Krebsprävention durch Impfung
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Gegen HPV ist ein Kraut gewachsen ... Krebsprävention durch Impfung

Der Gedanke an sexuell übertragbare Krankheiten löst in den meisten Fällen immer die Begriffe "HIV" und "Aids" aus. Doch die Gefahr von Infektionen durch andere Bakterien und Viren wird vielfach immer noch unterschätzt. Dabei sind die Zahlen almamierend: 70 Prozent der Bevölkerung infizieren sich beispielsweise im Laufe ihres Lebens mit dem humanen Papillomvirus (HPV). Diese kleinen unbehüllten DNA-Viren können bei Menschen Warzen, Krebsvorstufen und maligne Tumore hervorrufen.

Die Übertragung erfolgt meist durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt. Es lassen sich keine speziellen Risikogruppen lokalisieren. Im Gegenteil: Das Virus ist mitten unter uns. Immer stärker betroffen von einer Infektion mit HP-Viren oder Bakterien wie den Chlamydien, sind Jugendliche. Bedingt durch sehr früh einsetzende körperliche Reife kommt es auch zu den ersten sexuellen Erfahrungen.

"Unter den 15-jährigen Mädchen hat bereits jede vierte Geschlechtsverkehr gehabt. Damit steigt natürlich auch gleichzeitig die Gefahr, sich zu infizieren", sagte Dr. Gisela Gille von der "Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau". Sie betonte während eines Symposium zum Thema "Infektionsprophylaxe in der Kinder- und Jugendgynäkologie im Rahmen der diesjährigen Tagung der Deutschen Gesellsschaft für Kinder- und Jugendmedizin in Mainz, dass mit Aufnahme der sexuellen Aktivität die Gefahr einer HPV-Infektion stetig zunimmt. "Rauchen und unzureichende Ernährung begünstigten zudem eine Infektion", sagte Gille.

Mit zum Teil verheerenden Folgen: Zwar ist in den meisten Fällen eine Infektion nachweisbar, doch wenn eine HPV-Infektion persisiert, können die Viren schwere Erkrankungen auslösen. Die gefährlichste Folge ist in 99 Prozent der Fälle der Gebärmutterhalskrebs.

Seit 06. Oktober 2006 gibt es in Deutschland einen wirksamen Impfstoff. Der optimale Impfzeitpunkt liegt zwischen dem 9. und 26. Lebensjahr. Die Impfung kann beim Pädiater oder Gynälologen im Rahmen der J1 Untersuchung bzw. der Pillenerstverordnung erfolgen.

Die Grundimmunisierung besteht aus drei Einzeldosen zu je 0,5 ml, die gemäß dem Schema 0, 2, 6 Monate verabreicht werden.

Nicht geimpft werden sollten Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder gegen einen der sonstigen Bestandteile des Impfstoffs.

Kostenübernahme (Erstattung) der HPV-Impfung
Hinweis: Eine Kostenübernahme durch Kasse, die hier nicht aufgeführt sind, ist durchaus möglich und sollte ebenfalls im Einzelfall abgeklärt werden.

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