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Prinz Heinrich Karl Woldemar Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg

geb. 13. Oktober 1810 in Leipzig, gest. 20. Januar 1871 in Mainz,

Königlich-preußischer General der Kavallerie, Generaladjutant des Königs

Der Prinz erblickte als Sohn von Karl Emil von S. (1767-1841) und der Sophie Eleonore geb. Freiin von Scheel (1776-1836) das Licht der Welt. Sein Vater war dänischer General. Woldemar musste sein 1827 in Leipzig begonnenes Jurastudium wegen eines Duells vorzeitig abbrechen und schlug nun die Offizierslaufbahn in preußischen Diensten ein. 1828 wurde er Sekondeleutnant, 1837 Premierleutnant, 1839 Rittmeister, sechs Jahre später Major. 1848 wurde er zur Dienstleistung bei der Organisation der Armee in Schleswig-Holstein kommandiert. Er nahm am Feldzug gegen Dänemark teil und kehrte zum Regiment Garde du Corps zurück, in das er bereits 1844 einrangiert worden war. Er erlangte den Rang eines Stabsoffiziers und wurde 1850 Kommandant von Küstrin, ein Jahr später von Neiße. Ab Februar 1857 war der inzwischen zum Oberst beförderte Prinz Kommandant von Magdeburg. Im Mai des darauffolgenden Jahres wurde er zum Generalmajor ernannt. Anlässlich seiner Versetzung erhielt er kurze Zeit später, im Juni 1858, das Ehrenbürgerrecht Magdeburgs, da er die Interessen der Stadt und ihrer Bürger vertreten habe. Fortan war der Prinz Kommandant von Koblenz und Ehrenbreitenstein. Nachdem sein 1860 eingereichter Abschied abgelehnt worden war, wurde er 1861 Generaladjutant Königs Wilhelms I. (1797-1888). Bald darauf ernannte dieser ihn zum Generalleutnant. Im März 1862 erhielt er den Oberbefehl über die Bundestruppen in Frankfurt/ Main. 1864 wurde er Vizegouverneur der Festung Mainz, 1866 kurzzeitig Gouverneur von Koblenz und Ehrenbreitstein, dann bis zu seinem Tod Gouverneur von Mainz. Er war Träger zahlreicher Auszeichnungen, u. a. erhielt er ein Jahr vor seinem Tod das Großkreuz des Roten Adlerordens. Der 1866 in den Rang eines Generals der Kavallerie erhobene Prinz starb unverheiratet in Mainz.

Priesdorff, Kurt von (Hg.): Soldatisches Führertum, Bd. 6, Hamburg o. J. (1938); http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Karl_Woldemar_von_Schleswig_Holstein; Stadtarchiv Magdeburg, Rep. A II B 27 spec. 5 Bd. 1.

Maren Ballerstedt

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