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Im 19. Jahrhundert entstand westlich der Altstadt und der später gebauten Eisenbahnlinie mit dem Hauptbahnhof die Glacisanlage, die sich entlang des Sachsen-, Adelheid- und Editharinges als grüner Gürtel hinzog.

Der Name Glacis bezeichnet ursprünglich im Militärischen das freie Feld vor einer Festungsanlage, womit deutlich wird, dass auch die Glacisanlage - wie der Geschwister-Scholl-Park oder der Park am Fürstenwall - seine Herkunft dem ehemaligen Festungscharakter der Alten Stadt Magdeburg verdankt.

Geplant wurde dieser grüne Gürtel ursprünglich von Peter Joseph Lenné nach 1824 als Verbindung zwischen dem südlich des Zentrums gelegenen Volksgarten, heute der Klosterbergegarten, und den Grünanlagen nördlich des Zentrums, wie z.B. dem heutigen Nordpark. Es entstand so ein Netzwerk von Parkanlagen, die es ermöglichten die Innenstadt fast vollständig zu umrunden, ohne den Park verlassen zu müssen.
Durch Stadterweiterungen um 1870 musste auch dieses Netzwerk verändert werden. Diesmal war es Gartendirektor Paul Niemeyer vorbehalten, die Planungen fortzusetzen und den naturnahen Charakter der Stadt zu erhalten.

Heute ist die Glacisanlage leider nicht mehr vollständig erhalten, da mit dem Bau der Magdeburger Stadtautobahn, der Tangente, entschieden wurde, dieses unbebaute Stück Magdeburg zum Trassenbau zu verwenden. So teilt diese Straße heute das Glacis.

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