystem sowie unter www.magdeburg.de im Forum abrufbar.

 

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