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Zootreff "Jungtiere im Zoo"
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Die Jahreszeit gibt Anlass, auf den Zootreff für alle interessierten Zoobesucher am Sonntag, den 25. Mai 2003, den Nachwuchs der letzten Wochen und Tage im Zoo Magdeburg vorzustellen. Treffpunkt ist 10.00 Uhr am Osteingang.
In einem Zoo können zwar zu jeder Jahreszeit Jungtiere zur Welt kommen, da Tiere aus allen Regionen der Erde und allen Klimazonen gezeigt werden.
Dennoch ist insbesondere das Frühjahr ein Höhepunkt. Richten sich doch viele Tiere meist nach Generationen in Menschenobhut auf die hiesigen Jahreszeiten ein. Das Frühjahr verspricht mit dem kommenden Sommer die günstigste Zeit
für ein gesundes Aufwachsen des Nachwuchses.
Eine besonders herausragende Geburt im April war ein Baumstachler oder Urson. Diese gut kletternde, den bekannten Stachelschweinen ähnliche, wenn auch nicht unmittelbar verwandte Art aus Nordamerika wird nicht häufig in Zoos gehalten und noch viel seltener zur Nachzucht gebracht. Für den Zoo Magdeburg ist es eine Erstgeburt. Das Jungtier wird mit Fell und sehend
geboren und kann bereits von Anfang an laufen, auch wenn Baumstachler sich im allgemeinen nur sehr langsam, fast faultierartig bewegen.
Auch die Japanischen Seraus, eine mit Gämsen verwandte Art aus den Gebirgsenden im Land der aufgehenden Sonne werden nur in ganz wenigen Zoos gezeigt. In Europa sind es lediglich drei Zoos. Das Paar im Zoo Magdeburg hat vor wenigen Tagen ein männliches Kitz zur Welt gebracht. Es ist hier schon eine gewisse Regelmäßigkeit. Seit fünf Jahren kam es in jedem Frühjahr
zu einer Geburt.
Erstmals wachsen im Zoo Magdeburg in diesem Jahr auch Rothunde auf. Gleich sieben Sprösslinge brachte die Mutter im März zur Welt. Die Rothunde sind eine Wildform aus Zentralasien, die im Rudel leben und sich dort wie Wölfe verhalten. In ihrer neuen, großen Anlage waren die Jungtiere die ersten Wochen in einem Bau versteckt. Nun aber spielen sie oft ausgelassen vor den Augen der Besucher. Anfangs waren die Eltern bemüht, die Welpen immer wieder zur Höhle zu tragen. Nun haben sie keine Chance mehr, die große Rasselbande im Zaum zu halten, zur Freude der Zoobesucher.
Gerade jetzt ist die Zeit, in der der diesjährige Nachwuchs der Präriehunde, einer den Murmeltieren verwandten Erdhörnchenart aus Amerika, die tiefen unterirdischen Bauten zum ersten Mal verlässt und sich spielend an der Erdoberfläche zeigt. In der "Präriehundstadt" gibt es wie in jedem Jahr wieder sehr zahlreichen Nachwuchs bei den hier wohnenden Familien. Die drei
Anfang März geborenen jungen Erdmännchen hingegen sind schon so weit herangewachsen, dass man genau hinschauen muss, um sie von den erwachsenen zu unterscheiden.
Auch die jungen Rosapelikane, die im Januar bis März aus den Eiern schlüpften, sind nun schon so weit herangewachsen, dass sie in der Größe bald die Erwachsenen eingeholt haben. Nur in der Gefiederfärbung unterscheiden sie sich noch deutlich: Sie sind graubraun, während die Altvögel ein weißes, rosa überhauchtes Gefieder tragen. Sechs Rosapelikane konnten aufgezogen werden. Bei den Humboldt-Pinguinen sind es sieben. Sie sind zur Zeit aber gewissermaßen in der "Schule". In der Aufzuchtstation gewöhnen ihre Tierpfleger sie daran, den Futterfisch aus der Hand anzunehmen. Das ist wichtig, damit später für jeden Pinguin kontrolliert werden kann, wie viel er frisst und auch die im Fisch versteckten Vitamin- und Salztabletten mit aufnimmt. Die jungen Pinguine sind daher zur Zeit nicht von den Zoobesuchern zu sehen. Zum Zootreff wird sich aber gewiss eine Möglichkeit finden, Pinguinnachwuchs vorzustellen. Bei den Rentieren laufen zwei staksige Kälber herum, die Mitte April und Anfang Mai das Licht der Welt erblickten. Die Lamas haben ein Jungtier, und auch in der großen Gruppe der Halsbandpekaris, einer Schweinart aus Südamerika, "wuseln" dazwischen Ferkel herum.
Es gibt selbstverständlich noch eine Reihe anderer Jungtiere zur Zeit. Bis zum Zootreff kann es sogar sein, dass weitere hinzukommen, die jetzt noch im Ei oder im Bauch der Mutter stecken.
Es lohnt sich also auf jeden Fall, den Nachwuchs im Zoo Magdeburg zu besuchen. Jungtiere wirken auf uns Menschen besonders anziehend und niedlich, zeigen doch viele von ihnen das sogenannte Kindchenschema, dass
für Vögel, Säugetiere und Menschen dieselben Auslöser hat.

19.05.2003 
Quelle: Zoologischer Garten Magdeburg 
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